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28.10.09

Die Päpstin - Der Triumph einer Frau

Historienfilm/Drama - Deutschland/Italien/Spani. 2009
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren - 148 Min. - Verleih: Constantin
Start: 22.10.2009




Der Legende nach soll im 9. Jahrhundert das höchste Amt der Kirche von einer als Mann verkleideten Frau übernommen worden sein. Ob das stimmt, ist bis heute umstritten. Weder über den Zeitraum noch über das Ereignis an sich herrscht Einigkeit. Während die Produzenten von Die Päpstin den Film als wahre Geschichte bewerben, widerlegen Kirchenhistoriker ihren Wahrheitsgehalt und stufen die vermeintliche Päpstin Johanna als fiktive Figur ein. Soll etwa eine Frau die ganze katholische Kirche an der Nase herum geführt haben?

So umstritten das Thema, so steinig war auch der Weg vom Buch zum Film. Zunächst sollte nicht Sönke Wortmann (Das Wunder von Bern, Deutschland. Ein Sommermärchen) den Bestseller Pope Joan von Donna Woolfolk Cross inszenieren, sondern Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff (Die Blechtrommel, Ulzhan). Doch als dieser in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung Kino-TV-Mischprodukte kritisierte, wurde er von der Produktionsfirma Constantin kurzerhand vor die Tür gesetzt. Auch die von Schlöndorff favorisierte Hauptdarstellerin Franka Potente sollte fortan nicht mehr in die Kutte der Johanna steigen. Die Rolle der Päpstin wurde stattdessen mit Johanna Wokalek (Nordwand, Der Baader Meinhof Komplex) besetzt.

Soviel zum Drumherum des Films, das allerhand Wirbel auslöste und dem Erfolg des Films nur zuträglich sein dürfte. Aber worum geht es eigentlich genau? Sönke Wortmanns Historienepos beginnt im eiskalten Winter des Jahres 814. In ärmlichen Verhältnissen wird das Mädchen Johanna als drittes Kind geboren. Die Liebe zum Wissen scheint ihr in die Wiege geworden zu sein. Sie lernt schnell und begierig, auch wenn ihr Vater, der Dorfpriester (Iain Glen), ihr jegliche Bildung verwehrt und nur seine beiden Söhne Matthias (Sandro Lohmann) und Johannes (Jan-Hendrik Kiefer) unterrichtet. Als Johanna ihren Bruder Matthias überredet, ihr heimlich Lesen, Schreiben und Latein beizubringen, ist das der Beginn einer langen Odyssee eines Lebens, indem sie immer wieder sich und ihre wahre Identität verstecken muss. Frauen waren nicht für die Schulbank bestimmt, sondern zum Kinder gebären und für den Haushalt zuständig. Nur Männer durften in den Genuss von Bildung kommen.

Doch Johanna lehnt sich auf: Gegen den strengen Vater, gegen die Regeln der Kirche, für ihre Überzeugung und ihren Glauben. Sie spürt, dass ihre Bestimmung eine andere ist, dass Gott ihr einen anderen Weg weist. Doch der Preis dafür ist hoch. Auf ihrem langen Weg trifft sie immer wieder Menschen, die ihre Klugheit und geistige Schärfe anerkennen und ihr weiterhelfen. Sie schafft es auf die Domschule, wo sie Graf Gerold, einen Edelmann am Hofe des Bischofs (David Wenham), kennen und lieben lernt. Als der Krieg ausbricht, tritt sie unter dem Namen Bruder Johannes als Mann verkleidet ins Benediktinerkloster Fulda ein. Mehrere Jahre lebt sie als heilkundiger und geachteter Medizinmann. Als ihre wahre Identität droht, aufgedeckt zu werden, flieht sie nach Rom. Dort trifft sie Graf Gerold wieder und bemerkt, dass sie eines nicht länger verleugnen kann: ihre Liebe.

Immer weiter steigt Johanna an der Seite des Papstes in der kirchlichen Hierarchie auf, immer größer wird die Gefahr der Entdeckung und immer stärker spürt sie, dass sie sich entscheiden muss: Will sie ihr Herz Gott schenken oder einem Mann? Als Papst Sergius (John Goodman) stirbt, wird Johanna zu seinem Nachfolger gewählt. Schnell hat sie das Volk auf ihrer Seite, für das noch nie zuvor ein Kirchoberhaupt so viel getan hat. Doch Johanna hat auch Neider und Feinde, die ihr eines Tages zum Verhängnis werden.

Ob nun wahr oder fiktiv, eins steht fest: Die Päpstin ist alles andere als ein langweiliger Historienschinken. Was hier gezeigt wird, ist der grandiose Triumph einer Frau in einer patriarchalischen Gesellschaft, Johannas Emanzipation gegenüber der Kirche aber auch gegenüber einem Mann, den sie liebt. Ein Kampf, den sie in 148 Minuten bravourös meistert und der jede Minute ohne Längen sehenswert ist.

CAST & CREW
Regie: Sönke Wortmann
Drehbuch: Donna Woolfolk Cross, Heinrich Hadding, Sönke Wortmann
Kamera: Tom Fährmann
Schnitt: Hans Funck
Musik: Marcel Barsotti
Hauptdarsteller: Johanna Wokalek, Anatole Taubmann, John Goodman, Jördis Triebel, David Wenham


Homepage:
http://www.die-paepstin.de



Quelle: kino-zeit.de

04.09.09

Taking Woodstock



Eigentlich träumt der junge Elliot Tiber von einer Karriere als Innendesigner. Doch das Motel seiner Eltern läuft alles andere als berauschend, und so hockt er weiter in seinem heimatlichen Kaff und sinnt nach einer Idee, wie man die Geschäfte wieder ins Laufen bringen könnte. Als er aus der Zeitung erfährt, dass einem groß angekündigten Open Air Konzert die Erlaubnis entzogen wurde, wittert Elliot die Chance: Er bietet er den Veranstaltern ganz einfach die Kuhwiese hinter dem elterlichen Grundstück als Austragungsort an, ohne zu ahnen, welche Welle er mit diesem Angebot losschlägt.


Taking Woodstock

04.06.09

David Carradine ist gestorben.

Der "Kill Bill"-Star wurde in seinem Hotel in Bangkok tot aufgefunden

Der legendäre Schauspieler David Carradine ist gestorben. Sein Agent Chuck Binder teilte dem Fernsehsender "ABC" mit, dass der 72-Jährige am Donnerstagmorgen thailändischer Zeit tot in seinem Hotel in Bangkok aufgefunden wurde. Die Filmcrew wollte abends zuvor gemeinsam essen gehen und wunderte sich über seine Abwesenheit. Am nächsten Morgen wollte ein Produzent nach dem Rechten schauen und entdeckte den Schauspieler tot auf seinem Hotelbett.

Chuck Binder sagte weiter, dass er davon ausgehe, dass der Darsteller eines natürlichen Todes gestorben sei. Dennoch berichten mehrere amerikanische Medien, dass die thailändische Polizei die Todesursache derzeit genauer untersucht.

Eine thailändische Zeitung behauptet zudem, dass David Carradine Selbstmord begangen habe. Angeblich soll eine erste Polizeiuntersuchung ergeben haben, dass der Darsteller sich im "Swissotel Nai Lert Park" mit einer Kordel vom Vorhang erhängt habe. Zu diesem Zeitpunkt soll die gefundene Person bereits seit über zwölf Stunden tot gewesen sein und es soll keine Anzeichen eines Gewaltverbrechens gegeben haben.

Die Internetseite des Fernsehsenders "BBC" beruft sich derweil auf eine Aussage der thailändischen Polizei, in der es heißt, dass ein 72-jähriger Mann tot und sitzend im Kleiderschrank - mit einer Kordel um Hals und Genitialien - von einer Hotelangestellten aufgefunden wurde.

David war aufgrund von Dreharbeiten für seinen neuen Film "Stretch" nach Thailand gereist. Im Lauf seiner Karriere hatte er in über 100 Produktionen mitgewirkt. In den 70er Jahren machte er vor allem durch seine Rolle des Kwai Chang Caine in der TV-Serie "Kung Fu" von sich reden.

Auch seine Rolle in Quentin Tarantinos "Kill Bill" an der Seite von Uma Thurman
brachte ihm viel Lob.

Seine Ehefrau, mit der er zuletzt in Los Angeles lebte, und seine vier Kinder werden ihn - ebenso wie viele Fans - schmerzlich missen.

Quelle: gala.de


The Office David Carradine™ Website

16.02.09

Inglourious Basterds

Originaltitel: Inglourious Basterds
Kriegs-Drama
USA 2009
Kinostart: 20.08.2009
Verleih: Universal


Die Geschichte von Inglourious Basterds beginnt im besetzten Frankreich, wo Shosanna Dreyfus (Mélanie Laurent) die Hinrichtung ihrer Familie durch den Nazi-Oberst Hans Landa (Christoph Waltz) miterleben muss. Shosanna entkommt in letzter Sekunde und flieht nach Paris, wo sie eine neue Identität als Kinobetreiberin annimmt.

Zur gleichen Zeit organisiert Leutnant Aldo Raine (Brad Pitt) eine Gruppe jüdisch-amerikanischer Soldaten, die gezielte Vergeltungsschläge gegen die Deutschen ausführen soll. Raine und seine Truppe, die gemeinhin als "The Bastards" bekannt sind, treffen auf die deutsche Schauspielerin und Geheimagentin Bridget von Hammersmark (Diane Kruger), um in gemeinsamer Mission die Führer des Dritten Reichs auszuschalten. Und sie treffen auf Shosanna, die die Gelegenheit wittert, einen eigenen Racheplan auszuführen ...

Die Starbesetzung umfasst Darsteller wie Brad Pitt, Diane Kruger, Mélanie Laurent, Christoph Waltz, Daniel Brühl, Eli Roth, Samm Levine, B.J. Novak, Til Schweiger, Gedeon Burkhard, Paul Rust, Michael Bacall, Omar Doom, Sylvester Groth, Julie Dreyfus, Jacky Ido, August Diehl, Martin Wuttke, Richard Sammel, Christian Berkel, Sönke Möhring, Michael Fassbender, Mike Myers, Rod Taylor, Denis Menochet und Cloris Leachman.

Bei Inglourious Basterds wird Tarantino auf ein Team aus bewährten Weggefährten zurückgreifen, darunter die Oscar-nominierte Cutterin Sally Menke, den Oscar-Gewinner und Kameramann Bob Richardson und den Production Designer David Wasco. Zum ersten Mal mit von der Partie bei einem Tarantino-Film ist die ebenfalls für einen Oscar nominierte Kostümbildnerin Anna Sheppard.

Inglourious Basterds wird vom Oscar-nominierten Produzenten Lawrence Bender produziert. Erica Steinberg und Lloyd Phillips, sowie Bob und Harvey Weinstein fungieren als Executive Producer. Die Co-Produzenten sind Charlie Woebcken, Christoph Fisser und Henning Molfenter. Pilar Savone ist Associate Producer.

The Weinstein Company (TWC) und Universal Pictures - mit ihrem neu gegründeten Produktionsarm 'International Studio' - teilen sich gemeinsam die Finanzierung und Distribution des Films. Während TWC den Verleih in den USA übernimmt, wird Universal Pictures International die internationale Distribution umsetzen. Die beiden Unternehmen sind Partner bei dem Projekt.

Ein Tochterunternehmen der Studio Babelsberg AG, die Zehnte Babelsberg Film, produziert Inglourious Basterds. Die Dreharbeiten finden in Studio Babelsberg sowie in Berlin, Sachsen und Paris statt.

15.01.09

Che Guevara aus der Sicht von Steven Soderbergh

Endlich kommt das jahrelang geplante und angekündigte Filmprojekt des amerikanischen Filmemachers Steven Soderbergh über das Leben des Che Guevara in die Kinos. Benicio Del Toro spielt Ernesto Che Guevara in beiden Folgen des Spielfilm-Zweiteilers, „The Argentine – Part I“ und „Guerilla – Part II“. „Metropolis“ traf den Regisseur und seinen Hauptdarsteller anlässlich des französischen Kinostarts. In den deutschen Kinos läuft das Doppelfeature am 26. März 2009 an.

Che: The Argentine
von Steven Soderbergh
mit Julia Ormond, Benicio Del Toro, Pablo Guevara, Franklin Díaz, Armando Suárez Cobián, Rodrigo Santoro, María Isabel Díaz, Demián Gómez, Mateo Gómez

Part 1: Am 26. November 1956 segelt Fidel Castro mit 80 Rebellen nach Kuba. Einer dieser Rebellen, Ernesto "Che" Guevara, ein Argentinischer Doktor teilt mit Castro das Ziel den Diktator Fulgencio Batista zu stürzen. Che entwickelt sich schnell zum Elite Kämpfer und Anführer der Guerilla Bewegung, welcher von seinen Mitstreiter und dem kubanischen Volk geliebt wird. Der Film zeigt die Entwicklung der Kubanischen Revolution und wie er vom Doktor über den Kommandanten zu einem Volkshelden wächst.

Che: Guerilla
von Steven Soderbergh
mit Benicio Del Toro, Demián Bichir, Rodrigo Santoro, Catalina Sandino Moreno, Franka Potente, Joaquim de Almeida, Marísa D. Sosa, Raúl Beltrán

Part 2: Nach der kubanischen Revolution ist Che auf der Höhe seines Ruhmes und Macht als er im Dschungel von Bolivien untertaucht und sich mit einer kleinen Gruppe von kubanischen Kameraden und bolivianischen Rekruten auf den Start der grossen Latein Amerikanischen Revolution vorzubereiten. Doch dieses mal lernen wir wieviel Hartnäckigkeit, Opfer und Idealismus er für seinen Kriegszug aufbringen muss der schlussendlich versagt und Che umbringt. Durch diese Geschichte lernen wir, weshalb Che bis heute ein Symbol für Idealismus und ein Held bleibt, welcher im Herzen der Menschen auf der ganzen Welt weiterlebt.


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