20.02.09

20.2.1952: "African Queen" in den USA angelaufen

Humphrey Bogart erhielt für seine Rolle in John Hustons Abenteuerfilm "African Queen" seinen ersten und letzten Oskar. Der Film, der an diesem Tag in den USA in die Kinos kam, handelt von einem Kapitän (dargestellt von Bogart), der im Ersten Weltkrieg in Afrika eine Missionarstochter (gespielt von Katharine Hepburn) mit seinem alten Kahn aus dem Kampfgebiet rettet. Am Ende des Films geben sie einander das Ja-Wort. Die Verfilmung des Abenteuerromans von C.S. Forester ist einer der großen Klassiker Hollywoods. Dazu trugen die afrikanischen Originalschauplätze und das Zusammenspiel von zwei der größten Hollywoodlegenden entscheidend bei.


Inhalt und Filmplakat von "African Queen".(Englisch)


Quelle: kalenderblatt.de

19.02.09

19.2.1803: Neue eidgenössische Verfassung

Frankreichs erster Konsul, Napoleon Bonaparte, übergab einem in Paris tagenden Gremium Schweizer Delegierter die Mediationsakte als neue eidgenössische Verfassung. Damit wurde die Souveränität der Kantonate wieder hergestellt, die 1798 nach dem Einmarsch Frankreichs abgeschafft wurde. Faktisch unterstand die Eidgenossenschaft jedoch weiterhin dem französischen Protektorat. 1800 hatte eine Reihe von Staatsstreichen begonnen, die Napoleon durch die Mediationsverfassung beendete. Innenpolitisch folgte eine ruhige Epoche, doch litt die Schweiz wirtschaftlich zusehends unter Frankreichs kostspieliger Kriegswirtschaft.

Quelle: kalenderblatt.de

18.02.09

Der größte Schatz ist unsere Geschichte

Museum in der Kaiserpfalz zeigt Funde aus der Sammlung Lütkemeyer

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zeigt in seinem Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn 50 ausgewählte archäologische Funde aus den untergegangenen Siedlungen Wietheim und Dedinghausen bei Bad Lippspringe (Kreis Paderborn). Reitersporne und Gewandschließen, verzierte Beschläge und Kruzifixe sind im Foyer des Museums zu sehen.


Die Funde aus den beiden ländlichen Siedlungen spiegeln direkt die großen politischen Ereignisse der alten Kaiser- und Bischofsstadt Paderborn wider: Im Zuge der vier Heeresversammlungen zwischen 776 und 804 verloren ranghohe Krieger aus dem Heer Karls des Großen Teile ihrer Ausrüstung oder tauschten sie mit den Bewohnern der umliegenden Dörfer. So gelangten auch ein Schwertgurtbeschlag und das Bruchstück eines vergoldeten Reitersporns nach Wietheim und Dedinghausen.

Begehrt waren auch Metallobjekte mit einem Kreuz. Die Bauern fertigten daraus Gewandschließen und zeigten so ihren neu angenommenen christlichen Glauben. Und als Bischof Badurad im Jahr 836 die Reliquien des Heiligen Liborius nach Paderborn bringen ließ, kamen Fibeln mit Heiligendarstellung in Mode. Aus späterer Zeit bezeugen Emailfibeln mit Kreuz und Kruzifixe von Halsketten die Frömmigkeit der Dorfbewohner.

Die Funde zusammengetragen hat Jens Lütkemeyer als ehrenamtlicher Mitarbeiter der LWL-Archäologie für Westfalen. Mehrere Jahre lang hat er das Gebiet der im 14. Jahrhundert untergegangenen Siedlungen systematisch abgesucht. "Dabei wollte er nicht Goldschätze finden, sondern unsere Geschichte erforschen. Neben dem für die Geschichte der Region wichtigen Arbeitsergebnis ist aber auch das Engagement von Herrn Lütkemeyer zu würdigen. Sein Einsatz zeigt, wie wichtig die ehrenamtliche Unterstützung für die LWL-Archäologie ist und wie erfolgreich sie sein kann", lobt Prof. Dr. Michael M. Rind, Direktor der LWL-Archäologie für Westfalen, den erst 22-jährigen Sammler.

Die Funde, die den Alltag und die Geschichte der Menschen in unserer Region erhellen, sind bis zum 21. Juni täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr im Museum in der Kaiserpfalz zu sehen.


kaiserpfalz-paderborn.de


Quelle: archaeologie-online.de

16.02.09

Inglourious Basterds

Originaltitel: Inglourious Basterds
Kriegs-Drama
USA 2009
Kinostart: 20.08.2009
Verleih: Universal


Die Geschichte von Inglourious Basterds beginnt im besetzten Frankreich, wo Shosanna Dreyfus (Mélanie Laurent) die Hinrichtung ihrer Familie durch den Nazi-Oberst Hans Landa (Christoph Waltz) miterleben muss. Shosanna entkommt in letzter Sekunde und flieht nach Paris, wo sie eine neue Identität als Kinobetreiberin annimmt.

Zur gleichen Zeit organisiert Leutnant Aldo Raine (Brad Pitt) eine Gruppe jüdisch-amerikanischer Soldaten, die gezielte Vergeltungsschläge gegen die Deutschen ausführen soll. Raine und seine Truppe, die gemeinhin als "The Bastards" bekannt sind, treffen auf die deutsche Schauspielerin und Geheimagentin Bridget von Hammersmark (Diane Kruger), um in gemeinsamer Mission die Führer des Dritten Reichs auszuschalten. Und sie treffen auf Shosanna, die die Gelegenheit wittert, einen eigenen Racheplan auszuführen ...

Die Starbesetzung umfasst Darsteller wie Brad Pitt, Diane Kruger, Mélanie Laurent, Christoph Waltz, Daniel Brühl, Eli Roth, Samm Levine, B.J. Novak, Til Schweiger, Gedeon Burkhard, Paul Rust, Michael Bacall, Omar Doom, Sylvester Groth, Julie Dreyfus, Jacky Ido, August Diehl, Martin Wuttke, Richard Sammel, Christian Berkel, Sönke Möhring, Michael Fassbender, Mike Myers, Rod Taylor, Denis Menochet und Cloris Leachman.

Bei Inglourious Basterds wird Tarantino auf ein Team aus bewährten Weggefährten zurückgreifen, darunter die Oscar-nominierte Cutterin Sally Menke, den Oscar-Gewinner und Kameramann Bob Richardson und den Production Designer David Wasco. Zum ersten Mal mit von der Partie bei einem Tarantino-Film ist die ebenfalls für einen Oscar nominierte Kostümbildnerin Anna Sheppard.

Inglourious Basterds wird vom Oscar-nominierten Produzenten Lawrence Bender produziert. Erica Steinberg und Lloyd Phillips, sowie Bob und Harvey Weinstein fungieren als Executive Producer. Die Co-Produzenten sind Charlie Woebcken, Christoph Fisser und Henning Molfenter. Pilar Savone ist Associate Producer.

The Weinstein Company (TWC) und Universal Pictures - mit ihrem neu gegründeten Produktionsarm 'International Studio' - teilen sich gemeinsam die Finanzierung und Distribution des Films. Während TWC den Verleih in den USA übernimmt, wird Universal Pictures International die internationale Distribution umsetzen. Die beiden Unternehmen sind Partner bei dem Projekt.

Ein Tochterunternehmen der Studio Babelsberg AG, die Zehnte Babelsberg Film, produziert Inglourious Basterds. Die Dreharbeiten finden in Studio Babelsberg sowie in Berlin, Sachsen und Paris statt.

15.02.09

Versunkene Fracht der Antike

ie Unterwasser-Archäologin Deborah Carlson versucht zusammen mit einem 30-köpfigen Team Fundstücke aus dem Wrack von Kizilburun zu bergen. Die Wissenschaftler vom texanischen Institute of Nautical Archaeology, die als Koryphäen der Unterwasserarchäologie gelten, haben bisher insgesamt rund 1500 Fundstücke gehoben. Die größte Sensation ist der Fund von Holzresten unter den tonnenschweren Säulenteilen, die wahrscheinlich mehr als 2000 Jahre alt sind. Sie könnten den Beweis dafür liefern, dass das Schiff einst als Frachter unterwegs war. War der Seehandel in der Antike viel verbreiteter und vielfältiger, als bisher angenommen? Gab es schon vor rund 2000 Jahren eine “globalisierte” Welt rund um das Mittelmeer?

Um die gigantischen Säuleteile überhaupt zu heben, bedarf es einer ausgeklügelten Tauchlogistik. Experte auf diesem Gebiet ist der amerikanische Bergungstaucher Richard Freyburg, der die Säulenteile mit Hilfe von gigantischen Ballons bewegen will. Direkt nach der Bergung der Fundstücke werden diese noch vor Ort in einem provisorisch errichteten Labor untersucht. Nur durch detaillierte Feinarbeit können die Forscher die nötigen Daten sammeln, um das Rätsel des Bestimmungsortes zu lösen. Deborah Carlson vermutet, dass die Reste des Tempels zirka 50 Kilometer von der Fundstelle entfernt stehen - in der Nähe von Izmir. Waren die Säulen des Wracks von Kizilburun möglicherweise für den Apollotempel des Orakelortes Klaros bestimmt, einer bedeutenden Kultstätte der Antike, in der sich unter anderen Alexander der Große beraten ließ? “Abenteuer Wissen” geht den neuen Erkenntnissen um “die Botschaft der Marmorsäule” nach.


13.02.09

Sensationeller Zufallsfund wirft Rätsel auf

Archäologen der Universität Jena graben Bruchstück einer 2000 Jahre alten Reiterstatue aus

Drei römische Legionen - über 15.000 Mann - vernichtet: Das ist die bittere Bilanz der Schlacht im Teutoburger Wald, in der vor 2000 Jahren der Cherusker-Fürst Arminius den römischen Statthalter Varus besiegte. Passend dazu melden Archäologen der Friedrich-Schiller-Universität Jena jetzt einen bemerkenswerten Fund: Bei Grabungsarbeiten entdeckten sie ein 118 Gramm schweres Bronzefragment, das zu einer lebensgroßen vergoldeten Reiterstatue gehört, die in der römischen Stadtgründung bei Waldgirmes an der Lahn im heutigen Hessen gestanden hat.

Nach dem Rückzug der Römer aus den rechtsrheinischen Gebieten Germaniens wurde die Stadt wie viele Kastelle und andere römische Anlagen aufgegeben. Von der Statue sind durch Zerstörung und Plünderung heute nur noch etwa 200 einzelne Fragmente erhalten. "Für uns ist das eine Sensation", sagt Dr. Andreas Schäfer vom Bereich für Ur- und Frühgeschichte, "denn das Fragment gibt uns wichtige Hinweise auf die Datierung unserer Fundstelle und ihre kulturhistorischen Bezüge." Mit dem Fund des Bronzefragments hat der Jenaer Archäologe überhaupt nicht gerechnet. Einige Kilometer entfernt von Waldgirmes suchten die Wissenschaftler bei Wetzlar-Dalheim Hinweise auf die frühe Eisenproduktion in dem Gebiet. Seit 2006 läuft dieses Projekt, dessen Förderung gerade durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bis 2010 verlängert worden ist.

Über 40 Hektar Ackerland haben die Jenaer Wissenschaftler zunächst an der Oberfläche untersucht und geomagnetisch vermessen. Auffällige Abweichungen vom Erdmagnetfeld haben das besondere Interesse an zwei Arealen geweckt. Dort begannen die Archäologen gezielt mit Grabungen. Dann die Überraschung: "Auf dem Areal befand sich etwa zehn Mal mehr Fundmaterial als wir erwartet hatten", so der Jenaer Archäologe Andreas Schäfer. "17.000 Fundstücke haben wir aus dem Areal insgesamt bisher geborgen." Von jedem einzelnen wurde die genaue Position im Grabungsfeld dreidimensional mit Hilfe eines sogenannten Tachymeters erfasst, um später die Arbeitsabläufe und die Produktionstechnologie am Fundort rekonstruieren zu können. Dunkle Keramikgefäße germanischen Ursprungs, reich verziertes, aus Südfrankreich importiertes römisches Tafelgeschirr, verschiedene Gewandspangen - und eben jenes unscheinbare Bruchstück, das vermutlich zur Bronzestatue in Waldgirmes gehört. Jedes einzelne Teil wurde mit einem Fundzettel versehen, sorgfältig verpackt und zur Auswertung nach Jena geschafft.

Insbesondere mehrere tausend Eisenschlacken als Abfallprodukte der Erzverhüttung, darunter kompakte Stücke bis zu 40 Kilogramm Gewicht, haben die Grabungen ans Licht gebracht - zusammen mit den Resten von zwölf sogenannten Rennfeueröfen zur Eisenproduktion. Diese waren in einer nahezu rechteckigen Werkstattgrube entlang der Wände errichtet worden. "Das ist die größte und besterhaltene Anlage aus dieser Zeit in Deutschland", weiß Schäfer, der sich seit mehr als zehn Jahren mit der frühen Eisenproduktion beschäftigt.

Aufgrund der Form der gefundenen Gewandspangen und Keramiken gehen die Archäologen von einer zweiphasigen Besiedelung der Fundstelle im 1. Jh. v. Chr. (späte Eisenzeit) sowie im ersten nachchristlichen Jahrhundert (frühe Römische Kaiserzeit) aus. "Das Bruchstück des Reiterstandbildes liefert einen wichtigen Beleg für einen Siedlungsbeginn der zweiten Phase bereits um 9 n. Chr.", sagt Dr. Schäfer. Doch wie kam dieses Bronzefragment dorthin? Waren die Siedler bei Dalheim etwa an der Plünderung von Waldgirmes beteiligt? Und warum findet sich dort römisches Keramikgeschirr? Gab es Handelsbeziehungen zwischen Germanen und Römern oder wurde das Eisen gar im römischen Auftrag produziert? Solchen Fragen gehen die Jenaer Archäologen nun nach.

"Es liegt nahe, dass Rom nicht nur ein Interesse an der günstigen Verkehrsanbindung über die Flüsse Dill und Lahn hatte", so Schäfer. Vielmehr geht er davon aus, dass das Römische Kaiserreich auf die reichen Rohstoffressourcen Zugriff hatte und vielleicht auch die Produktionsplätze selbst sichern wollte. Und noch eines erscheint Dr. Schäfer aufgrund seiner Funde fraglich: "Hat tatsächlich ein Bevölkerungswandel zwischen Kelten und Germanen in diesem Gebiet stattgefunden, wie es gemeinhin angenommen wird?" Um diese Fragen zu klären, wird im März wieder ein Grabungsteam ins Lahntal reisen und die Grabungsarbeiten weiterführen. Und Dr. Schäfer ist sich sicher: "Das Rätsel um das vergoldete Bronzestück werden wir auch lösen."

Quelle: archaeologie-online.de

13.2.1542: Enthauptung wegen Ehebruchs

Wegen angeblicher Untreue veranlasste der englische König Heinrich VIII. (1491-1547) die Hinrichtung seiner fünften Frau, Catherine Howard. Nach seinem Regierungsantritt im Jahre 1509 hatte Heinrich sich mit Katharina von Aragonien, der Witwe seines Bruders, vermählt. Um seine Geliebte Anna Boleyn heiraten zu können, löste der König die Bindung zum Papsttum und wurde 1532 als Oberhaupt der englischen Kirche anerkannt. Der Erzbischof von Canterbury erklärte Heinrichs erste Ehe für nichtig. Anna Boleyn, die zweite Ehefrau und Königin, wurde 1536 wegen Inzests und Ehebruchs hingerichtet. Heinrichs sechste Frau Catherine Parr, die er im Jahr 1543 ehelichte, sollte seine letzte bleiben: Sie überlebte ihn um ein Jahr.