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17.07.13

Bad Kreuznach kreativ - 30 Jahre danach

30 Jahre nach der Ausstellung "Bad Kreuznach kreativ",die eine außergewöhnliche Resonanz hatte, gibt es nun ein Remake

Quelle: cruciniacum.eu

17.08.12

Steinskulpturenmuseum Fondation Kubach-Wilmsen in Bad Münster am Stein

Das 2010 eröffnete Gebäude ist das einzige zeitgenössische Steinskulpturenmuseum der Welt. In der Weinlandschaft des Nahetals mit Blick auf den Rotenfelsen, die Ebernburg, Norheim und den Rheingrafenstein hat es seinen Platz gefunden. VideoQuelle: koertes / http://www.cruciniacum.eu

13.08.12

XV. Römertage auf der Villa Borg (04.08.2012)

Am 04.08.2012 - 05.08.2012 fanden die XV. Römertage im Archäologiepark Römische Villa Borg statt.Händler, Handwerker, Militär schlugen auf dem Villengelände ihr Lager auf und präsentieren die antike Lebensart. Quelle: http://www.cruciniacum.eu

26.10.09

Asterix feiert 50. Geburtstag

Wir schreiben das Jahr 1959 nach Christus. Die ganze Welt ist von einem staubigen Geschichtsbild der römischen Antike besetzt. Die ganze Welt? - Nein! Zwei unbeugsame Comic-Autoren - der Texter René Goscinny und der Zeichner Albert Uderzo - erfinden Asterix. Seitdem begeistert er Millionen Comic-Fans in aller Welt, aber auch Geschichts- und Lateinlehrer.

Dabei wäre Asterix fast ein Fuchs geworden. Denn als Goscinny und Uderzo 1959 für die gerade entstehende Zeitschrift "Pilote" eine Comicgeschichte entwickeln, soll sich die Geschichte zunächst um "Le Roman de Renard" drehen - zu Deutsch Reinecke Fuchs. Doch als sie erfahren, dass ein anderer Autor bereits eine ähnliche Idee hat, entwickeln sie Asterix und seine unbeugsamen Gallier-Freunde. In der Erstausgabe der "Pilote" startet auf Seite 20 das Abenteuer "Asterix der Gallier" und ist sofort ein Renner. Alea jacta est. (lat.: Der Würfel ist gefallen.)

Fehlstart in Deutschland

Dabei entspricht Asterix mit seiner gedrungenen Figur, der großen Nase und dem Flügelhelm eigentlich gar nicht den Klischees der Zeit, wie ein Comic-Held auszusehen hat. Doch Texter Goscinny überzeugt seinen Compagnon Uderzo davon, dass Asterix anders sein muss: "Ich wollte einen Antihelden", erzählte Goscinny über die Entstehung von Asterix, "einen kleinen Kerl. Asterix sollte ein Knirps sein, so wahrnehmbar wie ein Satzzeichen. Es war mir wichtig, dass die Figur in sich drollig war." Asterix ist nicht der durchgestylte Comic-Held und das macht ihn erfolgreich. Veni, vidi, vici! (Lat.: Ich kam, sah und siegte!)

Mit dem Zaubertrank kommt man durch das ganze Land

Schnell macht Asterix auch über die Grenzen Frankreichs hinaus von sich reden. Und so sichert sich der deutsche Fix-und-Foxi-Verleger Rolf Kauka 1965 die Asterix-Rechte. Er versucht den Gallier im Comicheft "Lupo" zu germanisieren, nennt Asterix Siggi, macht aus Obelix Barbarras, aus Gallien West-Germanien und aus den Römern Kaugummi kauende US-Boys. Die plumpen Bezüge zur aktuellen Politik der 60er nehmen den Geschichten mit ihren vielen Anspielungen und ausgefeilten Wortspielen den Esprit, der Witz ist weg. Morituri te salutant (lat.: Die Todgeweihten grüßen Dich.)

Doch Goscinny und Uderzo retten ihren Helden und ziehen die Rechte zurück. Erst fast zehn Jahre nach dem Start in Frankreich erscheint 1968 das erste authentische Asterix-Heft "Asterix der Gallier" in korrekter Übersetzung in Deutschland. Doch der unbeugsame Gallier erobert sich flankiert von zwei Kino-Auftritten, darunter der Klassiker "Asterix und Kleopatra" auch hier sehr schnell eine große Fangemeinde. Nunc est bibendum (lat.: Nun muss getrunken werden.)

Ein Antiheld auf Erfolgskurs

Asterix überzeugt durch innere Werte: Er ist listig, schlau, mutig, manchmal aber auch etwas dickköpfig und streitsüchtig. An seiner Seite steht sein starker und dicker - "Wer ist hier dick?!!" - Verzeihung - untersetzter Freund Obelix, den nichts umwerfen kann - bis auf einen Kuss der hübschen Falbala. Obelix ist deswegen so stark, weil er als Kind in den Topf mit Zaubertrank gefallen ist, der übermenschliche Kräfte verleiht und den der Druide Miraculix regelmäßig braut, wenn die Römer mal wieder verhauen werden wollen. Mithilfe des Zaubertranks bestehen die Gallier auch die kniffligsten Abenteuer von Ägypten bis Britannien, von Germanien bis Amerika. Non licet omnibus adire Corinthum. (lat.: Es ist nicht jedem vergönnt, Corinth anzulaufen.)

Erfolgsgeheimnis: Liebe zum Detail

Was macht den Reiz der Asterix-Geschichten aus? Da ist zum einen die witzige Idee, die wirklichen Verhältnisse durch den Zaubertrank einfach umzudrehen - hochgerüstete Römer und skrupellose Piraten haben plötzlich Angst vor den Galliern. Zum anderen überzeugen die Geschichten durch ihre Detailfülle und die liebevoll ausgearbeiteten Konturen aller Mitwirkenden. So ziehen beispielsweise Anspielungen und Bezüge zu gängigen Klischees die Bewohner der besuchten Länder liebevoll durch den Kakao. Auch viele Römer sind nicht einfach böse, sondern meist eher einfältig, überheblich oder träge und auch deswegen chancenlos. Sic transit gloria mundi (lat.: So vergeht der Ruhm der Welt.)

Goscinny stirbt mit nur 51 Jahren

Gerade ist "Asterix bei den Belgiern", als während der Arbeiten an diesem Band 1977 Goscinny überraschend mit nur 51 Jahren stirbt. Damit verliert Asterix den genialen Erzähler, Goscinnys Ideen und feinsinnige Sprache. In der Folge bringt Zeichner Uderzo weitere Asterix-Abenteuer heraus. Doch der Verlust ist den Geschichten deutlich anzumerken. Qualis artifex pereo! (lat.: Welch Künstler scheidet mir dahin!)

Asterix macht Comics salonfähig

Nach 50 Jahren hat sich Asterix nicht nur einen festen Platz in vielen Kinderregalen erobert, sondern der intelligente Humor der Hefte hat Comics insgesamt salonfähig gemacht. Schulen vermitteln den Stoff mit seiner Hilfe, ob im Latein-, Französich-, Griechisch- oder im Geschichtsunterricht. Sogar Museen widmen ihm große Ausstellungen. Seine Abenteuer wurden in mehr als 100 Sprachen und Dialekte übersetzt, darunter sächsisch, schwäbisch und bayerisch. Und so macht Hans Well von der Biermösl Blosn dann aus "Streit um Asterix" "Graffd wead".

Quelle: br-online.de

Das Judentum - Die Religion der Feste und Feiern

Pessach, Chanukka, Versöhnungstag und Laubhüttenfest sind für die meisten Nichtjuden heute bloß noch exotische Begriffe. Dabei haben die Feste der Juden das Beten, die Liturgie und den Kalender ihrer christlichen Mitbürger entscheidend geprägt.


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16.10.09

Neues Museum wird wieder eröffnet

Ägyptische Sammlung mit weltberühmter Büste von Nofretete zu sehen

Nach mehr als 70 Jahren wird am 17. Oktober das Neue Museum auf der Berliner Museumsinsel wiedereröffnet. Nach der feierlichen Übergabe am Vorabend durch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kann dann das Publikum die ägyptische Sammlung mit der weltberühmten Büste der Königin Nofretete sowie das Museum für Vor- und Frühgeschichte besuchen. Zum Auftakt am Wochenende gibt es zwei Tage der offenen Tür mit freiem Eintritt.


Quelle: Phoenix.de


Neues-museum



Wer es nicht einrichten kann, am Wochenende nach Berlin zu reisen, kann schon mal einen virtuellen Rundgang durch das Neue Museum und die Museumsinsel machen.



Museumsinsel(Flash-Animation)

05.09.09

Bad Kreuznacher Römerhalle wird zeitgemäßer

FÖRDERMITTEL Kein Lesen von Tafeln mehr, Besucher soll aktiv werden / Land bezuschusst neues Konzept

Das Konzept der Römerhalle, eröffnet vor 25 Jahren, soll den aktuellen Ansprüchen des Museumsbesuchers angepasst werden. In vier Teilschritten werden Veränderungen in der Dauerausstellung vorgenommen, es wird Mitmachstationen geben, an denen der Besucher selbst auch aktiv gefordert und spielerisch Wissen vermittelt wird. So zum Beispiel zu Baumaterial, der Heizungsanlage, dem Leben der reichen wie der armen Römer, dem Militär und natürlich den Mosaikböden. Der Museumsverband Rheinland-Pfalz war 2007 an die Stadt und Dr. Angela Nestler-Zapp, Direktorin der Museen im Rittergut Bangert, mit der Frage einer Konzepterarbeitung für die Umgestaltung herangetreten.

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Mainz, hat der Stadt die finanzielle Förderung für eine Neugestaltung und Erweiterung der ständigen Ausstellung in der Römerhalle zugesagt. Die Römerhalle ist eines von vier Museen in Rheinland-Pfalz, die eine mehrjährige Projektförderung aus Landesmitteln erfahren. "Diese Förderung macht auch den Stellenwert deutlich, welchen die Römerhalle und die römische Villa für die römische Vergangenheit unseres Bundeslandes besitzen", betonten Kulturdezernentin Helga Baumann und Nestler-Zapp.

Insgesamt werden 189 000 Euro in die Umgestaltung gesteckt, 50 000 davon trägt die Stadt. Im Rahmen der Förderung des "Kulturerbes der Region" ist die Umsetzung des Projektes auf vier Jahre ausgerichtet. Sie erfolgt in jährlichen Teilprojekten, der erste Schritt "Baugeschichte der römischen Villa von Bad Kreuznach" beginnt noch 2009.

Heidi Schumacher, Abteilungsleiterin Kultur im Ministerium, betonte, dass die Tourismus-Strategie 2015 des Landes die Kultur als Basis der vier Förderschwerpunkte Wandern, Radwandern, Weinbau und Wellness angesehen wird. Unter der Dachmarke "Römer, Ritter und Romantiker", so Schumacher, werden Projekte gefördert, von denen man sich eine Belebung einer ganzen Region verspreche. Vor allem "Schlecht-Wetter"-Angebote seien im Land für die Touristen noch nicht so üppig gesät. Die kulturelle Bedeutung der römischen Villa, die aufgrund des Villentyps, der Größe der Anlage, des Baukonzeptes und der Prachtentfaltung beim Innenausbau herausragendes Beispiel römischer Villenbaukunst nördlich der Alpen ist, wurde bei der Antragstellung als Alleinstellungsmerkmal bewertet. Auch die Sammlung von Soldatengrabsteinen des Gräberfeldes von Bingerbrück aus dem 1. Jh. nach Christus sowie das spätantike Kastell von Kreuznach werden wichtige Themen der Neugestaltung sein. Ziel ist die zeitgemäße Aufbereitung und Präsentation der Exponate, wobei das Kulturerlebnis und das generationsübergreifende Lernen für die Besucher im Vordergrund stehen. Archäologische Befunde sollen lesbar und somit als Identifikationsmerkmal der Region Rheinland-Pfalz als ehemaliges römisches Territorium verwertbar gemacht werden.

Ein Team wird das Projekt, dessen wissenschaftliche Leitung in Händen von Dr. Angela Nestler-Zapp liegt, umsetzen: Sibylle von Roesgen M.A., (v.roesgens kulturmanagment, Heidesheim), Alfred Engler (arts + media, Mainz), Dr. Karin Drda-Kühn (media k, Bad Mergentheim), sowie Dr. Sabine Hornung M.A., Mainz. Unterstützung hat auch Landes-Archäologe Dr. Gerd Rupprecht zugesagt. "Durch die Förderung wird für die Römerhalle ein zeitgemäßer Standard der Präsentation erarbeitet. Sie birgt einzigartige Schätze, aber sie allein reichen nicht, um Besucher anzuziehen, es muss auch der Ausstellungsstandard den heutigen Anforderungen entsprechen", so Kulturdezernentin Baumann. Derzeit werden in der Römerhalle jährlich 13000 bis 14 000 Besucher gezählt. Nester-Zapp betont, dass die Zahl gesteigert werden soll, "die Einrichtung hätte mehr als doppelt so viele Besucher verdient."

Quelle: allgemeine-zeitung.de

16.07.09

Top 2000

Goede muziek kunnen we allemaal wel waarderen. Dus wellicht kan ik jullie verblijden met de Top 2000 op deze zonnige middag.

"Gute Musik, die wir alle schätzen. Vielleicht erfreuen Sie ich mit den Top 2000 auf diesem sonnigen Nachmittag."

Trackname
1. Queen - Bohemian Rhapsody
2. Eagles - Hotel California
3. Deep Purple - Child In Time
4. Led Zeppelin - Stairway to heaven
5. Meat Loaf - Paradise By The Dashboard Light
6. Beatles - Yesterday
7. John Lennon - Imagine
8. Rolling Stones - Angie
9. Simon and Garfunkel - Bridge Over Troubled Water
10. Procol Harum - A whiter shade of pale
11. Beatles - Hey Jude
12. Doors - Riders on the Storm
13. Animals - House of the Rising Sun
14. Billy Joel - Goodnight Saigon
15. Moody Blues - Nights in white satin
16. Abba - Dancing Queen
17. Pink Floyd - Another brick in the wall
18. U2 - Sunday bloody Sunday
19. John Miles - Music
20. Dire Straits - Sultans Of Swing
21. Eric Clapton - Tears In Heaven
22. Rolling Stones - (I Can't Get No) Satisfaction
23. Golden Earirng - Radar Love -
24. Alan Parson's Project - Old and wise
25. R.E.M. - Losing my religion
26. Supertramp - School
27. Beatles - Let It Be
28. Dire Straits - Brothers In Arms
29. Rolling Stones - Sympathy For The Devil
30. Queen - Who wants to live forever
31. REM - Everybody Hurts
32. Klein Orkest - Over de muur
33. Rolling Stones - Paint It Black
34. Toto - Africa
35. Abba - The winner takes it all
36. Wim Sonneveld - Het Dorp
37. Elton John - Candle in the wind (Englands rose)
38. Marillion - Kayleigh
39. Bob Marley - No Woman No Cry
40. Boudewijn de Groot - Testament
41. Celine Dion - My heart will go on
42. 10cc - I'm Not In Love
43. Golden Earring - When the lady smiles
44. Acda en De Munnik - Niet Of Nooit Geweest
45. Bryan Adams - Summer of '69
46. Art Garfunkel - Bright Eyes
47. Bette Midler - The Rose
48. Bruce Springsteen - The river
49. Simon & Garfunkel - The sounds of silence
50. Abba - Thank You For The Music
51. U2 - With Or Without You
52. Beach Boys - Good Vibrations
53. ACDC - Whole Lotta Rosie

und viele mehr.......

Quelle: biertijd.com

Link:
Top 2000

26.06.09

Eine Ente wird 75 – Donald Duck zum Geburtstag

Er tauchte zum ersten Mal am 9. Juni 1934 in einem Trickfilm auf: Donald Duck. Eine der meistgeliebten Figuren der Comicwelt. Etwas tollpatschig, ein wenig leichtsinnig und zugleich cholerisch veranlagt – und dabei doch nur auf der Suche nach Harmonie und ein bisschen Glück. Am liebsten verbringt Donald Duck seine Zeit in der Hängematte. Eine liebevolle Ente, die nun auf 75 Jahre großer und kleiner Abenteuer zurückblicken kann.
Wie hat sich das Geschöpf des großen Comiczeichners Carl Barks entwickelt? Wie wurde die Ente zu solch einer erfolgreichen Figur?


11.06.09

Petition zum Schutz des Kulturerbes unter Wasser

Deutschland hat UNESCO Konvention von 2001 bisher nicht ratifiziert

Eine Petition soll nun den Schutz des maritimen kulturellen Erbes auf der Tagesordnung der Politik weiter nach oben rücken.


Bereits 2001 hat die UNESCO eine Konvention beschlossen, durch die das Kulturerbe auf dem Grund des Meeres, von Seen und Flüssen vor Plünderung und Zerstörung geschützt werden soll. Nach der Ratifizierung durch 20 Staaten trat die Konvention Anfang des Jahres in Kraft. Deutschland allerdings ist nicht dabei - acht Jahre nach dem Beschluss hat Deutschland die Konvention noch immer nicht ratifiziert.

Die UNESCO-Konvention soll sicherstellen, dass es keine private und kommerzielle Ausbeutung von Unterwasserfundstellen gibt. Das vermindert das Interesse der Schatztaucher, da weltweit die Grauzonen verschwinden, in denen sie operieren können.

Durch den Artikel 11 der Konvention wird geregelt, daß Schiffskapitäne ihren Flaggenstaaten von unterwasserarchäologischen Aktivitäten berichten müssen. Das bedeutet in nationaler Konsequenz, dass kein Schiff unter deutscher Flagge irgendwo auf den Weltmeeren an illegalen Ausgrabungen teilnehmen darf. Dies ist ein wirksames Mittel im Kampf gegen Schatzsucher. Das ist durchaus einschlägig, denn man kann nicht die Augen davor verschließen, daß es etliche Unternehmen und Privatleute gibt, die von deutschen Schiffen aus an der Plünderung der Weltmeere teilnehmen.

Schon seit geraumer Zeit hat die Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Unterwasserarchäologie (DEGUWA)versucht, Politiker dazu zu bewegen, das Thema auf die politische Tagesordnung zu bringen - bislang allerdings ohne großen Erfolg. Nun will die DEGUWA eine Petition beim Bundestag einreichen mit dem Ziel, dass Deutschland als Kulturnation endlich seine Rolle zum Schutz des kulturellen Erbes in den Weltmeeren wahrnimmt.

Nachdem zunächst Unterschriften in fachwissenschaftlichen und Tauchsportkreisen gesammelt wurden, soll seit Anfang des Jahres eine breitere Öffentlichkeit für das Thema gewonnen werden. Bis Ende Juni hat man noch Gelegenheit, die Petition durch eine Unterschrift zu unterstützen. Unterschriftenmappen liegen in den unten angegebenen Institutionen* aus. Sie können auch die Unterschriftenmappe (PDF) herunterladen, ausdrucken und mit möglichst vielen Unterschriften rechtzeitig an die DEGUWA übergeben. Weitere Informationen erhalten Sie unter info(at)deguwa.org

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* Arbeitskreis Historischer Schiffbau, Deutsches Binnenschifffahrtsmuseum in Duisburg, Deutsches Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven, Institut für Altertumswissenschaften in Frankfurt, Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte Bremen, Institut für Ur- und Frühgeschichte in Kiel, Institut für Geschichtswissenschaften Berlin, Institut für Ur- und Frühgeschichte in Mainz, Institut für Ur- und Frühgeschichte in Greifswald, Römisch-Germanische Kommission in Frankfurt, Verband Deutscher Sporttaucher
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ExterneLinks und Dateien:


petition_kulturerbe-uw_unterschriftenmappe.pdf



Text der UNESCO Konvention



UNESCO-Video über die Konvention zum Schutz des Kulturerbes unter Wasser



Hamburger Erklärung zum Schutze kulturellen Erbes unter Wasser



Die UNESCO und der ungleiche Kampf für den Schutz des Unterwasserkulturerbes. Artikel von Dr. Ulrike Koschtial (UNESCO), die für die Konvention veranwortlich zeichnet



Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Unterwasserarchäologie

04.06.09

David Carradine ist gestorben.

Der "Kill Bill"-Star wurde in seinem Hotel in Bangkok tot aufgefunden

Der legendäre Schauspieler David Carradine ist gestorben. Sein Agent Chuck Binder teilte dem Fernsehsender "ABC" mit, dass der 72-Jährige am Donnerstagmorgen thailändischer Zeit tot in seinem Hotel in Bangkok aufgefunden wurde. Die Filmcrew wollte abends zuvor gemeinsam essen gehen und wunderte sich über seine Abwesenheit. Am nächsten Morgen wollte ein Produzent nach dem Rechten schauen und entdeckte den Schauspieler tot auf seinem Hotelbett.

Chuck Binder sagte weiter, dass er davon ausgehe, dass der Darsteller eines natürlichen Todes gestorben sei. Dennoch berichten mehrere amerikanische Medien, dass die thailändische Polizei die Todesursache derzeit genauer untersucht.

Eine thailändische Zeitung behauptet zudem, dass David Carradine Selbstmord begangen habe. Angeblich soll eine erste Polizeiuntersuchung ergeben haben, dass der Darsteller sich im "Swissotel Nai Lert Park" mit einer Kordel vom Vorhang erhängt habe. Zu diesem Zeitpunkt soll die gefundene Person bereits seit über zwölf Stunden tot gewesen sein und es soll keine Anzeichen eines Gewaltverbrechens gegeben haben.

Die Internetseite des Fernsehsenders "BBC" beruft sich derweil auf eine Aussage der thailändischen Polizei, in der es heißt, dass ein 72-jähriger Mann tot und sitzend im Kleiderschrank - mit einer Kordel um Hals und Genitialien - von einer Hotelangestellten aufgefunden wurde.

David war aufgrund von Dreharbeiten für seinen neuen Film "Stretch" nach Thailand gereist. Im Lauf seiner Karriere hatte er in über 100 Produktionen mitgewirkt. In den 70er Jahren machte er vor allem durch seine Rolle des Kwai Chang Caine in der TV-Serie "Kung Fu" von sich reden.

Auch seine Rolle in Quentin Tarantinos "Kill Bill" an der Seite von Uma Thurman
brachte ihm viel Lob.

Seine Ehefrau, mit der er zuletzt in Los Angeles lebte, und seine vier Kinder werden ihn - ebenso wie viele Fans - schmerzlich missen.

Quelle: gala.de


The Office David Carradine™ Website

30.05.09

Mel Brooks´ Hitler-Musical begeistert die Berliner





Das Mel-Brooks-Musical "The Producers - Frühling für Hitler" ist vom Berliner Publikum begeistert aufgenommen worden. Bei einer Voraufführung am Freitagabend feierten die Zuschauer die schräge Hitler-Parodie im Admiralspalast mit tosendem Applaus und Standing Ovations.

Hitler steht auf einer Theaterbühne in Berlin. Der offensichtlich schwule Führer, der mit zweitem Vornamen Elisabeth heißt, trägt ein glitzerndes Hakenkreuz und bewegt sich etwas unbeholfen. Um ihn herum tanzen schöne blonde Frauen, die als Reichsadler, Maßkrug oder Panzer verkleidet sind. „Braun wird's am Ufer der Spree“, singt ein großer, blonder Hüne und stimmt dann mit Inbrunst den Refrain an: „Frühling für Hitler und Vaterland“. Am Freitagabend wurde die Mel-Brooks-Musical „The Producers – Frühling für Hitler“ in einer Voraufführung zum ersten Mal auf eine deutsche Bühne gebracht – das Berliner Publikum im Admiralspalast war begeistert. Einige Zuschauer wedelten mit Brez'n-Fähnchen, die den Hakenkreuz-Flaggen aus dem Dritten Reich nachempfunden sind.

Die Geschichte der schrägen Hitler-Parodie ist schnell erzählt: Der alternde und erfolglose Broadway-Produzent Max Bialystock (Cornelius Obonya) hat eine Idee: Er will einen gigantischen Flop produzieren und sich dann mit dem Investorengeld in die Sonne absetzen. Der junge Buchhalter Leo Bloom (Andreas Bieber) soll ihm dabei helfen. Die beiden machen sich auf die Suche nach der schlechtesten Geschichte, die jemals auf einer Bühne erzählt wurde. Kafkas „Verwandlung“ wandert in den Müll.

Unterstützt werden sie bei ihrem Vorhaben von der schönen Schwedin Ulla Inga Hansen Benson Yansen Tallen Hallen Svaden Swanson – und das ist nur ihr Vorname. Fündig werden sie erst bei Franz Liebkind (Herbert Steinböck), einem bayerischen Alt-Nazi, der nach dem Krieg in die USA geflohen ist und bei dem sogar seine Tauben den rechten Flügel zum Hitlergruß heben. Er hat ein Stück geschrieben über einen „schwülen Tag in Berchtesgaden mit Adolf und Eva“. Das Musical wird mit den schlechtesten verfügbaren Schauspielern besetzt und von dem unfähigen, exzentrischen und schwulen Regisseur Roger DeBris (Martin Sommerlatte) inszeniert, der schließlich selbst als Hitler auf der Bühne stehen muss, weil sich der Hauptdarsteller das Bein gebrochen hat. Anders als erwartet wird das Stück ein riesiger Erfolg. Das Publikum hält „Frühling für Hitler“ für eine brillante Satire.

Musical basiert auf einem Film
„Ich muss sagen, dass ich keine Bedenken hatte, in einer Hitler-Komödie mitzuspielen“, sagte die weibliche Hauptdarstellerin Bettina Mönch. „Als ich das Stück zum ersten Mal in London gesehen habe, habe ich so gelacht wie in noch keiner anderen Show.“ Als Männertraum Ulla – die von ihrer Mutter vor allem die Weisheit übernommen hat: „Bist Du ein Traum vom Scheitel bis zur Sohle, zeig auch das dazwischen ungefragt“ – bringt die gebürtige Münchnerin jetzt selbst mit hervorragender Bühnenpräsenz, großem komödiantischen Talent und hart antrainiertem schwedischen Akzent die Zuschauer zum Lachen. „Es ist eine tolle Rolle und ein Traum für mich, bei diesem Stück dabei zu sein“, sagte sie. Anstrengend sei die Arbeit aber auch:„Man muss sich genau an die Rhythmen halten, damit die Pointen funktionieren. Allein körperlich ist das schon sehr anstrengend.“

Das Musical basiert auf einem Film des amerikanischen Komikers Mel Brooks aus dem Jahr 1968. Im vergangenen Jahr war eine Neuversion mit Uma Thurman in den Kinos zu sehen. Am New Yorker Broadway, wo das Musical 2001 zum ersten Mal auf die Bühne kam, wurde es zu einer der erfolgreichsten Shows der vergangenen 30 Jahre. Ganze zwölf Mal wurde es mit dem Musical-Preis „Tony Award“ ausgezeichnet. Auch im Londoner West End feierte die Show große Erfolge. In Wien wurde das Stück 2008 erstmals in deutscher Übersetzung aufgeführt, brachte es dort aber offenbar nicht zum erhofften Publikumsrenner. Die Produktion wurde vorzeitig vom Spielplan genommen.
Zwar büßt das Musical durch die Übersetzung etwas an Sprachwitz ein, trotzdem war das Berliner Publikum hingerissen von der durchweg tollen Leistung der Darsteller – allen voran Obonya und Mönch. Auch Nazi-Darsteller Steinböck erntete begeisterten Applaus.
Der 82-jährige Brooks, Sohn jüdischer Immigranten, der sowohl Text als auch die Musik geschrieben hat, hatte Berlin im Vorfeld der Aufführung als „natürlichsten Ort in Deutschland für diese Show“ bezeichnet. In München, so glaubt er, könnten viele mit seinem Humor nichts anfangen. In der Hauptstadt sei das anders. „Berlin funktioniert, Berlin ist hip. Ich weiß, dass die Berliner den Plot verstehen“, sagte er. Zumindest in diesem Punkt gaben die Zuschauer ihm recht.

„The Producers“ ist noch bis zum 19. Juli in der Hauptstadt zu sehen, die offizielle Deutschlandpremiere war am 7. Mai.

Quelle: morgenpost.de

24.02.09

Das Rätsel um das zweite Bild

Das Gemälde "David und Goliath"

Als echter Michelangelo wurde es an Ludwig XIV. verschenkt, tatsächlich war es von Daniele da Volterra: Das Gemälde "David und Goliath" entstand vor über vier Jahrhunderten und birgt auch heute noch zahlreiche Geheimnisse. Das doppelseitige Bild verwischt die Grenzen zwischen Malerei und Skulptur und spiegelt das Verlangen wider, Bewegung bildlich darzustellen. Dieses Verlangen gibt es schon lange. Aus ihm entstand die Filmkunst. Hat Daniele da Volterra bereits davon geträumt? War sein Vorgehen rein formaler Natur oder wollte er seinem Freund und Meister Michelangelo das Glück der ewigen Bewegung schenken?

"David und Goliath" von Daniele da Volterra ist ein einzigartiges Werk, Gemälde und Skulptur in einem. Der Künstler bemalte eine Schiefertafel beidseitig, um dieselbe Szene von vorne und von hinten darzustellen und somit Raum, Geschehen und Gestik ganz neu zu erfassen. Es gibt kein anderes Werk dieser Art und kein weiteres Gemälde auf Schiefer in dieser Größe, von 1,80 auf 1,33 Metern.
"Das Rätsel um das zweite Bild" erzählt die Geschichte des Werks und geht den damit verbundenen künstlerischen, technischen und formalen Herausforderungen nach, die sich in der damaligen Zeit an den Künstler stellten. Außerdem handelt der Film von der Begegnung zwischen dem Schüler Daniele da Volterra und seinem Meister, dem großen Michelangelo.
Die beiden Künstler waren sich nahe. Da Volterra erhielt aus der Hand Michelangelos Zeichnungen für seine eigenen Bilder. Er stand am Sterbebett des Meisters und kümmerte sich um die Auflösung seines Ateliers. Den Tod Michelangelos beklagte er wie den eines Vaters.
Da Volterra war der Freund und Ziehsohn Michelangelos, und er rettete seine Fresken in der Sixtinischen Kapelle. Aber er war auch ein eigenständiger Künstler, der versuchte, die scheinbar unüberwindbaren Grenzen zwischen Malerei und Skulptur zu durchbrechen. Mit "David und Goliath" gelang ihm das so gut, dass das Werk mehr als 200 Jahre lang Michelangelo zugeschrieben und so auch an Ludwig XIV. verschenkt wurde.
Zwei Restauratorinnen untersuchen "David und Goliath" und enthüllen in minuziöser Detektivarbeit die Verbindung zwischen dem Gemälde und der Geschichte der beiden Künstler, ihrer Beziehung, ihrer Zeit. Der Zuschauer erhält Einblick in ein menschliches und künstlerisches Abenteuer und entdeckt ein Werk, das über vier Jahrhunderte nach seiner Entstehung nichts von seiner Kraft verloren hat.

31.01.09

L'Angélus

Ein sehr bekanntes französisches Gemälde , das die Deutschen kaum kennen: "L'Angélus" von Jean-François Millet.

L'Angélus

21.12.08

Vieles ist verloren-Berliner Babylon-Ausstellung in London

Die Berliner Babylon-Ausstellung ist nun in London zu sehen. Dort wirft man einen genaueren Blick auf den Zustand der archäologischen Stätten.

Empörung wäre angebracht - ein Schrei der Wut und des Zorns über die Zerstörung und den Verlust! Die große Babylon-Ausstellung, die vor einigen Wochen in Berlin zu Ende ging, ist in London neu gestaltet worden und wie angekündigt wurde sie um eine Dokumentation über den Zustand der archäologischen Stätten ergänzt. Leider wirkt der kurze Film über die klägliche Lage im Irak nur wie eine lästige Fußnote. Und sein verhaltener, höflicher Ton, lässt Erregung, geschweige denn Wut, erst gar nicht aufkommen.

Aber zurück zum Anfang: Eine sehr schöne Ausstellung ist den Herren hier in London gelungen. Den großen Bogen über die Geschichte Babylons haben wir in Berlin schon erlebt. Nun kann wirft das British Museum einen genaueren Blick auf die Zeitspanne des 7. und 6. Jahrhunderts, die Zeit Nebukadnezars bis zum Eintreffen der Perser. Die relativ kleine Ausstellung ist ein Beweis, dass weniger mehr sein kann. Von den hundert Exponaten glänzen besonders die Tontafeln mit Keilschrift, kunstvoll beleuchtet im dunkelblauen Raum. Von oben rieselt die klangvolle babylonische Sprache des Textes herunter ins Ohr - und versetzt einen in jene ferne Welt zurück. Anders als in Berlin, erzwingt die neue direkte Konfrontation der babylonischen Exponate mit den moderneren Bildern einen Dialog zwischen den babylonischen, biblischen und europäischen Geschichten.

Selbstverständlich erfährt man auch hier nichts über Frauen, Sklaven oder sonstige Untertanen. Erneut stehen stehen die enorme Bauten, die technische Errungenschaften, die Kriegserfolge und der Frieden im babylonischen Reich im Zentrum. Betont werden besonders die Folgen für das jüdische Volk, das nach der Plünderung Jerusalems unter Nebukadnezar in ein rund sechzigjähriges Exil nach Babylon verschleppt wurde. Erst die Persische Eroberung ermöglichte die Rückkehr.

Dass die Aufklärung über die Zerstörung der letzten Jahre eher gedämpft ausfällt, ist kein Zufall. Aber unter den heutigen Gegebenheiten ist das Vorhaben an sich schon eine verdienstvolle Tat. Tatsächlich hat das British Museums bei der Rettung des irakischen Kulturguts und der Unterstützung ihrer irakischen Kollegen in den letzten Jahren eine führende Rolle eingenommen. Museumsbehörden und Archäologen haben vor dem Angriff im April 2003 dringend über die Gefährdung des kulturellen Erbes gewarnt. Trotz allen Bemühungen mussten sie frustriert und hilflos bei der Plünderung und Zerstörung zusehen.

Im Film sind jetzt die bekannten Stellen der Stadt Babylon zu sehen, an denen die Amerikaner 2003 einen Militärstützpunkt eingerichtet haben: Die uralten Ziegelsteine des Prozessionswegs zum Ischtar-Tor sind von den schweren Fahrzeugen beschädigt, Teile der Mardukfiguren sind zerbrochen (und neun dieser Figuren verschwunden!), die Erde der Stätte ist durch Öl und Chemikalien verunreinigt.

Nicht erwähnt werden die Zerstörungen in unzähligen anderen Stätten wie Umma, Ummal-Hafryat und Addab, um nur einige zu nennen. Sogar in Ur, der sumerischen Stadt aus dem 4. Jahrtausend - hier wurde Abraham geboren, hier ist das Gilgamesch-Epos entstanden - sind in den und um die archäologischen Stätten schwere Schäden durch die militärischen Aktivitäten entstanden. Wände und Mauer, die 5.000 Jahre heil überstanden haben, zeigen nun Risse und Bruchstellen. Der königliche Friedhof ist in Gefahr einzustürzen, die Südseite des Ziggurats, also des Stufentempels, ist durch einen Luftangriff beschädigt. Viele Teile dieser uralten Stadt sind unwiederbringlich verloren. Denn ihre Gemäuer bestehen bloß aus gebranntem oder auch ungebranntem Ton. Versteckt unter dem Sand, sind die Reste äußerst fragil und empfindlich. Unerwähnt bleiben aber auch die verbreiteten Plünderungen, die der Antiquitätenmarkt provoziert.

Eigentlich hatte das rechtswidrige Graben aufgehört. Nach der Revolution 1958 hat der Irak seine Fundstätten streng kontrolliert. Trotzdem beförderten verschiedene Ereignisse den Boom des illegalen Handels mit Kulturgütern. Als Ende der 80er-Jahren in den USA die Kurse an den Aktienmärkten einbrachen, suchten die Investoren infolgedessen nach anderen Investitionsmöglichkeiten und entdeckten die antike Kunst. Gleichzeitig verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage im Irak aufgrund des Krieges mit dem Iran. Nach den Sanktionen gegen den Irak 1990 brachte der Golfkrieg 1991 weiteres Chaos. Unter den Folgen litten die Ärmsten am stärksten, besonders im Südirak, und so fingen sie an, in den abgelegenen Stätten zu graben.

Schon 1994 gab es eine Flut von Fundstücken bei Händlern in London und anderen Handelszentren. Sammlungen in den USA, Japan und den Golfstaaten wuchsen in dieser Zeit beträchtlich. Seither sind weiter tausende von Fundstücken auf dem Markt gekommen; archäologische Schätze ohne Herkunftsangaben, womit die wichtigsten Informationen, die nur aus dem Grabungskontext herzuleiten sind, für immer verloren gingen. Informationen, die ein Schlüssel zu den Ursprüngen der Menschheit, zu Mythologie und Geschichte sind. Die Schuldigen sind nicht die Armen im Irak. Die Schuldigen sitzen in den USA, in Europa und im Nahen Osten. Die Schuldigen sind eine politisch apathische Öffentlichkeit und Wissenschaft, die die Entwicklung und den Erfolg des illegalen Handels befördern.

Wir lassen es zu, dass mit der Vor- und Frühgeschichte des heutigen Irak auch unsere eigene Geschichte verloren geht. Neil MacGregor, der Leiter des British Museums, spricht von den verschiedenen "Narratives" der Pariser, Berliner und Londoner Babylon-Ausstellungen. So verschieden sind diese Erzählungen nicht, sie eint das europäische kulturelle Erbe. Der Irak wird seine eigenen Erzählungen haben, auch die von der Zerstörung seines Kulturerbes, seines Potenzials, die Menschen des Landes zusammenzubinden.

Wenn auch unzulänglich, trägt die Babylon-Ausstellung in London dazu bei, diese Notlage im Irak ins Bewusstsein zu rücken. Es reicht nicht, die Schätze Mesopotamiens hier in Europa zu würdigen. Dass Handeln angesagt ist, zeigt auch das Beispiel eines im April dieses Jahres angekündigten Bauvorhabens in Bagdad. Dort soll ein Entertainmentpark im Disneystil entstehen, angesiedelt ausgerechnet im Al-Zawra-Park, einer funktionierenden Gartenanlage im islamischen Stil, in der sich seit jeher die Familien Bagdads am Wochenende treffen. Das Konzept wird vom Pentagon unterstützt.

Quelle: taz.de

28.11.08

Archäologischer Park in Syrien im Aufbau

Am reizvoll gelegenen Assad-Stausee in Nord-Syrien entsteht in Emar-Balis ein Archäologischer Park rund um die Ausgrabungen, die von den Universitäten Tübingen und Princeton in Zusammenarbeit mit der syrischen Antikenverwaltung dort seit 1996 betrieben werden. Ein neues Grabungs- und Besucherzentrum zum Empfang von Touristen wurde soeben fertig gestellt.

Auf wenigen Quadratkilometern bietet sich den Besuchern ein einzigartiges Panorama der syrischen Geschichte. Obwohl Emar bzw. Barbalissos/Balis zu größeren Teilen in den Fluten des Euphrat-Stausees versunken sind, drängen sich auf der Halbinsel, die sich noch in den See erstreckt, sakrale und profane Bauten aus der Bronzezeit wie Tempel, Stadtmauer und Wohnbebauung, Reste der byzantinischen Befestigung, einschließlich eines teilweise restaurierten Praetoriums, sowie auf der Höhe über dem See ein omaijadischer Palast und ein vor dem Untergang hierher gerettetes aijubidisches Minarett.

Die Kosten für den Archäologischen Park sind zum größten Teil von einer Stiftung der Princeton University getragen worden, darüber hinaus vom Referat Kulturerhalt des Auswärtigen Amtes und vom Tübinger Universitätsbund. Die Grabungsleiter sind Thomas Leisten für die byzantinisch-islamischen Stätten, der in Tübingen promoviert hat und jetzt als Professor am Department of Art and Archaeology in Princeton arbeitet, und Dr. Uwe Finkbeiner vom Altorientalischen Seminar der Universität Tübingen für die bronzezeitlichen Ruinen.

Der Archäologische Park wird bereits drei Mal in der Woche von Reisegruppen besucht, die die Fahrt von Aleppo nach Deir az-Zor dort für zwei Stunden unterbrechen. Im Frühjahr soll ein Pfad mit Informationstafeln angelegt werden, der zu besonders interessanten Punkten in den Ruinen von Emar führen wird. Außerdem sollen besonders erosionsanfällige Lehmziegelstrukturen restauriert und ergänzt werden, um die Vorstellungskraft des Besuchers zu unterstützen.

Quelle: archaeologie-online.de

22.11.08

Koloss von Rhodos- Wunder gibt es immer wieder

In der Antike galt er als eines der Sieben Weltwunder, nun soll er wiederauferstehen: Ein deutscher Künstler plant den "Koloss von Rhodos" als Lichtskulptur.

Nicht weniger als ein neues Weltwunder wird verheißen, und ein Beitrag zum Weltfrieden noch dazu. Ort des Wunders: Die griechische Insel Rhodos. Dort stand einst der spreizbeinige Koloss von Rhodos, gut 30 Meter hoch, die größte Bronzeskulptur jener Zeit und eines von sieben Weltwundern der Antike.

Ein Erdbeben ließ die Figur des Sonnengottes Helios 226 vor Christus stürzen, nur 70 Jahre nach der Errichtung des kolossalen Monuments. Nun soll der Koloss wiederauferstehen - aus der Sonne selbst.

Der deutsche Lichtkünstler Gert Hof will den neuen Koloss von Rhodos als Lichtskulptur erstehen lassen. Hof, der schon zur Jahrtausendwende die Berliner Siegessäule illuminierte sowie die Akropolis in Athen, ist bekannt für pompöse Inszenierungen an geschichtsträchtigen Orten, seine Kunst hat deshalb manche Kontroverse ausgelöst; das Siegessäulen-Silvester-Spektakel wurde gar in die Nähe von Nazi-Licht-Spielen gerückt. Der Lichtmagier nannte seine Aktion völkerverbindend statt völkisch.
Auf Rhodos haben sich schon andere in der Vergangenheit mit der Idee verhoben, den sagenhaften Koloss erneut zu errichten. Die griechischen Archäologen zerpflückten jeden Vorschlag.

Kein Wunder: Weiß doch in Wirklichkeit keiner, wie der echte Koloss einst ausgesehen hat, alle Darstellungen stammen aus späterer Zeit. Niemand kann daher sagen, ob einst tatsächlich ein nackter Gott mit lockigem Haar breitbeinig über der Hafeneinfahrt stand, so dass alle Schiffe hindurchfahren mussten, wie es berühmte Bilder glauben machen wollen.

» Wir wollen keine Replik des antiken Mythos. «
"Wir wollen keine Replik des antiken Mythos", sagt Asteris Koutoulas, der damit möglichen Koloss-Kritikern gleich den Wind aus den Segeln nehmen möchte. Der gebürtige Grieche Koutoulas fungiert als Manager des Künstlers Hof, dessen Koloss auf der Sonneninsel vielmehr ein "neuartiges Gebäude" von bis zu 100 Metern Höhe sein soll. Tagsüber soll sich das Hochhaus "mit der Sonne bewegen", so kündigt Koutoulas höchst geheimnisvoll an, und nachts soll die gespeicherte Sonnenenergie den neuen Koloss "zur größten Lichtskulptur der Welt" machen.

Mehr will Koutoulas noch nicht verraten. Auch keine Bilder, nicht einmal aus dem Computer, soll es von dem neuen Wunder geben, solange es noch ein Traumgebilde ist.

Wunder für den Fremdenverkehr erhofft
Den Bürgermeister der Stadt Rhodos, Hatzis Hatziefthimiou, haben Gert Hof und sein Team schon gewonnen. "Als Rhodite bin ich stolz, dass auf unserer Insel die Idee geboren wurde, der Welt ein neues Wunder zu schenken", schwärmt der Rathauschef, der auch hofft, dass der neue Koloss für den Fremdenverkehr Wunder wirken könnte. "Rhodos war einmal die Mutter des Mittelmeertourismus", sagt Koutoulas. Das ist lange vorbei, denn es gibt einfach zu viel Konkurrenz.

Auch Friedenskonferenzen und die Tagungen zur Förderung alternativer Energien sollen im neuen Kultur-Koloss Platz finden, wünschen sich dessen Förderer. Damit folgen sie durchaus dem Vorbild der Antike. So soll die Kolossalstatue einst aus dem Kriegsmaterial der Belagerer der Insel gegossen worden sein, nachdem es diesen nicht gelungen war, den Stadtstaat Rhodos zu besiegen - ein früheres Beispiel dafür, wie sich Schwerter zwar nicht in Pflugscharen, aber in Denkmäler verwandeln lassen. Schon in der antiken Literatur galt der Koloss jedoch auch als Beispiel für übertriebene Größe und Größenwahn.

Bescheidenheit ist auch die Sache der soeben in Köln gegründeten "New Colossus Peace Association" nicht, die nun erst einmal Sponsoren für den Sonnenlicht-Dom sucht. Sie hofft wohl, dass dies nicht zwölf Jahre dauern wird - so lange brauchte einst der Bronzegussmeister Chares von Lindos für seinen Koloss. Schon in zwei Jahren, so sagt Koutoulas, könnte Rhodos leuchten.

Quelle: sueddeutsche.de

13.11.08

Basel gibt tausende Kunstgegenstände zurück

Die Basler Staatsanwaltschaft liefert 4400 antike Kunstobjekte an Italien, die im Lager einer Schweizer Kunsthändlerin beschlagnahmt worden sind. Der Geldwert der Gegenstände liegt in Millionenhöhe.

Basel - Mit der Lieferung von 4400 antiken Kunstgegenständen nach Italien hat die Basler Staatsanwaltschaft ein ungewöhnliches und jahrelanges Verfahren abgeschlossen. Die Objekte, die vermutlich aus illegalen Grabungen stammen, waren in Basel im Lager einer Kunsthändlerin beschlagnahmt worden. Die Objekte seien qualitativ "absolut hochstehend", sagte Kantonsarchäologe Guido Lassau am Donnerstag. Ihr Geldwert liege in Millionenhöhe. Viel bedeutender sei jedoch der kulturelle Wert. Gefunden wurden Vasen, Statuen, Mosaike, Reliefe und Bronzeobjekte aus vorchristlicher Zeit. Sie stammen vermutlich mehrheitlich aus Apulien.

Das Verfahren war 2001 aufgenommen worden, als bei der Basler Staatsanwaltschaft ein Rechtshilfeersuchen aus Rom einging. Im Visier war ein italienischer Kunsthändler und dessen Ehefrau, die in Basel ein Geschäft betrieb. Bei den Ermittlungen stießen die Behörden auf das Warenlager der Kunsthändlerin. "Wir fühlten uns ins alte Rom zurückversetzt", sagte Kriminalkommissar Mario Plachesi.

Nachdem das Schweizer Bundesgericht in dieser Sache viermal entschieden und im November 2007 dem Rechtshilfebegehren stattgegeben hatte, werden nun 4400 Gegenstände zu Beweiszwecken den römischen Behörden übergeben. 1400 Objekte bleiben in Basel; sie stammen vermutlich aus Griechenland

Quelle: tagesspiegel.de

Basel gibt tausende Kunstgegenstände zurück

Die Basler Staatsanwaltschaft liefert 4400 antike Kunstobjekte an Italien, die im Lager einer Schweizer Kunsthändlerin beschlagnahmt worden sind. Der Geldwert der Gegenstände liegt in Millionenhöhe.

Basel - Mit der Lieferung von 4400 antiken Kunstgegenständen nach Italien hat die Basler Staatsanwaltschaft ein ungewöhnliches und jahrelanges Verfahren abgeschlossen. Die Objekte, die vermutlich aus illegalen Grabungen stammen, waren in Basel im Lager einer Kunsthändlerin beschlagnahmt worden. Die Objekte seien qualitativ "absolut hochstehend", sagte Kantonsarchäologe Guido Lassau am Donnerstag. Ihr Geldwert liege in Millionenhöhe. Viel bedeutender sei jedoch der kulturelle Wert. Gefunden wurden Vasen, Statuen, Mosaike, Reliefe und Bronzeobjekte aus vorchristlicher Zeit. Sie stammen vermutlich mehrheitlich aus Apulien.

Das Verfahren war 2001 aufgenommen worden, als bei der Basler Staatsanwaltschaft ein Rechtshilfeersuchen aus Rom einging. Im Visier war ein italienischer Kunsthändler und dessen Ehefrau, die in Basel ein Geschäft betrieb. Bei den Ermittlungen stießen die Behörden auf das Warenlager der Kunsthändlerin. "Wir fühlten uns ins alte Rom zurückversetzt", sagte Kriminalkommissar Mario Plachesi.

Nachdem das Schweizer Bundesgericht in dieser Sache viermal entschieden und im November 2007 dem Rechtshilfebegehren stattgegeben hatte, werden nun 4400 Gegenstände zu Beweiszwecken den römischen Behörden übergeben. 1400 Objekte bleiben in Basel; sie stammen vermutlich aus Griechenland

31.10.08

Neue Forschungsallianz zur Erhaltung des kulturellen Erbes

Zur Gründung der "Forschungsallianz Kulturerbe" haben die Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) am Dienstag, den 28.10.2008 im Alten Museum (Museumsinsel Berlin) ein "Memorandum of Understanding" unterzeichnet.

Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für den Kulturgüterschutz deutlich zu verbessern, den Aufbau des wissenschaftlichen Nachwuchses zu stärken und die nationalen und internationalen Netzwerke auszubauen. Anknüpfend an die führende Rolle der Konservierungswissenschaften in Deutschland vor dem Zweiten Weltkrieg, gilt es nun, für die Stärkung und Weiterentwicklung dieses Forschungszweigs ein zukunftsweisendes Fundament zu legen. Den nationalen status quo zu erfassen, ist ein erster Schritt, um gezielt den Bedarf feststellen zu können. Voraussetzung für die Stärkung der Disziplin ist allerdings auch, in der Öffentlichkeit und in der Politik ein Bewusstsein für die Bedeutung dieser Fachrichtung zu schaffen.

Mit der Gründung dieser Allianz wird Neuland betreten. Zum ersten Mal kooperieren eine der weltweit größten Sammlungen von Kulturgütern und ihrer wissenschaftlichen Betreuung (Stiftung Preußischer Kulturbesitz), eine der führenden anwenderorientierten technologischen Forschungsinstitutionen in Deutschland (Fraunhofer-Gesellschaft) und eine einzigartige querschnittsorientierte Wissenschaftsorganisation (Leibniz-Gemeinschaft). Auf der Basis der neuen Zusammenarbeit sollen innovative Restaurierungs- und Konservierungstechniken entwickelt und das kulturelle Erbe besser geschützt werden.

Themen der Forschungsbemühungen sind unter anderem:

* Entwicklung zerstörungsfreier Test- und Prüfverfahren
* Dekontaminierung von mit Pestiziden belastetem Kunst- und Kulturgut
* Alterungsverhalten und Beständigkeit der Materialien des Kunst- und Kulturguts des 20. JahrhundertsWeiterentwicklung der Plasmatechnologie für Reinigung und Konservierung von Kunst- und Archivgut
* Weiterentwicklung mikroskopischer, oberflächentopographischer und multispektraler Authentifizierungsverfahren (Illegaler Kunsthandel, Kunstfälschung)
* Auswirkung des Klimawandels auf Kulturgüter
* Entwicklung von Konzepten zu Klimatechnik und Energieeffizienz in Museen und Archiven
* Entwicklung moderner Verfahren für Dokumentation und Erhaltung von Baudenkmalen und archäologischen Stätten.

Quelle: archaeologie-online.de


Fraunhofer-Gesellschaft


Leibniz-Gemeinschaft


Stiftung Preußischer Kulturbesitz