30.05.09

Der Entdecker von Poblicius' Grabmal hat jetzt Zweifel

Vielleicht ist das berühmte Grabmal des Poblicius in Köln falsch rekonstruiert, meint der Entdecker und Ingenieur Josef Gens. Er meint, es könne aus drei verschiedenen Grabbauten zusammengesetzt worden sein. Das Pikante: Der archäologische Laie hatte das "Grabmal" entdeckt und so rekonstruiert - und die Fachwelt war ihm seinerzeit weitestgehend gefolgt. Jetzt sucht er Hinweise in der Position der Statuen sowie der Anordnung der Steine und Muster und überrascht die Fachwelt vielleicht erneut.


Schon 500 Kubikmeter Marmor für die Akropolis

Athen (dpa) - Für die Restaurierung der Akropolis sind allein in den vergangenen acht Jahren mehr als 500 Kubikmeter neuer Marmor aus den umliegenden Bergen von Athen verwendet worden.

Zudem seien rund 2350 Tonnen Marmor und Steine der Akropolis entfernt und nach ihrer Restauration wieder eingesetzt worden. Dies berichtete am Freitag die Athener Zeitung «Kathimerini» unter Berufung auf das griechische Kulturministerium. Die zusätzlichen Marmorteile wurden zwischen alten aus der Antike stammenden Säulen und Bauelementen eingesetzt, um sie zu befestigen und fehlende Teile zu ersetzen. Sie stammen aus den gleichen Regionen Athens, wo im Altertum der Marmor für den Bau der Monumente auf der Akropolis kam. Die Restaraurierung des Wahrzeichens Athens dauert seit 1975 an.

«Jetzt brauchen wir rund 15,8 Millionen Euro, um mit der Restaurierung der Westseite der Akropolis zu beginnen», sagte die Direktorin der zuständigen Abteilung des Kulturministeriums Maria Ioannidou dem Blatt. Bislang sind der Nike Tempel und die Propyläen (Torbau) der Akropolis sowie der Ost- und Nordteil des Parthenon restauriert worden. Dutzende Architekten, Archäologen und speziell ausgebildete Steinmetze haben in den vergangenen Jahren tausende Stücke dieser Monumetne vorsichtig abgebaut, gereinigt und sie wieder eingesetzt in einem «riesigen archäologischen Puzzle», wie ein Restaurateur sagte.

Quelle: de.news.yahoo.com

Mel Brooks´ Hitler-Musical begeistert die Berliner





Das Mel-Brooks-Musical "The Producers - Frühling für Hitler" ist vom Berliner Publikum begeistert aufgenommen worden. Bei einer Voraufführung am Freitagabend feierten die Zuschauer die schräge Hitler-Parodie im Admiralspalast mit tosendem Applaus und Standing Ovations.

Hitler steht auf einer Theaterbühne in Berlin. Der offensichtlich schwule Führer, der mit zweitem Vornamen Elisabeth heißt, trägt ein glitzerndes Hakenkreuz und bewegt sich etwas unbeholfen. Um ihn herum tanzen schöne blonde Frauen, die als Reichsadler, Maßkrug oder Panzer verkleidet sind. „Braun wird's am Ufer der Spree“, singt ein großer, blonder Hüne und stimmt dann mit Inbrunst den Refrain an: „Frühling für Hitler und Vaterland“. Am Freitagabend wurde die Mel-Brooks-Musical „The Producers – Frühling für Hitler“ in einer Voraufführung zum ersten Mal auf eine deutsche Bühne gebracht – das Berliner Publikum im Admiralspalast war begeistert. Einige Zuschauer wedelten mit Brez'n-Fähnchen, die den Hakenkreuz-Flaggen aus dem Dritten Reich nachempfunden sind.

Die Geschichte der schrägen Hitler-Parodie ist schnell erzählt: Der alternde und erfolglose Broadway-Produzent Max Bialystock (Cornelius Obonya) hat eine Idee: Er will einen gigantischen Flop produzieren und sich dann mit dem Investorengeld in die Sonne absetzen. Der junge Buchhalter Leo Bloom (Andreas Bieber) soll ihm dabei helfen. Die beiden machen sich auf die Suche nach der schlechtesten Geschichte, die jemals auf einer Bühne erzählt wurde. Kafkas „Verwandlung“ wandert in den Müll.

Unterstützt werden sie bei ihrem Vorhaben von der schönen Schwedin Ulla Inga Hansen Benson Yansen Tallen Hallen Svaden Swanson – und das ist nur ihr Vorname. Fündig werden sie erst bei Franz Liebkind (Herbert Steinböck), einem bayerischen Alt-Nazi, der nach dem Krieg in die USA geflohen ist und bei dem sogar seine Tauben den rechten Flügel zum Hitlergruß heben. Er hat ein Stück geschrieben über einen „schwülen Tag in Berchtesgaden mit Adolf und Eva“. Das Musical wird mit den schlechtesten verfügbaren Schauspielern besetzt und von dem unfähigen, exzentrischen und schwulen Regisseur Roger DeBris (Martin Sommerlatte) inszeniert, der schließlich selbst als Hitler auf der Bühne stehen muss, weil sich der Hauptdarsteller das Bein gebrochen hat. Anders als erwartet wird das Stück ein riesiger Erfolg. Das Publikum hält „Frühling für Hitler“ für eine brillante Satire.

Musical basiert auf einem Film
„Ich muss sagen, dass ich keine Bedenken hatte, in einer Hitler-Komödie mitzuspielen“, sagte die weibliche Hauptdarstellerin Bettina Mönch. „Als ich das Stück zum ersten Mal in London gesehen habe, habe ich so gelacht wie in noch keiner anderen Show.“ Als Männertraum Ulla – die von ihrer Mutter vor allem die Weisheit übernommen hat: „Bist Du ein Traum vom Scheitel bis zur Sohle, zeig auch das dazwischen ungefragt“ – bringt die gebürtige Münchnerin jetzt selbst mit hervorragender Bühnenpräsenz, großem komödiantischen Talent und hart antrainiertem schwedischen Akzent die Zuschauer zum Lachen. „Es ist eine tolle Rolle und ein Traum für mich, bei diesem Stück dabei zu sein“, sagte sie. Anstrengend sei die Arbeit aber auch:„Man muss sich genau an die Rhythmen halten, damit die Pointen funktionieren. Allein körperlich ist das schon sehr anstrengend.“

Das Musical basiert auf einem Film des amerikanischen Komikers Mel Brooks aus dem Jahr 1968. Im vergangenen Jahr war eine Neuversion mit Uma Thurman in den Kinos zu sehen. Am New Yorker Broadway, wo das Musical 2001 zum ersten Mal auf die Bühne kam, wurde es zu einer der erfolgreichsten Shows der vergangenen 30 Jahre. Ganze zwölf Mal wurde es mit dem Musical-Preis „Tony Award“ ausgezeichnet. Auch im Londoner West End feierte die Show große Erfolge. In Wien wurde das Stück 2008 erstmals in deutscher Übersetzung aufgeführt, brachte es dort aber offenbar nicht zum erhofften Publikumsrenner. Die Produktion wurde vorzeitig vom Spielplan genommen.
Zwar büßt das Musical durch die Übersetzung etwas an Sprachwitz ein, trotzdem war das Berliner Publikum hingerissen von der durchweg tollen Leistung der Darsteller – allen voran Obonya und Mönch. Auch Nazi-Darsteller Steinböck erntete begeisterten Applaus.
Der 82-jährige Brooks, Sohn jüdischer Immigranten, der sowohl Text als auch die Musik geschrieben hat, hatte Berlin im Vorfeld der Aufführung als „natürlichsten Ort in Deutschland für diese Show“ bezeichnet. In München, so glaubt er, könnten viele mit seinem Humor nichts anfangen. In der Hauptstadt sei das anders. „Berlin funktioniert, Berlin ist hip. Ich weiß, dass die Berliner den Plot verstehen“, sagte er. Zumindest in diesem Punkt gaben die Zuschauer ihm recht.

„The Producers“ ist noch bis zum 19. Juli in der Hauptstadt zu sehen, die offizielle Deutschlandpremiere war am 7. Mai.

Quelle: morgenpost.de

29.05.09

Kaiser des Abendlands - Der Frankenkönig Karl der Große

Er war der bedeutendste aller aus der Völkerwanderung hervorgegangenen Germanenkönige: Carolus Magnus, Karl der Große. Aus der Tradition der Reiterkrieger stammend war er auch noch als Herrscher ständig mit seinem Heer unterwegs, um die Grenzen seines riesigen Reiches zu festigen oder weiter auszudehnen. Gleichzeitig war er Kaiser "von Gottes Gnaden", war also vom römischen Papst voll anerkannt und hatte somit auch die geistliche Weihe. Nach seinem Tod im Jahre 814 entstand bald ein regelrechter Karlskult und um sein Leben und Wirken ranken sich seitdem viele Mythen und Legenden. Doch wie sehen Wissenschaftler den "Stammvater von Deutschland und Frankreich" heute? War er der gefürchtete "Sachsenschlächter" oder eher der feingeistige Pionier abendländischer Kultur? Karl, der brutale Eroberer oder Karl, der Begründer Europas?


[Sendung nachhören] zum Downloaden " Ziel speichern unter.."

29.5.1453: Konstantinopel erobert

Im Jahr 395 nach Christus spaltet sich das römische Imperium. Brennpunkt der Macht wird das Oströmische Reich. Seine Hauptstadt ist Byzanz, die antike Handelsstadt am Bosporus. Kaiser Konstantin der Große tauft sie um in "Konstantinopel". Die Kultur ist römisch-griechisch, der Glaube auf Geheiß des konvertierten Kaisers christlich. Über tausend Jahre lang, dann überrennen Turkstämme aus den Steppen Kleinasiens die Stadt.

Prof. Dr. Peter Schreiner: "Diese Osmanen waren ursprünglich relativ friedlich. Sie sind von den Byzantinern überhaupt nicht beachtet worden. Wie die jüngste Forschung gezeigt hat, waren diese Osmanen den Byzantinern sogar nützlich, denn sie haben Weidewirtschaft betrieben und trugen so zur Versorgung Konstantinopels bei."

Professor Doktor Peter Schreiner lehrt Byzantinistik an der Universität Köln. Und er weiß, dass der Frieden auf Dauer trügerisch ist. Konstantinopel ist zwar mit 300.000 Einwohnern für mittelalterliche Verhältnisse riesig, aber die Jahrhunderte schwächen den Moloch. Irgendwann werden nur noch 30.000 Einwohner übrig sein. Das Reich bröckelt.

Prof. Dr. Peter Schreiner: "Diese Schwäche ist zurückzuführen auf Ereignisse, die ihren Kernpunkt in der Eroberung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer im Jahre 1204 haben. Im Jahr 1204 ist das byzantinische Reich in Teilreiche zerfallen. Diese militärische Schwäche ist den Osmanen bewusst geworden."

Sultan Mehmed der Eroberer greift zu. Er träumt von einem osmanischen Weltreich, und Konstantinopel soll die Hauptstadt werden. Mehmed gelingen zwei Überraschungsaktionen. Zunächst lässt er neuartige Kanonen gießen, die Größten der Welt. Die Stadtmauern fallen. Dann schafft er siebzig Kriegsschiffe in den Hafen, über Nacht und quasi durch den Hintereingang. Vom Meer über eine schmale Landzunge werden sie von seinen Truppen ins Hafenbecken getragen. Kaiser Konstantin, Namensvetter des legendären ersten Christenkaisers, muss zusehen, wie seine Stadt fällt.

Kritobulos von Imbros, ein Zeitzeuge, schreibt: "Als er sah, dass die Feinde ihn zurückdrängten und durch die Mauerbresche glorreich in die Stadt hereinströmten, soll er mit lauter Stimme diese letzten Worte gesprochen haben: 'Die Stadt wird erobert, und ich lebe noch?' Und damit habe er sich mitten unter die Feinde gestürzt und sei niedergehauen worden."

Von den europäischen Metropolen der Zeit, Rom, Venedig oder Genua, kommt keine Hilfe. Querelen untereinander lenken sie ab. Ost-Rom ist längst uninteressant geworden. Sultan Mehmed tauft das ehemalige Herz der orthodoxen Christenheit um. Was zuerst Byzanz und dann Konstantinopel war, heißt jetzt Istanbul. Die christliche Religion wird zwar nicht verboten, aber Staatsreligion ist jetzt der Islam. Als erstes werden in den Kirchen die christlichen Symbole durch islamische ersetzt. Wer heute nach Spuren der damaligen Ereignisse sucht, sucht sie dort.

Prof. Dr. Peter Schreiner: "Am besten kann er diese Spuren in der Hagia Sophia finden, die als erstes nach der Eroberung in eine Moschee verwandelt worden ist. In dieser Kirche findet er noch einen Großteil des Schmuckes aus der byzantinischen Zeit. Er findet nicht mehr den Altar, er findet nicht mehr die Kanzel, sondern er findet Michrab und Minbar und runde Plaketten mit Suren des Koran."

100 Jahre lang wird das osmanische Reich auf dem Höhepunkt seiner Macht sein. Und hundert Jahre lang wieder langsam zerfallen. Mit dem Ersten Weltkrieg löst es sich endgültig auf, es beginnt die Ära der modernen Republik Türkei.

28.05.09

Ältestes ägyptisches Keilschriftdokument gefunden

Ägyptologe der Universität Wien erforscht asiatische Herrschaft im Pharaonenland

Im 17. Jahrhundert v. Chr. geriet Ägypten in die Abhängigkeit einer fremden Dynastie aus Vorderasien: Die Hyksos eroberten vom nordöstlichen Nildelta aus ganz Ägypten. Die Hauptstadt dieser Fremddynastie wurde von Manfred Bietak, Ägyptologe an der Universität Wien, bereits 1966 auf einem Ruinenhügel namens Tell el-Dab'a im Nordosten Ägyptens entdeckt. 2005 fanden Bietak und sein Team schließlich einen ausgedehnten Palastbezirk der Hyksos-Zeit. Heuer im Frühjahr stießen sie auf sensationelle Funde: Das älteste ägyptische Keilschriftdokument und eine im Palast bestattete Pferdestute.




Fragment einer babylonischen Keilschrifttafel (Foto: Österreichisches Archäologisches Institut (ÖAI) Kairo)

Bisher ist nicht viel über Herkunft, Kultur- und Ereignisgeschichte der Hyksos in Ägypten bekannt. Sie regierten zwischen 1640 und 1530 v. Chr. von ihrer Hauptstadt Auaris im östlichen Nildelta aus Ägypten, bis die Pharaonen der 17./18. Dynastie die Hyksos besiegten und die Hauptstadt eroberten.

Univ.-Prof. Dr. Manfred Bietak, Vorstand des Instituts für Ägyptologie der Universität Wien und Gründer des Österreichischen Archäologischen Instituts in Kairo, arbeitet gemeinsam mit Dr. Irene Forstner-Müller und einem großen Team seit 2005 an der Freilegung dieses vorderasiatischen Herrschersitzes der Hyksos.

Bei den diesjährigen Untersuchungen konnte ein weitreichendes Areal der ca. 10.000 Quadratmeter großen Palastanlage freigelegt werden. Zur Überraschung der ForscherInnen entspricht der Palast nicht dem Plan eines ägyptischen Palastes, sondern reiht sich architektonisch unter die Königspaläste aus Syrien ein - dem Ursprungsland der Hyksos.

Im Zuge der Freilegung des Hyksos-Palastes machten die ForscherInnen Sensationsfunde: In der Füllung des Palastbrunnens der mittleren bis späten Hyksoszeit fanden sie das Fragment einer babylonischen Keilschrifttafel aus den letzten Dezennien des Altbabylonischen Reiches (1600 - 1550 v. Chr.). "Es handelt sich dabei um das bisher älteste Keilschriftdokument in Ägypten und belegt die unerwartet weit reichenden diplomatischen Beziehungen der Dynastie der Hyksos", erklärt Manfred Bietak. Der Fund ist die "Krönung" für den soeben sehr positiv vom FWF evaluierten und von Manfred Bietak geleiteten Spezialforschungsbereich "SCIEM 2000", der die Synchronisierung der Hochkulturen zum Thema hat.

Eine weitere Überraschung war der Fund einer im Palast bestatteten Pferdestute, möglicherweise das Lieblingstier des Hyksos Chayan. Dabei handelt es sich um die bisher älteste entdeckte Pferdebestattung in Ägypten.


Spezialforschungsbereich SCIEM 2000 an der ÖAW


Quelle: archaeologie-online.de

24.05.09

Mit Wasser und Feuer Keramik datieren

Britische Forscher haben eine neue Methode der Keramikdatierung vorgestellt

Wissenschaftler der Universitäten von Manchester und Edinburgh haben einen neue Methode entwickelt, um das Alter keramischer Artefakte direkt zu bestimmen. Mit Hilfe der sogenannten "Rehydroxylationsdatierung" soll Keramik mit einem Alter bis zu 2000 Jahre datiert werden können. Das Wissenschaftlerteam geht allerdings davon aus, dass die Methode bis zu 10.000 Jahre zurückreichen kann
.

Keramik hat sich bisher erfolgreich einer direkten naturwissenschaftlichen Altersbetimmung gewehrt, bis auf die Thermolumineszenzanalyse, die allerdings sehr aufwendig und nicht sehr präzise ist. Die neue Methode basiert auf der Eigenschaft von gebrannter Keramik nach ihrer letzten starken Erhitzung sofort wieder Feuchtigkeit aus der Umgebung aufzunehmen. Aus diesem Prozess resultiert somit eine ständige Gewichtszunahme der Keramik. Und diese Gewichtszunahme macht sich die Analysemethode zu Nutze. Die Scherbe wird mit einer hochpräzisen Waage gewogen und danach auf 500 °C erhitzt - bei dieser Temperatur wird dem keramischen Artefakt alle Feuchtigkeit entzogen. Danach wird die Scherbe erneut gewogen und die Differenz berechnet. Unter Laborbedingungen wird im Anschluß das Verhältnis Zeit/Feuchtigkeitsaufnahme ermittelt, um somit bis zur letzten starken Erhitzung zurück rechnen zu können.

Die bisherigen Messungen von Material, dessen Alter man kannte, ergab eine Genauigkeit von etwa ± 20 Jahren. Die Umgebung der Keramikfunde soll, so die Forscher, das Messergebniss nicht beeinflussen. Das Verfahren wurde am 20. Mai in der Onlineausgabe der Proceedings of the Royal Society veröffentlicht.


Abstract des Artikels in der Onlineausgabe der Proceedings of the Royal Society



Vollständige PDF-Version des Artikels



Artikel in der Wikipedia über die Thermolumineszensanalyse, die bisher einzige direkte Datierungsmethode für Keramik