(5):Endlich New York!
Die Bremen nähert sich dem Ziel und das heißt auch, dass Bauer Clemens die Kaninchen schlachten muss. Die Kinder finden das nicht gut und machen Clemens zunächst Vorwürfe. Später entschuldigen sie sich mit Briefen bei ihn und beim Festessen langen auch sie zu. Ingo spielt und singt mit allen gemeinsam das Auswandererlied.
Am nächsten Tag werden das Wetter und das Klima an Bord zunehmend rauer. Ein Segel ist gerissen und die Mannschaft entdeckt, dass das Vorstag angebrochen ist. Nur behelfsmäßig kann der Schaden repariert werden und obendrein kündigt sich ein schwerer Sturm an. Die Bremen kann nur knapp einer Havarie entgehen. Ein Tag vor Weihnachten fährt die Bremen in die Bucht von Manhattan ein; das Schiff liegt vor der beeindruckenden Kulisse des Financial District. Die Auswanderer sind froh, endlich am Ziel zu sein. Im Luxushotel nehmen die Zeitreisenden wieder ihre eigene Identität an, bevor sie die Stadt erkunden.
05.07.08
Windstaerke 8 (5v5)
Windstaerke 8 (4v5)
(4): Advent auf See
Clemens und der Kapitän sprechen über den Ankunftstermin. Die gesamte Besatzung ist niedergeschlagen, denn es heißt, sie kommen nicht vor Weihnachten an. Der Kapitän erlaubt den Auswanderern je eine Nachricht nach Hause abzusetzen. Manuela Schneider bastelt mit den Kindern schon einmal Adventsschmuck und Almuth backt Plätzchen. Jens, der zweite Koch, kann die Ungeduld der Landleute nicht verstehen. Der Kapitän schlägt vor, ein Fest zu feiern und die Frau des Kapitäns hält einen Adventsgottesdienst ab.
Die Vorbereitungen dazu lenken die Auswanderer tatsächlich ab. Am Nikolaustag finden alle selbst gemachte Geschenke. Olaf rasiert sich mit dem Messer, was ziemlich tückisch ist, während Ingo unter Deck an seinem selbst komponierten Auswandererlied feilt. Endlich kommen sogar die Antwortnachrichten aus der Heimat. Alles ist in Ordnung, und alle freuen sich auf den letzten Teil der Reise.
03.07.08
Windstaerke 8 (3v5)
(3): Ratten an Bord
Die Backschaften funktionieren und die Stimmung ist wieder gut. Proviantmeisterin Eva hat Spuren einer Ratte im Vorratsraum entdeckt und stellt Fallen auf. Die Kinder sind dabei, als die Steuerleute einen Fisch fangen. Die Ratte ist in die Falle gegangen und wird seebestattet. Heimweh schleicht sich ein. Die Auswanderer bauen eine so genannte "Postboje", als man an den Kapverden vorbeifährt. Der Kapitän gestattet den Passagieren, auf einer Seekarte ihre Position einzutragen. Die Äpfel an Bord werden knapp und Unmut über die Verzögerung der Reise macht sich breit.
02.07.08
Windstaerke 8 (2v5)
(2): Engpässe
Die Bremen segelt im dicht befahrenen Ärmelkanal und passiert bei Dover, der engsten Stelle im Kanal. Der Kapitän beschließt, dass sich Schiff und Besatzung vor einem Sturm hinter der Isle of Wight verstecken. Während auf dem Atlantik der Sturm tobt, unterweist Piet die Mitreisenden in der Kunst des Brotbackens, da er selbst mit den vielen Aufgaben in der Kombüse überfordert ist. Doch die Entlastung genügt nicht, deshalb lässt Kapitän Temme einen zweiten Koch kommen.
Die Bremen setzt die Reise fort. Nach einem Bad im Atlantik bricht unter den Zwischendeckpassagieren ein Streit aus. In Folge dessen schließen sie sich zu so genannten Backschaften zusammen. Dabei handelt es sich um Tischgemeinschaften, bei denen jeder abwechselnd Dienste wie zum Beispiel Tischdecken, Aufräumen oder Küchendienst übernimmt.
01.07.08
Windstaerke 8 (1v5)
Am 16. Oktober 2004 machten sich 37 Personen - Männer, Frauen, Kinder - zu einer Atlantik-Überquerung anno 1855 auf - an Bord des Traditionssegelschiffes "Bremen" von Bremerhaven nach New York. Ein abenteuerliches Unterfangen. 68 Tage waren die 19 Passagiere und die 18 Mann starke Besatzung unter der Leitung von Kapitän Hanns Temme auf der klassischen Route der Auswanderungswelle des 19. Jahrhunderts unterwegs. Ein Filmteam begleitete die "Zeitreisenden" während der gesamten Überfahrt bis zur glücklichen Landung am 23. Dezember 2004 im Southstreet Seaport von New York und fing mit der Kamera das Leben an Bord ein - Situationen, Stimmungen und Emotionen. Eine fesselnde Doku-Soap über eine bewegende Epoche deutsch-amerikanischer Geschichte.
(1): Leinen los!
Familie Schneider kommt in Bremerhaven an. Dort treffen sie in der Zeitschleuse auf die anderen Teilnehmer und zukünftigen Passagiere. Es erfolgt die Verwandlung ins Jahr 1855. Die Auswanderer verabschieden sich von ihren Angehörigen und werden mit einem Dampfer auf die Bremen gebracht. Der Erste Steuermann weist die Passagiere ein, während der Zweite Steuermann Smutje Piet sein Logis und die Kombüse zeigt. Beim Abendessen stellt sich Kapitän Temme den Auswanderern vor. Am nächsten Tag geht es dann los. Die Auswanderer packen mit an. Und der Schiffsjunge Rolf darf mit hoch ins Rigg.
ZUSATZINFORMATION
Die "Zeitreisenden" erleben das Meer und die Naturgewalten direkt und unmittelbar. Sie lernen die harte Arbeit der Matrosen kennen, das einfache Leben auf engstem Raum, karge Kost und ungewohnte hygienische Verhältnisse. Es gibt kein fließendes Wasser, keine Duschen, keinen Strom, keine Heizung und nur Nahrungsmittel, die nach den damaligen Proviantlisten zusammengestellt wurden, wie Pökelfleisch und Schiffszwieback. Und es gibt auch sonst keine Annehmlichkeiten der heutigen Zeit. 52 Tage waren ursprünglich für die Überquerung angesetzt. Daraus wurden - bedingt durch Wind und Wetter - über zwei Monate, in denen die Mitreisenden dem nasskalten Nordatlantik genauso trotzen mussten wie der Hitze Nordafrikas. Segelschiffe waren bis Mitte des 19. Jahrhunderts für Millionen europäischer Auswanderer das wichtigste Verkehrsmittel nach Amerika. Die vielen Emigranten, die sich damals auf den beschwerlichen Weg in die "Neue Welt" begaben, flohen vor Armut und Kriegen, vor politischer Hetze und Verfolgung. In Amerika erhofften sie sich eine neue Lebensperspektive, Glück, Frieden und Wohlstand. "Windstärke 8" begibt sich auf diesen traditionsreichen Kurs der Sehnsucht - mit Menschen aus dem Deutschland von heute.