"Es gibt kein Bauwerk unter dem Himmel, das an Vollendung den Pyramiden Ägyptens gliche! Mein Auge erquickt sich an diesen einzigartigen Bauten, aber meine Gedanken quälen sich mit der Frage, was sie bedeuten sollen!" Sätze aus dem Mittelalter...
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09.11.09
Monumente des Jenseits - Das Rätsel der Pyramiden
Bier, Brot und Arbeit – Alltag im Alten Ägypten
Das Alte Ägypten ist nicht nur eine der ersten Hochkulturen der Welt - die Geschichte dieses Landes reicht über 5000 Jahre zurück - sondern auch eine, die am besten untersucht ist. Die Ägyptologie existiert seit Napoleons ägyptischem Feldzug, doch im Focus dieser Wissenschaft stand lange Zeit nur die reiche Oberschicht Ägyptens. Aber wie lebten damals die einfachen Leute? Die Quellen darüber sind oft mäßig und die Überreste meist gering. Dennoch ist es ansatzweise gelungen, das Wissen über die Arbeit und das Leben der Beamten und Handwerker zu konkretisieren. So spielten bei den Menschen im antiken Ägypten Kleidung, Kosmetik und Haartracht wohl eine große Rolle. Sogar der Speiseplan der alten Ägypter ist uns inzwischen bekannt, wie auch ihre Vorliebe für Wein und einer Art Bier.
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04.11.09
Ballistabauanleitung
Ich habe schon eine Zeitlang diesen Link und habe ihn heute wieder gefunden :D
Wie baue ich eine Ballista?
AchtunG: Es handelt sich um eine PDF-Seite.Hier ist der Link zum Adobe Reader 9.2
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Tags: Bauanleitung, Waffen
28.10.09
Unterwasser-Stadt ist fast 6000 Jahre alt
Auf dem Meeresgrund vor der griechischen Halbinsel Peleponnes liegen die Überreste von Pavlopetri, die schon seit Jahrzehnten als älteste versunkene Stadt der Welt gilt. Doch ihre Anfänge liegen nicht in der Bronzezeit, wie Archäologen bisher annahmen, sondern schon in der späten Steinzeit. Das beweisen Keramikstücke, die Archäologen nun auf dem Gebiet fanden und die zwischen 5000 und 6000 Jahre alt sind.
Pavlopetri war einst 100 000 Quadratmeter groß, etwa die Hälfte der Fläche haben Nic Flemming vom National Oceanography Centre in Southampton und sein Team mittlerweile kartiert. Da viele Straßen und Häuser noch immer erkennbar sind, konnte sie den Plan der Hafenstadt fast vollständig rekonstruieren. Ganz in der Nähe machten die Forscher außerdem Schiffwracks und ihre verlorene Ladung aus. Demnächst wollen sie die Funde weiter untersuchen, um mehr über die Anfänge des Seehandels am Mittelmeer zu erfahren.
Flemming hatte Pavlopetri 1967 entdeckt, die Überreste wurden zunächst auf ein Alter von 4000 Jahren geschätzt. Die Stadt existierte noch bis etwa 1000 v. Chr., warum sie danach im Meer versank, ist unklar. Laut Geologen könnte ihr Untergang mit einem Anstieg des Meeresspiegels oder einem Erdbeben zusammenhängen.
National Oceanography Centre
Quelle: spektrumdirekt.de
Die Päpstin - Der Triumph einer Frau
Historienfilm/Drama - Deutschland/Italien/Spani. 2009
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren - 148 Min. - Verleih: Constantin
Start: 22.10.2009
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Der Legende nach soll im 9. Jahrhundert das höchste Amt der Kirche von einer als Mann verkleideten Frau übernommen worden sein. Ob das stimmt, ist bis heute umstritten. Weder über den Zeitraum noch über das Ereignis an sich herrscht Einigkeit. Während die Produzenten von Die Päpstin den Film als wahre Geschichte bewerben, widerlegen Kirchenhistoriker ihren Wahrheitsgehalt und stufen die vermeintliche Päpstin Johanna als fiktive Figur ein. Soll etwa eine Frau die ganze katholische Kirche an der Nase herum geführt haben?
So umstritten das Thema, so steinig war auch der Weg vom Buch zum Film. Zunächst sollte nicht Sönke Wortmann (Das Wunder von Bern, Deutschland. Ein Sommermärchen) den Bestseller Pope Joan von Donna Woolfolk Cross inszenieren, sondern Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff (Die Blechtrommel, Ulzhan). Doch als dieser in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung Kino-TV-Mischprodukte kritisierte, wurde er von der Produktionsfirma Constantin kurzerhand vor die Tür gesetzt. Auch die von Schlöndorff favorisierte Hauptdarstellerin Franka Potente sollte fortan nicht mehr in die Kutte der Johanna steigen. Die Rolle der Päpstin wurde stattdessen mit Johanna Wokalek (Nordwand, Der Baader Meinhof Komplex) besetzt.
Soviel zum Drumherum des Films, das allerhand Wirbel auslöste und dem Erfolg des Films nur zuträglich sein dürfte. Aber worum geht es eigentlich genau? Sönke Wortmanns Historienepos beginnt im eiskalten Winter des Jahres 814. In ärmlichen Verhältnissen wird das Mädchen Johanna als drittes Kind geboren. Die Liebe zum Wissen scheint ihr in die Wiege geworden zu sein. Sie lernt schnell und begierig, auch wenn ihr Vater, der Dorfpriester (Iain Glen), ihr jegliche Bildung verwehrt und nur seine beiden Söhne Matthias (Sandro Lohmann) und Johannes (Jan-Hendrik Kiefer) unterrichtet. Als Johanna ihren Bruder Matthias überredet, ihr heimlich Lesen, Schreiben und Latein beizubringen, ist das der Beginn einer langen Odyssee eines Lebens, indem sie immer wieder sich und ihre wahre Identität verstecken muss. Frauen waren nicht für die Schulbank bestimmt, sondern zum Kinder gebären und für den Haushalt zuständig. Nur Männer durften in den Genuss von Bildung kommen.
Doch Johanna lehnt sich auf: Gegen den strengen Vater, gegen die Regeln der Kirche, für ihre Überzeugung und ihren Glauben. Sie spürt, dass ihre Bestimmung eine andere ist, dass Gott ihr einen anderen Weg weist. Doch der Preis dafür ist hoch. Auf ihrem langen Weg trifft sie immer wieder Menschen, die ihre Klugheit und geistige Schärfe anerkennen und ihr weiterhelfen. Sie schafft es auf die Domschule, wo sie Graf Gerold, einen Edelmann am Hofe des Bischofs (David Wenham), kennen und lieben lernt. Als der Krieg ausbricht, tritt sie unter dem Namen Bruder Johannes als Mann verkleidet ins Benediktinerkloster Fulda ein. Mehrere Jahre lebt sie als heilkundiger und geachteter Medizinmann. Als ihre wahre Identität droht, aufgedeckt zu werden, flieht sie nach Rom. Dort trifft sie Graf Gerold wieder und bemerkt, dass sie eines nicht länger verleugnen kann: ihre Liebe.
Immer weiter steigt Johanna an der Seite des Papstes in der kirchlichen Hierarchie auf, immer größer wird die Gefahr der Entdeckung und immer stärker spürt sie, dass sie sich entscheiden muss: Will sie ihr Herz Gott schenken oder einem Mann? Als Papst Sergius (John Goodman) stirbt, wird Johanna zu seinem Nachfolger gewählt. Schnell hat sie das Volk auf ihrer Seite, für das noch nie zuvor ein Kirchoberhaupt so viel getan hat. Doch Johanna hat auch Neider und Feinde, die ihr eines Tages zum Verhängnis werden.
Ob nun wahr oder fiktiv, eins steht fest: Die Päpstin ist alles andere als ein langweiliger Historienschinken. Was hier gezeigt wird, ist der grandiose Triumph einer Frau in einer patriarchalischen Gesellschaft, Johannas Emanzipation gegenüber der Kirche aber auch gegenüber einem Mann, den sie liebt. Ein Kampf, den sie in 148 Minuten bravourös meistert und der jede Minute ohne Längen sehenswert ist.
CAST & CREW
Regie: Sönke Wortmann
Drehbuch: Donna Woolfolk Cross, Heinrich Hadding, Sönke Wortmann
Kamera: Tom Fährmann
Schnitt: Hans Funck
Musik: Marcel Barsotti
Hauptdarsteller: Johanna Wokalek, Anatole Taubmann, John Goodman, Jördis Triebel, David Wenham
Homepage:
http://www.die-paepstin.de
Quelle: kino-zeit.de
Tags: Kino, Programmvorschau
26.10.09
Gladiatoren gesucht
Regensburger Althistoriker starten experimentelles Projekt zu Ernährung und Training römischer Gladiatoren
Unter den Studenten der Uni Regensburg werden noch Freiwillige gesucht, die bereit sind sich einem intensiven Training zu unterziehen und einen strikten Ernährungsplan einzuhalten.
Mit dem originalgetreuen Nachbau einer antiken römischen Galeere und zwei Fußmärschen in Legionärsausrüstung - 2004 über die Alpen und 2008 an der Donau entlang von Carnuntum (Niederösterreich) nach Regensburg - konnten Historiker der Universität Regensburg schon bundesweit auf sich aufmerksam machen. Am Dienstag, den 20. Oktober 2009, fiel auf dem Regensburger Campus der Startschuss für ein weiteres Projekt aus dem Bereich der Experimentellen Archäologie. Organisiert wird es abermals von Mitarbeitern des Lehrstuhls für Alte Geschichte der Universität Regensburg. Im Rahmen des Forschungszentrums "Region im Umbruch" (RIU) nehmen die Organisatoren dabei ein weiteres bekanntes Thema der antiken Welt näher unter die Lupe: die Gladiatoren. Gleich zwanzig originalgetreu nachgebildete Gladiatorenausrüstungen wurden der Universität Regensburg in diesem Zusammenhang durch einen großzügigen Spender, den Unternehmer Hans Schaller aus Pfaffenhofen an der Ilm, überreicht.
Historischer Hintergrund:
Wie kaum ein anderes Thema der Altertumswissenschaften ist die Geschichte der römischen Gladiatoren mit Klischees behaftet, welche die historische Realität in vielerlei Hinsicht verfälschen. Zwar waren die munera, also die Veranstaltungen, in deren Rahmen Gladiatorenkämpfe ausgetragen wurden, eine Form der Massen-Unterhaltung. Oftmals wird aber außer Acht gelassen, dass diese Form des Spektakels auf religiösen Ritualen der Etrusker fußt, die ursprünglich außergewöhnliche Ehrerbietungen für Verstorbene darstellten. Zudem ist die Geschichte der Gladiatur mit einem außergewöhnlichen Prozess der Professionalisierung verbunden, der wiederum eng mit der politischen Entwicklung Roms zusammenhängt.
Die einstige Begräbnissitte wandelte sich erst im Laufe der Zeit zu einem Bestandteil der PR-Kampagnen römischer Staatsmänner wie Caesar. In der Kaiserzeit wurden Gladiatorenkämpfe dann in nahezu allen Teilen des expandierenden Imperium Romanum eingeführt. Gladiatorenkämpfe wurden zu einem festen Bestandteil der antiken römischen Zivilisation. Während zunächst Kriegsgefangene und Sklaven zu solchen Kämpfen gezwungen wurden, zog das Leben als Gladiator in der Folge auch Angehörige der römischen Oberschicht an. Etliche vornehme Römer gaben ihren sozialen Rang auf, um dem Kreis derjenigen anzugehören, die in den Arenen des Reiches die munera austrugen. Mit brutalen und ohne jegliche Regeln ausgefochtenen Kämpfen, wie es die modernen Medien unserer Zeit suggerieren, hatten die munera darüber hinaus nur selten etwas gemein.
Obwohl sie eigentlich auf der untersten sozialen Ebene angesiedelt waren, genossen die hervorragend ausgebildeten und medizinisch bestens versorgten Gladiatoren in der römischen Gesellschaft mitunter den Status von Idolen; durchaus vergleichbar mit modernen "Super-Stars". Verbunden mit der aufwendigen medizinischen Versorgung dieser "Super-Stars" war ein abgestimmter Ernährungsplan, der genauso wie die Behandlung der Gladiatoren streng wissenschaftlichen Kriterien folgte. Beides fand Eingang in die Ausbildung des antiken römischen Heeres und leistete so einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung der Medizin des Abendlandes bis in die Frühe Neuzeit hinein.
Zielsetzung und Zeitplan des Projekts:
Genau diese wissenschaftlichen Entwicklungen werden im Zentrum des neuen Projekts der Regensburger Wissenschaftler stehen. Ausgehend von der Frage, ob es möglich ist, aus einem Menschen des 21. Jahrhunderts einen Gladiator nach antikem Vorbild zu machen, sollen diese medizinischen, ernährungswissenschaftlichen und sportwissenschaftlichen Aspekte vor dem Hintergrund antiker Quellen untersucht werden.
Nach der Übergabe der Gladiatorenausrüstungen durch den Unternehmer Hans Schaller wird es in den nächsten Wochen darum gehen, Probanden für das geplante Projekt zu finden. Gesucht werden männliche Studierende der Universität Regensburg zwischen 20 und 30 Jahren, die sich zunächst einem intensiven Kraft- und Bewegungstraining stellen müssen und im Umgang mit der schweren Ausrüstung geschult werden. Darüber hinaus wird auf der Grundlage antiker Quellen - allen voran den Ausführungen des antiken Arztes Galen - ein detaillierter Ernährungsplan aufgestellt, der den Probanden ein hohes Maß an Disziplin abverlangen wird. Zielpunkt des Projekts, dessen Ausgang zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund der hohen Anforderungen an die Beteiligten völlig offen scheint, ist ein längerer Aufenthalt im Amphitheater in Carnuntum. In diesem Zusammenhang werden die Probanden einen Monat lang leben und trainieren wie antike Gladiatoren.
Das Projekt könnte neben einem tieferen Verständnis für die Lebensumstände der Gladiatoren auch weitere Erkenntnisse für die Ernährungswissenschaft, die Sportwissenschaft und die Sportmedizin liefern. Gerade deshalb werden die verschiedenen Phasen des Projekts auch von Mitarbeitern des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Regensburg begleitet.
Quelle: archaeologie-online.de
Römermarsch: Leiden für die Wissenschaft
Römermarsch: Leiden für die Wissenschaft,Heldenhaft, todesmutig und vor allem sehr zäh - die Soldaten der alten Römer mussten ganz schön viel aushalten. Und der Respekt vor den Leistungen der Legionäre wächst noch mehr, wenn man für ein paar hundert Kilometer in ihre Rolle schlüpft.
Tags: Antike, Dokumentation, Forschung, Roemer, Waffen








