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02.02.13

Römerfest am Reiterdenkmal. 15.-16.Juni in Schweinschied

Es ist wieder soweit, die vita – romana – rusticalis macht wie versprochen 2013 am Schweinschieder Felsengrabmal ein Römerfest. Mit dabei sind die Keltengruppe Taranis und Keltare aus dem Donnersbergkreis sowie der römische Vicus Eisenberg, vertreten durch den Förderverein röm. Vicus Eisenberg – Pfalz e.V. Die V-R-R werden ein gemeinsames Lager unmittelbar am Grabmal errichten. Handwerk und Lagerleben wird zu sehen sein. Ebenso wie in Boos wird die V-R-R in einer Projektwoche im Bildungsauftrag, Kindergärten und Schulen einbinden. Der Fahrplan und genaue Veranstaltungstermine sind auf mehreren Internetplattformen ersichtlich.

Veranstaltungsort: 
67744 Schweinschied am Römerdenkmal

 Freier Eintritt

 Beginn: 

 Die Eröffnung findet am Samstag den 15.Juni.2013 um 14.00 Uhr statt Am Sonntag den 16.Juni. wird die Veranstaltung um 10.00 mit einem Gottesdienst eröffnet


Weitere Infos unter cruciniacum.eu

13.08.12

XV. Römertage auf der Villa Borg (04.08.2012)

Am 04.08.2012 - 05.08.2012 fanden die XV. Römertage im Archäologiepark Römische Villa Borg statt.Händler, Handwerker, Militär schlugen auf dem Villengelände ihr Lager auf und präsentieren die antike Lebensart. Quelle: http://www.cruciniacum.eu

16.10.09

Neues Museum wird wieder eröffnet

Ägyptische Sammlung mit weltberühmter Büste von Nofretete zu sehen

Nach mehr als 70 Jahren wird am 17. Oktober das Neue Museum auf der Berliner Museumsinsel wiedereröffnet. Nach der feierlichen Übergabe am Vorabend durch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kann dann das Publikum die ägyptische Sammlung mit der weltberühmten Büste der Königin Nofretete sowie das Museum für Vor- und Frühgeschichte besuchen. Zum Auftakt am Wochenende gibt es zwei Tage der offenen Tür mit freiem Eintritt.


Quelle: Phoenix.de


Neues-museum



Wer es nicht einrichten kann, am Wochenende nach Berlin zu reisen, kann schon mal einen virtuellen Rundgang durch das Neue Museum und die Museumsinsel machen.



Museumsinsel(Flash-Animation)

05.10.09

Rittertunier- Bad Münster am Stein 2009 Part 2

Alexander der Große und die Öffnung der Welt

"Drang nach bislang Unerreichtem"

Asiens Kulturen im Wandel

Alexander der Große - Mythos, Held und König. Er hat die Welt verändert und noch heute kennt jeder seinen Namen. Bis zum 21. Februar 2010 widmen ihm die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen und die Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts eine Sonderausstellung.


40 Museen haben ihren Teil zur Ausstellung "Alexander der Große und die Öffnung der Welt. Asiens Kulturen im Wandel" beigetragen. Manche Stücke sind zum ersten Mal in Europa zu sehen. Alles dreht sich um Alexander (356 bis 323 vor Christus), den großen Helden vergangener und dieser Tage. Das hätte ihm wohl gefallen, war es ihm doch offenbar immer wichtig, in der Nachwelt verankert zu bleiben. Deswegen haben ihn seine Hofberichterstatter auf dem Feldzug begleitet. Der hat elf Jahre gedauert und führte durch das riesige persische Reich. Da gibt es viel zu berichten.

"Von besonderer Strahlkraft"

Auch für die Mannheimer Museen, die Alexander vorstellen. Bisher war bei Alexander-Schauen meist sein Wirken im europäischen Raum und in Ägypten von Interesse. Jetzt rückt der Fokus nach Zentralasien. Und natürlich auf ihn, über den antike Autoren schrieben: "Er hatte einen Haarwirbel über der Stirn und hielt den Kopf ein wenig schief. Seine Augen waren von besonderer Strahlkraft, und er war relativ klein von Statur." Er sei darüber hinaus leidenschaftlich gewesen, "mit einem außergewöhnlichen Drang nach bislang Unerreichtem".
Austausch der Kulturen

Alexander der Große brachte während seines Feldzuges alles durcheinander: Die zentralasiatischen Völker wurden mit der griechischen Kultur und Lebensweise konfrontiert. Im Gegenzug lernte Alexanders Heer und Tross die persische Lebenswelt und lokale Kulturen Zentralasiens kennen. Diese Wechselwirkungen sind Mittelpunkt der Mannheimer Ausstellung.

Die Geschichten um den König sind faszinierend und abstrakt zugleich. Da trifft Schulwissen auf Expertenkenntnisse. Die Ausstellungsmacher hatten anfangs Sorge, dem Mythos Alexander des Großen zu erliegen. Das ist nicht passiert. Denn der Große wird nicht nur verherrlicht, sondern auch die Schattenseiten sind präsent. Und die Nachwirkungen.

Besucher in der Gegenwart abholen

Denn es hat noch nie eine so intensive Kommunikation zwischen Ost und West gegeben wie nach Alexander. Er hat während seines Zuges nicht nur die Kultur, sondern auch Tiere und Pflanzen der Völker dokumentiert. "Der Besucher soll sehen, dass das eine Epoche ist, in der sich Kulturen vermengen und eine neue Kultur entsteht", sagt Prof. Dr. Alfried Wieczorek, der Leitende Direktor der Reiss-Engelhorn-Museen.

Es geht um ein großes Thema und um einen großen Mann. Das kann auch Kindern gefallen. Wie Wieczorek verspricht: "Wir erklären die Lebenswelt der Zeit, um so etwas wie den Hellenismus geht es dann aber nicht. Die kleinen Besucher sehen, wie Kulturen zusammenleben und zu Neuem entstehen." In der Gegenwart wolle man die Besucher abholen. Deswegen gibt es neben den vielen besonderen Ausstellungsstücken auch etwas zum Anfassen und Ausprobieren:

Reiss-Engelhorn-Museen

Museum Weltkulturen D5
68159 Mannheim

Tel:
0621 2933150
Fax:
0621 2939539
E-Mail:
reiss-engelhorn-museen@mannheim.de

Internet:
www.alexander-der-grosse-2009.de


Die Ausstellung "Alexander der Große und die Öffnung der Welt. Asiens Kulturen im Wandel" läuft bis zum 21. Februar 2010.

Der Katalog zur Ausstellung ist im Verlag Schnell & Steiner erschienen, hat etwa 500 Seiten und zirka 600 Farbabbildungen. Das Museum bietet ein umfangreiches Begleitprogramm zur Ausstellung.

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr, auch an Feiertagen (außer 24. und 31. Dezember)

Eintrittspreise:

Erwachsene 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, Familien 18 Euro.

Führungen:

Sonntags um 14 Uhr und nach Vereinbarung. Außerdem werden Hörführungen angeboten.

Quelle: swr.de

07.09.09

Mittelalterlicher Markt mit Ritterturnier Bad Münster am Stein

Von Freitag, 18.09., bis Sonntag, 22.09.2009, heißt es in Bad Münster am Stein-Ebernburg wieder „Wohlan, es sei!“ – zum 23. Mal nun schon kehrt die Welt des Mittelalters in die engen verwinkelten Gassen Ebernburgs zurück. Ein Besuch lohnt dann auf jeden Fall, zählt der Ebernburger Markt doch zu den ältesten und noch dazu zu den größten und schönsten Mittelalterfesten in ganz Deutschland.
Stolze Ritter in blinkenden Rüstungen, edle Burgfräuleins, Gaukler, Hexen, Handwerker, Bauersleut und Pfaffenvolk drehen die Zeit ins beginnende 13. Jahrhundert zurück. Denn die Gräfin hat wieder zum Markttag nach Ebernburg geladen. Da wird an rund 100 Ständen mittelalterliches Handwerk demonstriert, Krämer versuchen ihre Ware unters Volk zu bringen und in den Wirtshäusern herrscht ausgelassene Stimmung. Im Badehaus kann man sich mit feinsten Rezepturen verwöhnen lassen, bevor man mit der Dame seines Herzens zum Turnierplatz schreitet, um den edlen Rittern beim Kampf zuzuschauen.

Weitere Infos (Fahrpläne, Programm, Fotos, Kontaktdaten) unter:

http://www.bad-muenster-ebernburg.de


Quelle: sommerfest-international.de

05.09.09

Bad Kreuznacher Römerhalle wird zeitgemäßer

FÖRDERMITTEL Kein Lesen von Tafeln mehr, Besucher soll aktiv werden / Land bezuschusst neues Konzept

Das Konzept der Römerhalle, eröffnet vor 25 Jahren, soll den aktuellen Ansprüchen des Museumsbesuchers angepasst werden. In vier Teilschritten werden Veränderungen in der Dauerausstellung vorgenommen, es wird Mitmachstationen geben, an denen der Besucher selbst auch aktiv gefordert und spielerisch Wissen vermittelt wird. So zum Beispiel zu Baumaterial, der Heizungsanlage, dem Leben der reichen wie der armen Römer, dem Militär und natürlich den Mosaikböden. Der Museumsverband Rheinland-Pfalz war 2007 an die Stadt und Dr. Angela Nestler-Zapp, Direktorin der Museen im Rittergut Bangert, mit der Frage einer Konzepterarbeitung für die Umgestaltung herangetreten.

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Mainz, hat der Stadt die finanzielle Förderung für eine Neugestaltung und Erweiterung der ständigen Ausstellung in der Römerhalle zugesagt. Die Römerhalle ist eines von vier Museen in Rheinland-Pfalz, die eine mehrjährige Projektförderung aus Landesmitteln erfahren. "Diese Förderung macht auch den Stellenwert deutlich, welchen die Römerhalle und die römische Villa für die römische Vergangenheit unseres Bundeslandes besitzen", betonten Kulturdezernentin Helga Baumann und Nestler-Zapp.

Insgesamt werden 189 000 Euro in die Umgestaltung gesteckt, 50 000 davon trägt die Stadt. Im Rahmen der Förderung des "Kulturerbes der Region" ist die Umsetzung des Projektes auf vier Jahre ausgerichtet. Sie erfolgt in jährlichen Teilprojekten, der erste Schritt "Baugeschichte der römischen Villa von Bad Kreuznach" beginnt noch 2009.

Heidi Schumacher, Abteilungsleiterin Kultur im Ministerium, betonte, dass die Tourismus-Strategie 2015 des Landes die Kultur als Basis der vier Förderschwerpunkte Wandern, Radwandern, Weinbau und Wellness angesehen wird. Unter der Dachmarke "Römer, Ritter und Romantiker", so Schumacher, werden Projekte gefördert, von denen man sich eine Belebung einer ganzen Region verspreche. Vor allem "Schlecht-Wetter"-Angebote seien im Land für die Touristen noch nicht so üppig gesät. Die kulturelle Bedeutung der römischen Villa, die aufgrund des Villentyps, der Größe der Anlage, des Baukonzeptes und der Prachtentfaltung beim Innenausbau herausragendes Beispiel römischer Villenbaukunst nördlich der Alpen ist, wurde bei der Antragstellung als Alleinstellungsmerkmal bewertet. Auch die Sammlung von Soldatengrabsteinen des Gräberfeldes von Bingerbrück aus dem 1. Jh. nach Christus sowie das spätantike Kastell von Kreuznach werden wichtige Themen der Neugestaltung sein. Ziel ist die zeitgemäße Aufbereitung und Präsentation der Exponate, wobei das Kulturerlebnis und das generationsübergreifende Lernen für die Besucher im Vordergrund stehen. Archäologische Befunde sollen lesbar und somit als Identifikationsmerkmal der Region Rheinland-Pfalz als ehemaliges römisches Territorium verwertbar gemacht werden.

Ein Team wird das Projekt, dessen wissenschaftliche Leitung in Händen von Dr. Angela Nestler-Zapp liegt, umsetzen: Sibylle von Roesgen M.A., (v.roesgens kulturmanagment, Heidesheim), Alfred Engler (arts + media, Mainz), Dr. Karin Drda-Kühn (media k, Bad Mergentheim), sowie Dr. Sabine Hornung M.A., Mainz. Unterstützung hat auch Landes-Archäologe Dr. Gerd Rupprecht zugesagt. "Durch die Förderung wird für die Römerhalle ein zeitgemäßer Standard der Präsentation erarbeitet. Sie birgt einzigartige Schätze, aber sie allein reichen nicht, um Besucher anzuziehen, es muss auch der Ausstellungsstandard den heutigen Anforderungen entsprechen", so Kulturdezernentin Baumann. Derzeit werden in der Römerhalle jährlich 13000 bis 14 000 Besucher gezählt. Nester-Zapp betont, dass die Zahl gesteigert werden soll, "die Einrichtung hätte mehr als doppelt so viele Besucher verdient."

Quelle: allgemeine-zeitung.de

06.07.09

Schaukämpfe der Gladiatoren

Gladiatoren der FAMILIA GLADIATORIA PANNONICA demonstrieren ihre Waff en und ihre Ausrüstung auf dem Rheinland-Pfalz Tag 2009 in Bad Kreuznach





FAMILIA GLADIATORIA PANNONICA

28.06.09

BEN HUR LIVE 2009

Der Roman "Ben Hur" war ein Welterfolg, der Kinofilm gewann elf Oscars. Mit BEN HUR LIVE© kommt die Legende jetzt als spektakuläres Live-Erlebnis zurück in die Arena. Die beispiellose Inszenierung der deutschen Produktionsfirma ART CONCERTS wird am 15. September 2009 Premiere in London feiern und wenig später auch in Österreich zu sehen sein. Mittels modernster Technik und auf hohem künstlerischem Niveau inszeniert, lässt BEN HUR LIVE© den Zuschauer in eine Geschichte eintauchen, die vor 2.000 Jahren spielt. Höhepunkt wird das legendäre Wagenrennen sein, bei dem sich fünf Quadriga-Gespanne ein rasantes Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Begleitet wird die Handlung von einem ergreifenden, symphonischen Soundtrack aus der Feder von Stewart Copeland (Gründer/Drummer "The Police").

50 Jahre nach der berühmten Romanverfilmung wird die "Monumental Arena Show" BEN HUR LIVE© eine neue Dimension atemberaubenden Theaters schaffen. Hinter dem Projekt steht ein hochkarätiges Kreativteam: Neben Stewart Copeland sind weitere namhafte Künstler wie Mark Fisher beteiligt, der bereits die "The Wall"-Tournee von Pink Floyd und zuletzt das Design für die Olympiafeierlichkeiten in Peking gestaltete.

Inszeniert wird BEN HUR LIVE© von Regisseur Philip Wm. McKinley (u. a. "The Boy from Oz"), das Buch schrieb der renommierte britische Autor Shaun McKenna ("Herr der Ringe" am Londoner Westend). Das Konzept stammt von Franz Abraham, dessen Firma ART CONCERTS die Show produziert.

BEN HUR LIVE© wird die historische Handlung mit den technischen Mitteln des 21. Jahrhunderts auf die Bühne bringen. Der Aufbau in einem 360º-Rund ermöglicht dem Zuschauer eine ungewöhnliche Nähe zu dem Geschehen im Zentrum der 2.500 qm großen Arena. Noch nie zuvor kamen in einer Indoor-Liveshow so aufwändige Special-Effects zum Einsatz: Waghalsige Stunts und eindrucksvolle Wasser-, Feuer, Wind-, Duft- und Soundeffekte sowie Großprojektionen auf einer Wasserwand machen die Inszenierung zu einem Erlebnis, das alle Sinne des Zuschauers anspricht. Rund 400 Darsteller und 100 Tiere, von Pferden und Eseln über Kamele bis hin zu frei fliegenden Greifvögeln, tragen das Flair einer antiken Arena in die modernsten Veranstaltungshallen Europas. Ob hektisches Treiben auf einem arabischen Basar, sportliche Wettkämpfe, eine spektakuläre Galeeren-Seeschlacht und das legendäre Wagenrennen: Zehn Szenen lassen das Publikum in die historisch-religiöse Handlung von Ben Hur eintauchen.

Die Show ist für die ganze Familie geeignet. Die Nachmittagsvorstellungen sind "kindgerechter", da in der Darstellung von Gewalt und Freizügigkeit deutlich beschränkt


benhurlive.com



Quelle: oeticket.com

Die Kunst der Kelten in in Bern

Zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum wird mit der Ausstellung «Kunst der Kelten – 700 vor bis 700 nach Chr.» das Kunstschaffen der antiken Kelten in den Mittelpunkt gestellt. Präsentiert werden rund 450 Meisterwerke aus vierzehn Jahrhunderten. Die ausgesuchten Ausstellungsstücke stammen aus ganz Europa, vom Atlantik bis zu den Alpen und von Schottland bis nach Bulgarien. Die Ausstellung dauert bis zum 18. Oktober und entstand in Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum Württemberg in Stuttgart.

Einen Schwerpunkt der Schau bildet die hochentwickelte und oft rätselhafte Ornamentik der Kelten. Mittels Objekten, Grafiken und Computeranimationen wird sie verständlich und für die Besucher erfahrbar gemacht. Im Dialog mit Zeugnissen der klassischen Antike zeigt die Ausstellung, wie sich der typische Kunststil der Kelten entwickelt hat. So bilden griechische, etruskische und römische Kunstwerke in der Ausstellung nicht nur Kontraste, sondern veranschaulichen auch, wie die mannigfaltigen Beziehungen zu den antiken Hochkulturen das Kunstschaffen der Kelten angeregt und gefördert haben. Dennoch bleibt die Ausdrucksweise keltischer Kunst stets eigenständig und erfährt während mehr als tausend Jahren eine Entwicklung eigener Prägung, der erste Beitrag des Nordens an die europäische Kunstgeschichte.

Auch einige noch nie ausgestellte Neufunde aus Frankreich werden in Bern erstmals dem Publikum präsentiert. Darunter eine sogenannte Carnyx, eine Kriegstrompete. Sie wurde erst vor wenigen Jahren in einem keltischen Heiligtum in Westfrankreich gefunden und ist das am besten erhaltene derartige Stück, das man bis heute kennt. Ebenfalls eine Premiere, dank der Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum Württemberg Stuttgart verlässt der Grabschatz des sog. "Keltenfürsten von Hochdorf" Deutschland für die Berner Ausstellung zum ersten Mal. Neben den Originalen wurde für die Ausstellung auch eine originalgetreue Rekonstruktion der gesamten Grabkammer im Massstab 1:2 angefertigt, die zeigt, wie der „Hochdorfer Fürst“ um ca. 530 v. Chr. im Grabhügel bestattet wurde.

Ornamente en detail

Ein eigenes Flair und besondere Kunstfertigkeit zeigten die Kelten für das Ornament. Sie erschufen eine einzigartige Fülle von komplizierten und oft rätselhaften Ranken-, Spiral- und Pflanzenornamenten. Um in das Wesen der raffinierten Konstruktionen einzuführen, ist jedem Ausstellungs-Kabinett ein kleines Kino angegliedert. Schritt für Schritt machen hier kurze Filmbeiträge nicht nur die komplexe Ornamentik verständlich, sondern auch Motiv- und Stilentwicklungen nachvollziehbar. Eine in Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum Zürich entstandener Film widmet sich dem berühmten Goldschatz von Erstfeld. Sie ermöglicht dem Besucher, die phantastische Figurenwelt der um 380 v. Chr. entstandenen Hals- und Armringe nicht nur am Original zu bewundern, sondern diese dank moderner Filmtechnik aus nächster Nähe und von allen Seiten zu betrachten.

Zum Schluss: Keltische Kunst im Buch

Die Nachblüte der keltischen Kunst repräsentiert am Schluss der Ausstellung ein Meisterwerk der irischen Buchmalerei: der vor über 1200 Jahren geschaffene Codex 51 aus dem von irischen Mönchen gegründeten Kloster St. Gallen. Das Evangeliar besticht durch den Reichtum und die Komplexität seiner Dekoration und ist in der Ausstellung im Original zu bewundern. Eine Multivision zeigt zusätzlich die eindrücklichsten Seiten dieser Handschrift und illustriert, wie zu Beginn des Frühmittelalters keltische Ornamentkunst, germanische Flechtbänder und die christliche Kreuzform zu einem neuen Stil verschmolzen.

Live: ein Nachbau der Kline

Als besondere Attraktion wird im Park des Historischen Museums eine Keltenschmiede aufgebaut. Unter Leitung des Fachmanns Markus Binggeli entsteht hier in Zusammenarbeit mit der pädagogischen Hochschule PHBern die Rekonstruktion der berühmten bronzenen Prunkliege aus dem Fürstengrab von Hochdorf bei Stuttgart. Mit welchen Werkzeugen haben die antiken Kelten gearbeitet? Wie wurde die Bronze gegossen und geschmiedet, wie die schönen, aufwändigen Verzierungen angebracht? In der nachgebauten Keltenschmiede wird das alles direkt am Objekt gezeigt und erklärt.
Die Kunst der Kelten

Ausstellungsdaten
18. Juni – 18. Oktober 2009
Historisches Museum Bern
Helvetiaplatz 5
3005 Bern
Tel. +41 31 350 77 11

Öffnungszeiten: Di – Fr 10–20h /Sa & So 10–17h
Öffnungszeiten Keltenschmiede im Park: Di, Mi und So 10 – 17h
Weitere Informationen:

Links:


Historisches Museum Bern


Quelle: .archaeologie-online.de

04.06.09

Grabungen auf dem Basler Münsterhügel

Seit kurzem und voraussichtlich bis Ende November diesen Jahres wird wieder auf dem Basler Münsterhügel gegraben. An der Rittergasse, auf dem Münsterplatz und in der Martinsgasse werden durch anstehende Erneuerungsarbeiten im Versorgungsnetz in archäologisch hochinteressanten Bodenbereichen baubegleitende Untersuchungen durch die Archäologische Bodenforschung des Kantons Basel-Stadt durchgeführt.

Bereits in der Bronzezeit (2200 - 800 v. Chr.) lebten im Bereich der heutigen Martinsgasse Menschen. Sie schützten ihre Siedlung durch einen 9 m breiten Graben. Um 80 v. Chr. liessen sich die Kelten auf dem Münsterhügel nieder. Ihre Spuren werden wir in den Werkleitungen von der Martinskirche bis zur Rittergasse immer wieder antreffen. Auch die Römer (30/20 v. Chr. - 400 n. Chr.) besiedelten den ganzen Münsterhügel. Reste ihrer Wohnhäuser und Strassen befinden sich noch heute im Untergrund. In den Boden eingetiefte, frühmittelalterliche Gebäude (400 - 800 n. Chr.) dienten einst als kühle Lagerräume für Lebensmittel oder als Arbeitsräume zum Weben von Kleidern. Diese dürften sich in den Leitungstrassees gut abzeichnen. Mit dem Bau des ersten Münsters um 800 n. Chr. und weiteren Kirchen auf dem Münsterhügel wurden auch Friedhöfe angelegt. Im Laufe des Jahres werden wir deshalb sicherlich einige Skelette ausgraben.

Die fachgerechte Dokumentation der frühgeschichtlichen Kulturschichten des seit mehr als 3000 Jahren besiedelten Basler Münsterhügels ist von grosser Bedeutung für das Verständnis der Stadtentwicklung.

Jeden Mittwoch finden Kurzführungen zu den Ausgrabungen statt. Treffpunkt ist jeweils um 13 Uhr beim goldenen Infocontainer auf dem kleinen Münsterplatz (unter den Bäumen). Der Infocontainer ist zudem jeweils montags bis freitags von 8.00 bis 16.30 Uhr zugänglich.

Quelle: archaeologie-online.de


Das vollständige Führungsprogramm der Archäologische Bodenforschung Base

13.05.09

Alexander der Große in Mannheim

Kaum eine andere historische Gestalt hat die Gemüter so bewegt wie Alexander der Große. Ab dem 3. Oktober 2009 steht er im Mittelpunkt der Mannheimer Sonderausstellung „Alexander der Große und die Öffnung der Welt. Asiens Kulturen im Wandel“. Die Reiss-Engelhorn-Museen und die Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts setzen bei ihrer Präsentation neue Schwerpunkte. Während sich bisherige Schauen zu Alexander dem Großen meist auf sein Wirken im europäischen Raum und in Ägypten beschränkt haben, öffnet die Mannheimer Ausstellung den Blick nach Zentralasien.

Ausgangspunkt der Reise auf den Spuren des makedonischen Herrschers ist die antike Metropole Babylon – das Tor zu einer für die Griechen bis dahin unbekannten Welt. Die Ausstellung folgt Alexander dem Großen auf seinem Eroberungszug durch das riesige Persische Reich, das von den achämenidischen Großkönigen beherrscht wurde. Sie waren für den jungen Alexander gleichzeitig Feind und Faszination. Von ihnen übernahm er nicht nur das Wirtschafts- und Verwaltungssystem, sondern sah sich schließlich auch in ihrer Nachfolge.

Der elf Jahre währende Feldzug führte zu tief greifenden kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüchen. Nichts war mehr wie zuvor. Alexanders Gefolgsleute konfrontierten die zentralasiatischen Völker mit der griechischen Lebensweise. Umgekehrt kamen Alexanders Heer und Tross nicht nur mit der persischen Lebenswelt, sondern auch mit den lokalen Kulturen Zentralasiens in Kontakt. Die nachhaltigen Wechselwirkungen dieser Begegnung stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Dabei bietet sie nicht nur Einblicke in den Osten des Alexanderreiches, sondern zeigt auch die kulturelle Vielfalt vor und nach dem Eroberungszug.

Die Ausstellungsmacher präsentieren rund 600 Exponate, die großteils erstmalig in Europa zu sehen sind. Diese veranschaulichen auf beeindruckende Weise den Austausch von griechischer, persischer und zentralasiatischer Kultur. Ein besonderer Höhepunkt der Ausstellung sind Funde der 2008 abgeschlossenen archäologischen Ausgrabung einer Festung in Kurgansol (Usbekistan). In der Festung, die wahrscheinlich von Alexander errichtet wurde, fanden Archäologen zahlreiche Spuren griechischer Kultur, u.a. eine Badewanne, die für diese frühe Zeit bislang nur aus dem Mittelmeerraum bekannt war. Die Zeugnisse dieser längst vergangenen Zeit werden in der Ausstellung zu neuem Leben erweckt. Eine eigens erstellte mediale Inszenierung ermöglicht eine detailgetreue Rekonstruktion der Festung Kurgansol. Weitere Inszenierungen vermitteln dem Besucher einen Eindruck von der immensen Strecke, die Alexander auf seinem Feldzug zurückgelegt hat, und lassen die Metropole Babylon auf faszinierende Art und Weise wiedererstehen.

Die einzigartigen und erstaunlichen Kunstobjekte stammen aus den usbekischen Museen in Samarkand, Taschkent, Termes und dem Nationalmuseum der Antike Tadschikistans sowie aus den großen europäischen Museen, wie beispielsweise dem Louvre, dem British Museum, der Eremitage und den Berliner Museen Preußischer Kulturbesitz.

Die Ausstellung ist bis zum 21. Februar 2010 im Museum Zeughaus und im Museum Weltkulturen der Reiss-Engelhorn-Museen zu sehen. Hauptsponsor ist die Landesbank Baden-Württemberg.


Weitere Informationen im Internet


Quelle: Damals.de

09.05.09

Kelten-Ausstellung im Landesmuseum

Im Landesmuseum Vorarlberg wird am 8. Mai die Ausstellung "Bevor die Römer kamen - Späte Kelten am Bodensee! eröffnet. Zu sehen sind mehrere Fundobjekte, die bisher der Öffentlichkeit nicht zugänglich waren.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
In der Region um den Bodensee hat man in den vergangenen Jahrzehnten Entdeckungen gemacht, die die Geschichte der späten keltischen Entwicklung in einem neuen Licht erscheinen lassen.

Die Wanderausstellung ist eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit der archäologischen Forschungseinrichtungen rund um den Bodensee. Behandelt werden Themen wie die Besiedlung, Wirtschaft, Religion und das Ende der keltischen Eigenständigkeit.

Zu sehen sind zahlreiche Fundobjekte aus der Bodenseeregion, die das Leben der Menschen vor der römischen Eroberung sicht- und erlebbar machen sollen.

Keltisches Kunsthandwerk
Lange sei man bei der Frage, wen die Römer eigentlich eroberten, hauptsächlich auf die römischen Quellen angewiesen, die von unzivilisierten, wilden Bergstämmen sprachen, so Ausstellungskoordinator Gerhard Grabher. Erst Ausgrabungen der vergangenen 20 Jahre schlossen die archäologischen Wissenslücken.

Die Funde ließen auf eine relativ dicht besiedelte Region mit einer von der Landwirtschaft lebenden Bevölkerung schließen. Die spätkeltischen Stämme der Gegend lebten in Oppida, befestigten stadtähnlichen Zentren, in ländlichen Großsiedlungen und Viereckschanzen, also befestigten, rechtwinkligen Gehöften, die man lange für rein kultische Anlagen gehalten hatte.

Metallfunde, Schmuckstücke aus Gräbern, Keramiken und Opfergaben aus Flüssen, Seen oder Mooren bezeugen die hohe Qualität des keltischen Kunsthandwerks.

Beeindruckend sind etwa filigran gearbeitete Votiv-Figuren aus Bronze, die Gottheiten, Anbetende, Hirsche oder Eber darstellen, und der Silberschatz aus dem Lauteracher Ried (Bezirk Bregenz). Im Jahr 1880 entdeckten dort Torfstecher Schmuckstücke, römische und drei keltische Münzen, die aus der Zeit von 120/110 vor Christus stammen.

Historischer Überblick wird geboten
Die Ausstellung startet zur Orientierung des Besuchers mit einem historischen Überblick über das zweite und erste Jahrhundert vor Christus und schließt mit dem Ende der keltischen Eigenständigkeit nach der römischen Eroberung um 15 vor Christus.

Die Römer brachten ihre Kultur mit ins Alpenrheintal, was sich in der Schau an einer Tonscherbe mit einem eingeritzten romanisierten keltischen Namen zeigt. Dass keltische Traditionen weiterlebten, veranschaulicht auch ein bei Bregenz gefundenes Bauopfer aus Fibeln, den antiken Sicherheitsnadeln, das die Römer laut Grabher so nicht kannten.


Landesmuseum Vorarlberg


Quelle: vorarlberg.orf.at

04.05.09

Dienstleister für hungrige Legionäre

Wrack eines römischen Lastschiffes erreicht LWL-Römermuseum

Fünf Tonnen Getreide pro Tag - so viel benötigten die Soldaten einer römischen Legion vor 2.000 Jahren. Diese Menge ließ sich in Germanien nicht ohne Weiteres auftreiben. Das LWL-Römermuseum in Haltern am See zeigt in seiner neuen Ausstellung "Imperium", wie die Legionäre zu ihrem Proviant kamen: Am Mittwoch erreichte das Wrack eines römischen Lastschiffes aus dem niederländischen Lelystad das Römermuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).



Wrack eines römischen Lastschiffes aus dem Militärlager Zwammerdam (© Rijksdienst voor Archeologie, Cultuurlandschap en Monumenten in Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed. Maritiemm Erfgoed Lelystad RACM)


Forscher fanden den Transporter, auch Prahm genannt, der auf einer Länge von über zehn Metern erhalten ist, nahe des römischen Militärlagers Zwammerdam in der Provinz Utrecht. "Auf diesen und noch wesentlich größeren Lastschiffen konnten die Römer ihre Truppen auch in entlegenen Gebieten schnell mit Lebensmitteln und Wein versorgen", sagt Museumsleiter Dr. Rudolf Aßkamp. Je nach Größe transportierten die Fahrzeuge 15 bis 50 Tonnen Ladung. Der Nachschub für die an der Lippe zu tausenden stationierten Soldaten sei vor allem aus Gallien geliefert worden. Die germanischen Höfe hätten nur geringe Erträge erzielt und den Bedarf der Legionäre nicht decken können, erklärt Aßkamp.

Den Rumpf des Bootes, das vom 16. Mai an im LWL-Römermuseum zu sehen ist, stellten die Erbauer aus einem einzigen Baumstamm her. Von anderen Einbäumen unterscheidet es sich aber durch zahlreiche Erweiterungen, die unter anderem den Rumpf in beide Richtungen verlängerten. Das Schiff war knapp elf Meter lang und etwa 1,25 Meter breit.

Auf ihren Wegen durch Germanien begleiteten Militärschiffe die Transporter. Sie hatten ihre Basis wahrscheinlich in Haltern und entsprachen in etwa den Patrouillenbooten vom Typ Oberstimm. Die "Victoria", die für das Ausstellungsprojekt "Imperium Konflikt Mythos. 2000 Jahre Varusschlacht" gebaut wurde, ist ein Boot dieses Schiffstyps. Befahrbar war die Lippe zudem für schwere Kriegsschiffe, so genannte Liburnen, die mehr Tiefgang als das Flussschiff "Victoria" hatten. Neben den Militärtransporten verkehrten auch private Geschäftsleute auf der Lippe, die in der großen Schar an Soldaten einen attraktiven Verbraucherkreis sahen. Daher scheuten die Händler auch drohende Gefahren nicht, um die Legionäre zu beliefern.

Quelle: archaeologie-online.de

17.04.09

Die Legionen des Varus sind da

15.000 Mini-Römer ziehen ins LWL-Römermuseum ein

Im LWL-Römermuseum in Haltern am See ziehen zur Zeit die letzten von über 15.000 Mini-Römern ein. Die knapp sieben Zentimeter hohen Spielzeugfiguren zeigen wäh-rend der Ausstellung "Imperium" (16.5.-11.10.) die drei Legionen des Varus auf ihrem Marsch ins Verderben. Das Heer der kleinen römischen Soldaten ist erstmals komplett im Rahmen einer Ausstellung zu sehen.


"Mit den Spielzeuglegionären wollen wir die gewaltige Armee, die Varus vor 2000 Jahren unwissentlich in den Untergang geführt hat, einmal anders darstellen", sagte Museumsleiter Dr. Rudolf Aßkamp. Der Zug, der sich damals über mehrere Kilometer erstreckte, wird nun auf einer Länge von etwa 220 Metern im LWL-Römermuseum repräsentiert. Die Mini-Soldaten sind Figuren der Flash-Filmproduktionsfirma Armin Maiwald, die mit den Legionären im Jahr 2005 die Varusschlacht in der "Sendung mit der Maus" inszenierte.

"Ihre Marschordnung halten die kleinen Legionäre bei uns aber nicht immer alle ein", verriet Renate Wiechers, Museumspädagogin beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Denn acht Legionäre setzen sich hin und wieder ab. Schüler der Klassen drei bis fünf gehen dann während der Führung "Legionäre verschwunden" auf die Suche nach den Ausreißern. Dabei lernen sie den Ausstellungsteil im Römermuseum des Landschaftsverbandes genau kennen. Das museumspädagogische Angebot ist Teil eines umfangreichen Führungsprogramms zur Ausstellung "Imperium". Neben den Angeboten für Schüler von der dritten bis zur 13. Klasse gibt es auch thematische Führungen für Erwachsene, in denen zum Beispiel Augustus' Enkelin Julia oder der römische Legionär Fenestela aus ihrer Zeit berichten. Bisher sind bereits mehr als 700 Führungen gebucht.

Die Ausstellung "Imperium" ist Teil des Ausstellungsprojektes "Imperium Konflikt Mythos. 2000 Jahre Varusschlacht". Im LWL-Römermuseum und in der Halterner Seestadthalle wird vom 16. Mai an der Aufstieg Roms zur Weltmacht gezeigt. Außerdem beleuchtet die Ausstellung die politischen Leistungen des Augustus und die Blüte der Kunst und Kultur während des "Goldenen Zeitalters". Der Verlierer der Schlacht, Publius Quinctilius Varus, rückt dabei in ein anderes Licht, sein Lebensweg und die Schauplätze seines Wirkens werden nachgezeichnet.

Quelle: archaeologie-online.de

13.03.09

Wenn Varus gesiegt hätte ...

Was wäre gewesen, wenn Varus und seine Legionen gegen Arminius gewonnen hätten? Dieser Frage widmet das LWL-Ziegeleimuseum in Lage ab Sonntag, den 15.3.09 bis 20.9.2009 eine ganze Ausstellung.

Als die Römer auf ihrem Feldzug nach Germanien vorstießen, trafen zwei Welten aufeinander. Während südlich der Alpen bereits Städte mit hochentwickelter Infrastruktur wuchsen, lebten die Germanen noch in kleinen Siedlungen mit strohgedeckten Holzhäusern. Die Römer beherrschten die Produktion von Ziegeln in unterschiedlichsten Formaten und brachten dieses Wissen in die besetzten Gebiete mit - aber eben nicht nach Lippe, denn nach dem Sieg über Varus traten die Eroberer bekanntlich den Rückzug an. Auf welchen Luxus die Vorfahren der Lipper verzichten mussten, zeigt das LWL-Industriemuseum jetzt in Lage.

Unter den 120 Exponaten von Leihgebern aus Mainz, Trier und München befinden sich 2000 Jahre alte Ziegel für Mauern, Böden und Dächer in den verschiedensten Formaten, aber auch Wasserrohre, das Bruchstück einer Theatermaske aus Ton und Öllämpchen. Eine besondere Rolle spielt die Ausgrabung der römischen Legionsziegelei in Dormagen, bei der ein Ziegelofen freigelegt wurde. Das LWL-Industriemuseum wird diesen Ofen auf dem Gelände der historischen Ziegelei während der Laufzeit der Ausstellung originalgetreu im Format 1:1 nachbauen. Wandmalereien und Bodenmosaike geben Einblicke in das Thema "Schöner Wohnen" vor 2000 Jahren. Eine Vielzahl von Stirnziegeln lässt erahnen, wie prachtvoll manches Dach verziert war. Auch die Versorgung mit Frischwasser über Kilometer lange Leitungen aus Tonrohren und die Beheizung der berühmten Thermen sind Thema der Ausstellung.

Im Kolosseum in Rom wurden über eine Million Ziegel verbaut. Die Exponate im Bereich "Arenen und Theater" reichen vom Öllämpchen mit Gladiatoren, über ein Bruchstück einer tönernen Theatermaske bis hin zu einem hölzernen Übungsschwert. Die Besucher verlassen die Ausstellung über eine "Gräberstraße", wie sie einst zu jeder Stadt führte. Ein Ziegelgrab samt Beigaben, das man in Heidelberg fand, ist hier ausgestellt.

Quelle: archaeologie-online.de


Lwl-Industriemuseum.de


Adresse:
LWL-Industriemuseum
Ziegeleimuseum Lage
Sprikernheide 77
32791 Lage
Tel. 05232 9490 - 0
E-Mail: ziegelei-lage@lwl.org

18.02.09

Der größte Schatz ist unsere Geschichte

Museum in der Kaiserpfalz zeigt Funde aus der Sammlung Lütkemeyer

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zeigt in seinem Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn 50 ausgewählte archäologische Funde aus den untergegangenen Siedlungen Wietheim und Dedinghausen bei Bad Lippspringe (Kreis Paderborn). Reitersporne und Gewandschließen, verzierte Beschläge und Kruzifixe sind im Foyer des Museums zu sehen.


Die Funde aus den beiden ländlichen Siedlungen spiegeln direkt die großen politischen Ereignisse der alten Kaiser- und Bischofsstadt Paderborn wider: Im Zuge der vier Heeresversammlungen zwischen 776 und 804 verloren ranghohe Krieger aus dem Heer Karls des Großen Teile ihrer Ausrüstung oder tauschten sie mit den Bewohnern der umliegenden Dörfer. So gelangten auch ein Schwertgurtbeschlag und das Bruchstück eines vergoldeten Reitersporns nach Wietheim und Dedinghausen.

Begehrt waren auch Metallobjekte mit einem Kreuz. Die Bauern fertigten daraus Gewandschließen und zeigten so ihren neu angenommenen christlichen Glauben. Und als Bischof Badurad im Jahr 836 die Reliquien des Heiligen Liborius nach Paderborn bringen ließ, kamen Fibeln mit Heiligendarstellung in Mode. Aus späterer Zeit bezeugen Emailfibeln mit Kreuz und Kruzifixe von Halsketten die Frömmigkeit der Dorfbewohner.

Die Funde zusammengetragen hat Jens Lütkemeyer als ehrenamtlicher Mitarbeiter der LWL-Archäologie für Westfalen. Mehrere Jahre lang hat er das Gebiet der im 14. Jahrhundert untergegangenen Siedlungen systematisch abgesucht. "Dabei wollte er nicht Goldschätze finden, sondern unsere Geschichte erforschen. Neben dem für die Geschichte der Region wichtigen Arbeitsergebnis ist aber auch das Engagement von Herrn Lütkemeyer zu würdigen. Sein Einsatz zeigt, wie wichtig die ehrenamtliche Unterstützung für die LWL-Archäologie ist und wie erfolgreich sie sein kann", lobt Prof. Dr. Michael M. Rind, Direktor der LWL-Archäologie für Westfalen, den erst 22-jährigen Sammler.

Die Funde, die den Alltag und die Geschichte der Menschen in unserer Region erhellen, sind bis zum 21. Juni täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr im Museum in der Kaiserpfalz zu sehen.


kaiserpfalz-paderborn.de


Quelle: archaeologie-online.de

23.01.09

Alamannenmuseum Ellwangen: Ostgoten-Ausstellung ist Besuchermagnet

In acht Wochen haben bereits 1.000 Besucher die aktuelle Sonderausstellung „Die Ostgoten - Schutzherren der Alamannen: Neue Forschungen zum ostgotischen Militär in Kärnten" im Ellwanger Alamannenmuseum besucht.

ie Ausstellung beleuchtet die Zeit Theoderichs dem Großen (493-526), der in Ravenna als König der Ostgoten residierte. Mit wertvollen Fundstücken vom Hemmaberg, einem bedeutenden archäologischen Fundplatz im österreichisch-slowenischen Grenzgebiet, wird die Entwicklung des frühen Christentums im Ostalpenraum gezeigt. In der befestigten Höhensiedlung, die hier von 400 bis 600 n. Chr. am Platz eines vormaligen keltischen Heiligtums bestand, befand sich eine katholische und eine arianische Kirchenanlage einträchtig nebeneinander. Am Fuße des Hemmaberges konnte erstmals in Kärnten ein ausgedehntes Gräberfeld dieser Zeit archäologisch untersucht werden; die hier gefundenen Grabbeigaben wie Adlerbeschläge und Adlerschnallen von Offiziersgürteln bilden den Kern der Ausstellung.

Die vom Landesmuseum Kärnten in Klagenfurt konzipierte Ausstellung wird noch bis 19. April in Ellwangen gezeigt. Museumsleiter Andreas Gut zeigte sich besonders erfreut darüber, dass allein im Dezember so viele Besucher in das 2001 eröffnete Alamannenmuseum kamen wie noch nie zuvor.

Nähere Informationen sind beim Museum unter Tel. 07961/969747 oder im Internet unter

www.alamannenmuseum-ellwangen.de erhältlich.



Quelle: archaeologie-online.de

17.01.09

Bevor die Römer kamen

Eine Sonderausstellung zu den späten Kelten im Bodenseeraum zeigt das Schweizer Museum für Archäologie Thurgau in Frauenfeld noch bis zum 29. März 2009. An der länderübergreifenden Ausstellung sind auch das Archäologische Landesmuseum Baden-Württemberg, das Landesmuseum Liechtenstein und das Landesmuseum Vorarlberg beteiligt.

Im Bodenseeraum zeugte bisher vor allem das Doppel-Oppidum Altenburg-Rheinau unterhalb des Rheinfalls bei Schaffhausen von keltischer Besiedelung. Die dortige Siedlung umfasste zwei beiderseits des Rheins gelegene Halbinseln, die durch Abschnittswälle zu einem über drei Quadratkilometer großen Areal verbunden waren. Zahlreiche Funde, die als Importe aus dem Mittelmeerraum identifiziert wurden, sowie Funde aus den germanischen Gebieten im Norden belegen die Bedeutung der Nord-Süd-Route, die bei dem Oppidum den Rhein überquerte. Von hier stammt die in der Ausstellung gezeigte Statuette eines Ebers, das sogenannte Altenburger „Säule“ – eine kleine (Wild-)Sau aus Bronze.

In den letzten Jahren wurden im Bodenseeraum vermehrt Siedlungsspuren aus der letzten Phase der jüngeren Eisenzeit (La Tène: 150 bis 15 v. Chr.) gefunden. Erwähnenswert sind auf deutschem Gebiet die Gehöfte – sogenannte Viereckschanzen – von Riedlingen und Mengen-Ennetach an der oberen Donau oder die ländliche Großsiedlung von Anselfingen/Welschingen. Ebenso lieferten die stadtarchäologischen Untersuchungen in Konstanz Funde, die auf eine bedeutende Siedlung im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. schließen lassen. Die Ausstellung umfasst Themengebiete rund um die Siedlungen, wie Wirtschaft, Religion, Tod und Bestattung, die dank des umfangreichen Fundmaterials veranschaulicht werden. Zu sehen sind zahlreiche Kultgegenstände, etwa die Bronzekrieger von Balzers (Liechtenstein) oder der als Weihegabe an eine Gottheit im Moor versenkte Hortfund von Bad Buchau. Geborgen wurden dort 127 Fundstücke aus dem 2. oder 1. Jahrhundert v. Chr., von denen das Museum einige Waffenteile und Gefäße aus Eisen und Bronze zeigt.

Anhand von Funden aus Gräbern des 3. und 2. Jahrhunderts v. Chr. auf dem Gebiet des Kantons Thurgau erfahren die Besucher Näheres über die Bestattungsformen der Kelten. Aus einem Männergrab bei Schlatt/Basadingen-Dickihof stammen ein Schwert mit Scheide sowie eine Lanzenspitze aus Eisen. Eine keltische Goldmünze mit Lockenkopf und ein reich verzierter Glasarmring zeugen von den prunkvollen Grabbeigaben der Frauengräber.

Die frühen Handelsbeziehungen der Kelten zum Römischen Reich sind durch wertvolle Importfunde aus dem Mittelmeerraum wie Trinkgefäße, Siegelkapseln und Griffel aus Elfenbein und Weinamphoren belegt. Im keltischen Oppidum Rheinau wurden außerdem kleine blaue Klümpchen des mineralischen Farbstoffs „Ägyptisch-Blau“ gefunden, der im 1. Jahrhundert v. Chr. aus dem südlichen Mittelmeerraum importiert wurde. Verwendet wurde er von den Kelten wohl als Schminke. In der Ausstellung zu sehen ist auch der im Moor von Lauterach (Österreich) gefundene Silberschatz, der 23 römische Silberdenare aus der Zeit der römischen Republik sowie keltische Münzen und Ringe umfasst.

Mit weiteren Objekten thematisiert die Ausstellung das Ende keltischer Eigenständigkeit nach der Eroberung durch die Römer. So stammen die Funde aus dem Gebiet des Septimerpasses im heutigen Kanton Graubünden eindeutig vom Räterfeldzug unter Tiberius und Drusus um 16/15 v. Chr.: Die in den Schleuderbleien eingestempelten Zahlen weisen auf die von den Adoptivsöhnen des Augustus geführte 3. und 12. römische Legion hin. Ausgestellt werden auch Lanzenspitzen, Zeltheringe und Schuhnägel der römischen Soldaten. Einzelne Metallfunde zeigen das Ende der eisenzeitlichen Epoche im Bodenseeraum.

Nach der Eroberung durch die Römer übernahm die einheimische Bevölkerung zwar relativ schnell zahlreiche Techniken und Bräuche: Mauerwerk wurde nach römischem Vorbild errichtet und man benannte die keltischen Götter in Anlehnung an die römischen um. Einzelne Ausstellungsstücke zeigen jedoch, dass keltische Traditionen auch nach der Eroberung durch die Römer weiterlebten. Die hölzerne Stifterstatue von Eschenz (Schweiz) etwa zeigt einen Kelten mit langen Haaren und Mantel, wird aber in die Kaiserzeit datiert. Auch weisen Namen in Graffiti und die Formen reich bemalter Gefäße keltische Einflüsse auf.

Von Januar bis März gibt es begleitend zur Sonderausstellung Themenführungen, Lesungen zu keltischen Sagen sowie eine Filmvorführung zur Archäologie und ihren Nachbardisziplinen. Ein reich bebilderter Katalog mit Hintergrundtexten zum Thema: „Bevor die Römer kamen – Späte Kelten am Bodensee“ ist erhältlich im Museum für Archäologie Thurgau.


Quelle: damals.de

weitere Informationen im Internet:

archaeologie.tg.ch