Während des Dreißigjährigen Krieges wird auch das protestantische Magdeburg belagert. Etwa 30.000 Menschen sind in der Stadt eingeschlossen. Ihnen steht ein etwa gleich großes Heer gegenüber. Es besteht aus ungarischen, kroatischen, polnischen, italienischen, spanischen, französischen und deutschen Söldnern, die für den katholischen Kaiser kämpfen und seit Jahren nichts anderes mehr kennen als den Krieg. Sie sind nicht aus Überzeugung oder Frömmigkeit in diesen Glaubenskrieg gezogen, sondern um Beute zu machen. "Der Krieg ernährt den Krieg" heißt die Regel. Zahlen die besetzten Gebiete keine Kontribution, werden sie zur Plünderung freigegeben. Zurück bleiben zerstörte Landschaften, abgebrannte Höfe und Dörfer. In den frühen Morgenstunden des 20. Mai 1631 wird das Signal zum Angriff auf Magdeburg gegeben. In nur vier Tagen wird die stolze Hansestadt restlos vernichtet. 20.000 Einwohner werden von der anstürmenden Soldateska niedergemetzelt oder sterben einen qualvollen Tod in den Flammen einer sich ausbreitenden Feuersbrunst.
18.03.08
1631 - Das Massaker von Magdeburg
08.03.08
Die großen Schlachten – making of ...
Hier ist ein Kleines making of... Video von der Dokumentationsreihe "Die großen Schlachten"
07.03.08
1813 - Die Voelkerschlacht bei Leipzig
Unsere Geschichte ist mit Blut geschrieben. Seit jeher führt der Mensch Kriege gegen seinesgleichen. Soldaten und Zivilisten dienen dabei stets als anonymes Kanonenfutter - glorreiche Siege werden unter dem Namen der stolzen Heerführer verewigt. Das Erste macht damit jetzt Schluss: "Wir erzählen die Schlachten ,von unten‘", betont Regisseur Hannes Schuler (40). "Unser Blickwinkel auf die Gefechte stammt von den einfachen Soldaten. Wir sind in der glücklichen Lage, dass uns dafür Originalberichte der Männer zur Verfügung stehen, die in diesen Schlachten gekämpft haben. Damit erhalten die Filme eine ganz eigene Qualität." Bei den Dreharbeiten achtete man auf Genauigkeit. Besonders das Nachbilden der Uniformen sorgte bei Kostümdesignerin Manuela Samson für Kopfzerbrechen: "Am schwierigsten war es, die alten Uniformen zu komplettieren. Auf den historischen Fotos konnte man oftmals die vielen Details nicht erkennen.
Info: Die Zahl der Todesopfer betrug ca. 110000. Bis zum Ersten Weltkrieg war dies die größte Schlacht, die je in Europa stattgefunden hatte.
19.02.08
1529 - Die Türken vor Wien
Mit einem gigantischen Heer belagert Suleiman der Prächtige im Jahr 1529 Wien, den "goldenen Apfel" der Christenheit. Die Belagerten haben kaum eine Chance, den Angreifern zu widerstehen. Doch bei der Erstürmung der Stadtmauern kommt den Eingeschlossenen der Zufall zu Hilfe. Der Schutt des gesprengten Tores fällt nach außen und macht ein Eindringen in die Stadt unmöglich: Wien ist gerettet.
m Jahr 1529 bedroht eine gigantische türkische Streitmacht Wien. 150.000 Mann haben sich Anfang Mai unter der Führung von Suleiman dem Prächtigen in Konstantinopel auf den Weg gemacht. Am 21. September erreichen sie Wien, den "goldenen Apfel" der Christenheit. Wenige Tage später ist die Stadt eingeschlossen. Suleiman fordert Wien zur Kapitulation auf. Um seiner Drohung Nachdruck zu verleihen, plündern seine Truppen die umliegenden Ortschaften, deren Einwohner versklavt oder zu Tode gefoltert werden. Wien ist auf sich allein gestellt, und die Übermacht ist erdrückend. Nur 20.000 im Kampf erprobte Söldner halten sich in der Stadt auf. Es beginnt eine dreiwöchige Belagerung. Heimlich graben die Angreifer Tunnel, um die Stadtbefestigung zu unterminieren und mit Hilfe von Schwarzpulverladungen zum Einsturz zu bringen. Aber der Plan wird vereitelt. Am 12. September berät sich Suleiman mit seinen Anführern. Die Versorgungslage ist schlecht, die vom Regen völlig aufgeweichten Wege erschweren den Nachschub. Doch vor dem Winter soll ein letzter Angriff gewagt werden. Am 14. Oktober gelingt es den Türken, eine große Bresche ins Kärntnertor zu schlagen - Wien scheint besiegt. Aber der Schutt des gesprengten Tores fällt nach außen und macht die Erstürmung unmöglich. Suleimans Janitscharen brechen den Angriff ab. Wien ist gerettet. In der Nacht zum 15. Oktober beginnt der Abzug des gigantischen Heeres.
Mit aufwändig nachgestellten Szenen und einzigartigen historischen Dokumenten beschreibt die Dokumentation eine Schlacht, die zum Mythos geworden ist. Seit der erfolgreichen Verteidigung Wiens im Jahre 1529 galt die Stadt als Europas Bollwerk gegen die türkisch-islamische Gefahr. Die Erfahrungen der Verteidiger Wiens prägten das europäische Türkenbild für mehrere Jahrhunderte.