Von Freitag, 18.09., bis Sonntag, 22.09.2009, heißt es in Bad Münster am Stein-Ebernburg wieder „Wohlan, es sei!“ – zum 23. Mal nun schon kehrt die Welt des Mittelalters in die engen verwinkelten Gassen Ebernburgs zurück. Ein Besuch lohnt dann auf jeden Fall, zählt der Ebernburger Markt doch zu den ältesten und noch dazu zu den größten und schönsten Mittelalterfesten in ganz Deutschland.
Stolze Ritter in blinkenden Rüstungen, edle Burgfräuleins, Gaukler, Hexen, Handwerker, Bauersleut und Pfaffenvolk drehen die Zeit ins beginnende 13. Jahrhundert zurück. Denn die Gräfin hat wieder zum Markttag nach Ebernburg geladen. Da wird an rund 100 Ständen mittelalterliches Handwerk demonstriert, Krämer versuchen ihre Ware unters Volk zu bringen und in den Wirtshäusern herrscht ausgelassene Stimmung. Im Badehaus kann man sich mit feinsten Rezepturen verwöhnen lassen, bevor man mit der Dame seines Herzens zum Turnierplatz schreitet, um den edlen Rittern beim Kampf zuzuschauen.
Weitere Infos (Fahrpläne, Programm, Fotos, Kontaktdaten) unter:
http://www.bad-muenster-ebernburg.de
Quelle: sommerfest-international.de
07.09.09
Mittelalterlicher Markt mit Ritterturnier Bad Münster am Stein
05.09.09
Abraham - Vater des Glaubens
Juden, Christen und Muslime verehren den nomadischen Stammesfürsten Abraham aus Mesopotamien als Musterbeispiel eines vertrauensvollen Gesprächs mit Gott ...
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Bad Kreuznacher Römerhalle wird zeitgemäßer
FÖRDERMITTEL Kein Lesen von Tafeln mehr, Besucher soll aktiv werden / Land bezuschusst neues Konzept
Das Konzept der Römerhalle, eröffnet vor 25 Jahren, soll den aktuellen Ansprüchen des Museumsbesuchers angepasst werden. In vier Teilschritten werden Veränderungen in der Dauerausstellung vorgenommen, es wird Mitmachstationen geben, an denen der Besucher selbst auch aktiv gefordert und spielerisch Wissen vermittelt wird. So zum Beispiel zu Baumaterial, der Heizungsanlage, dem Leben der reichen wie der armen Römer, dem Militär und natürlich den Mosaikböden. Der Museumsverband Rheinland-Pfalz war 2007 an die Stadt und Dr. Angela Nestler-Zapp, Direktorin der Museen im Rittergut Bangert, mit der Frage einer Konzepterarbeitung für die Umgestaltung herangetreten.
Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Mainz, hat der Stadt die finanzielle Förderung für eine Neugestaltung und Erweiterung der ständigen Ausstellung in der Römerhalle zugesagt. Die Römerhalle ist eines von vier Museen in Rheinland-Pfalz, die eine mehrjährige Projektförderung aus Landesmitteln erfahren. "Diese Förderung macht auch den Stellenwert deutlich, welchen die Römerhalle und die römische Villa für die römische Vergangenheit unseres Bundeslandes besitzen", betonten Kulturdezernentin Helga Baumann und Nestler-Zapp.
Insgesamt werden 189 000 Euro in die Umgestaltung gesteckt, 50 000 davon trägt die Stadt. Im Rahmen der Förderung des "Kulturerbes der Region" ist die Umsetzung des Projektes auf vier Jahre ausgerichtet. Sie erfolgt in jährlichen Teilprojekten, der erste Schritt "Baugeschichte der römischen Villa von Bad Kreuznach" beginnt noch 2009.
Heidi Schumacher, Abteilungsleiterin Kultur im Ministerium, betonte, dass die Tourismus-Strategie 2015 des Landes die Kultur als Basis der vier Förderschwerpunkte Wandern, Radwandern, Weinbau und Wellness angesehen wird. Unter der Dachmarke "Römer, Ritter und Romantiker", so Schumacher, werden Projekte gefördert, von denen man sich eine Belebung einer ganzen Region verspreche. Vor allem "Schlecht-Wetter"-Angebote seien im Land für die Touristen noch nicht so üppig gesät. Die kulturelle Bedeutung der römischen Villa, die aufgrund des Villentyps, der Größe der Anlage, des Baukonzeptes und der Prachtentfaltung beim Innenausbau herausragendes Beispiel römischer Villenbaukunst nördlich der Alpen ist, wurde bei der Antragstellung als Alleinstellungsmerkmal bewertet. Auch die Sammlung von Soldatengrabsteinen des Gräberfeldes von Bingerbrück aus dem 1. Jh. nach Christus sowie das spätantike Kastell von Kreuznach werden wichtige Themen der Neugestaltung sein. Ziel ist die zeitgemäße Aufbereitung und Präsentation der Exponate, wobei das Kulturerlebnis und das generationsübergreifende Lernen für die Besucher im Vordergrund stehen. Archäologische Befunde sollen lesbar und somit als Identifikationsmerkmal der Region Rheinland-Pfalz als ehemaliges römisches Territorium verwertbar gemacht werden.
Ein Team wird das Projekt, dessen wissenschaftliche Leitung in Händen von Dr. Angela Nestler-Zapp liegt, umsetzen: Sibylle von Roesgen M.A., (v.roesgens kulturmanagment, Heidesheim), Alfred Engler (arts + media, Mainz), Dr. Karin Drda-Kühn (media k, Bad Mergentheim), sowie Dr. Sabine Hornung M.A., Mainz. Unterstützung hat auch Landes-Archäologe Dr. Gerd Rupprecht zugesagt. "Durch die Förderung wird für die Römerhalle ein zeitgemäßer Standard der Präsentation erarbeitet. Sie birgt einzigartige Schätze, aber sie allein reichen nicht, um Besucher anzuziehen, es muss auch der Ausstellungsstandard den heutigen Anforderungen entsprechen", so Kulturdezernentin Baumann. Derzeit werden in der Römerhalle jährlich 13000 bis 14 000 Besucher gezählt. Nester-Zapp betont, dass die Zahl gesteigert werden soll, "die Einrichtung hätte mehr als doppelt so viele Besucher verdient."
Quelle: allgemeine-zeitung.de
Tags: Antike, Kultur, Roemer, Veranstalltungen
Eine Scherbe rettet die Römersiedlung
Der Papier gewordene Albtraum von Gerda Weller heißt „Bebauungsplan Nr. 14“ und ist auf den 13. November 1990 datiert. Knapp 19 Jahre später steht sie an jenem Ort, an dem die Gemeinde Lahnau im Lahn-Dill-Kreis ursprünglich ein 3,6 Hektar großes Gewerbegebiet einrichten wollte. Weller fährt mit dem Zeigefinger über die Planskizze von damals, dann weist sie mit einer ausladenden Handbewegung über das umliegende Gebiet: In zweihundert Metern Entfernung erhebt sich ein großer Erdhügel.
Direkt daneben liegt der große Trichter, in dem Forscher den Pferdekopf der römischen Bronzestatue fanden, der vor zwei Wochen für weltweites Aufsehen sorgte. In der anderen Blickrichtung grenzt die Lagerhalle eines Baustoffhandels an den Ort. Dort hat sich das Archäologen-Team eingerichtet: Zwischen Betonquadern und Gabelstaplern residieren die Forscher und ihre Mitarbeiter in zwei orangefarbenen Containern. „Das wäre alles ein großes Gewerbegebiet geworden“, sagt Weller.
Scherben und Tonfragmente aus der Römerzeit
Daraus ist nichts geworden, stattdessen weist heute ein unscheinbares Schild an der Landstraße in Richtung Naunheim mit der Aufschrift „Römisches Forum“ in Richtung des Geländes. Dort verhinderte Weller mit ihren Feldbegehungen vom Herbst 1989 an einen Gewerbepark. Sie selbst sieht ihre Rolle untergeordnet: Der sensationelle Fund des Fragments der Statue sei vor allem richtigen Entscheidungen bei den Behörden zu verdanken. Selbst gesehen hat sie den Pferdekopf bis heute nicht.
Gerda Weller besteigt den sogenannten Feldherrnhügel, eine Aussichtsplattform mitten auf dem Grabungsgelände. In dieser Gegend unternahm sie vor zwanzig Jahren auf Anregung des damaligen Kreisbodendenkmalpflegers Klaus Engelbach die Feldbegehungen, bei denen sie die erste Scherben und Tonfragmente aus der Römerzeit fand. „Ich habe dabei eigentlich an frühmittelalterliche Funde gedacht“, sagt sie.
Steinfundamente aus der römischen Antike
Als Weller Ende 1989 beim Bodendenkmalpfleger des Kreises Wetzlar, Heinrich Janke, ihre Funde auf den Tisch legt, zieht dieser eine einzelne Scherbe heraus. „Die ist römisch“, lautet sein knapper Kommentar. Weller begann daraufhin am Westzipfel ihres Heimatortes gründlich nach weiteren Funden zu suchen. 1991 brachte sie kistenweise Steine und Scherben zum Landesamt für Denkmalpflege in Wiesbaden, im Herbst 1992 besuchte schließlich Heinz-Jürgen Köhler von der Römisch-Germanischen Kommission in Frankfurt die Äcker vor Waldgirmes. „Das war ein historischer Tag“, sagt Weller. Sie neige nicht zu Euphorie, denn für ihre Passion benötige sie viel Geduld und einen kühlen Kopf: Bei 90 Prozent ihrer Feldbegehungen findet sie nämlich gar nichts.
Allen Grund zur Freude gab es 1993 nach drei Jahren geduldigen Weitersuchens: Bei einer sogenannten Sondage, der ersten Bodenanalyse durch die Römisch-Germanische Kommission, wird offenkundig, dass unter den Äckern noch mehr verborgen sein muss: Daraufhin werden die Pläne für das Gewerbegebiet ad acta gelegt. 1998 entdeckten die Archäologen bei den Grabungsarbeiten sogar die ersten rechtsrheinischen Steinfundamente aus der römischen Antike – „dieser Ort hat eine hohe geschichtliche Bedeutung“, sagt Weller rückblickend.
„Verkettung von günstigen Umständen und Fleiß“
Sie habe sich schon als Kind für die Archäologie interessiert, sagt die kleine Frau, Jahrgang 1957. Damals sei sie durch die Felder gezogen und habe Relikte aus der Vergangenheit gesammelt. Das sei gar nicht so einfach, denn die Saison für Feldbegehungen beschränkt sich auf das Frühjahr und den Spätherbst: „Wenn Getreide auf den Feldern steht, kann ich nicht suchen“, sagt Weller. Während der „Saison“ ist sie dafür regelmäßig unterwegs und opfert den Großteil ihrer Freizeit.
Dass ausgerechnet ihre Feldbegehungen vor 20 Jahren die Sensation von vor drei Wochen möglich gemacht haben, bewertet sie als „Verkettung von günstigen Umständen und Fleiß“. „Der Tüchtige hat manchmal auch Glück“, sagt sie. Den Begriff der „Hobby-Archäologin“ mag Weller nicht, das klingt ihr zu abschätzig: Sie sei ehrenamtliche Mitarbeiterin des Landesamtes für Denkmalpflege.
Systematisch nach Spuren aus der Vergangenheit suchen
Vor der Reiterstatue des Kaisers Augustus hat sich inzwischen eine größere Gruppe betagter Fahrradtouristen andächtig im Halbkreis versammelt. Die Bronzeskulptur in der Mitte des römischen Forums ist nur eine Nachbildung – ebenso wie das Forum selbst. Das habe man nach der Ausgrabung wieder verschüttet und stattdessen die Grundmauern wenige Meter darüber nachgebildet, weiß Weller. Der Sockel, auf dem die Reiterstatue in der Sonne glänzt, wird von vier rechteckigen Betonplatten flankiert, die die Standorte weiterer Sockel im Forum markieren – ob sich dort ebenfalls Skulpturen befanden, ist unklar.
Offen bleibt wohl auch, ob weitere Funde unter den 7,7 Hektar Land der ehemaligen Römerstadt liegen, denn nur einen Teil des Geländes haben die Archäologen umgepflügt: Der Baustoffhandel und einige Häuser am Westrand der Gemeinde stehen auf dem Terrain der antiken Siedlung. Weller ist trotzdem zufrieden, schließlich sei das Gewerbegebiet verhindert worden. Für Waldgirmes wünscht sie sich einen Archäologischen Park, um die Römerstadt „optisch erlebbar“ zu machen. „Den Leuten muss etwas geboten werden, hier hat Geschichte stattgefunden“, sagt sie. Der Fund des Pferdekopfes beende jedenfalls nicht ihre Feldbegehungen – sie will weiterhin das Lahntal anhand ihrer Flurkarten und Pläne systematisch nach Spuren aus der Vergangenheit absuchen. Ohne große Euphorie, aber mit viel Geduld: „Ich höre nie auf.“
Quelle: faz.net/
Tags: Antike, Ausgrabungen, Bauwerke, Roemer
04.09.09
Taking Woodstock
Eigentlich träumt der junge Elliot Tiber von einer Karriere als Innendesigner. Doch das Motel seiner Eltern läuft alles andere als berauschend, und so hockt er weiter in seinem heimatlichen Kaff und sinnt nach einer Idee, wie man die Geschäfte wieder ins Laufen bringen könnte. Als er aus der Zeitung erfährt, dass einem groß angekündigten Open Air Konzert die Erlaubnis entzogen wurde, wittert Elliot die Chance: Er bietet er den Veranstaltern ganz einfach die Kuhwiese hinter dem elterlichen Grundstück als Austragungsort an, ohne zu ahnen, welche Welle er mit diesem Angebot losschlägt.
Taking Woodstock
Tags: Kino, Programmvorschau
07.08.09
06.08.09
Regisseur Costa-Gavras empört über Kürzung von Museumsfilm
Athen — Der griechisch-französische Filmemacher Constantin Costa-Gavras hat scharf gegen die Kürzung eines Films von ihm protestiert, der im neuen Akropolis-Museum in Athen gezeigt wird. Die Kürzung sei eine "nicht hinnehmbare Zensur", sagte Costa-Gavras griechischen Medienberichten zufolge. Die Entscheidung sei auf Druck der machtvollen griechisch-orthodoxen Kirche erfolgt, kritisierte der Regisseur. Vertreter des Kulturministeriums und des Museums hatten angeordnet, aus dem 13 Minuten langen Animationsfilm eine anderthalbminütige Sequenz herauszuschneiden.
In der Szene ist zu sehen, wie Christen mit Leitern den Parthenon-Tempel erklimmen, um Darstellungen zu zerstören und Statuen zu entfernen. Der Zeitung "Eleftherotypia" zufolge begründeten die Behörden die Entfernung der Filmszene damit, dass Besucher durch die Darstellung "verärgert" worden seien. Costa-Gavras zeigte sich empört und sagte, er habe lediglich nachprüfbare historische Fakten dargestellt. Auch die größte Oppositionspartei PASOK kritisierte die Kürzung des Films.
Quelle: google.com/hostednews
Tags: Animation, Antike, Bauwerke, Griechenland, Parthenon