Die Wikinger waren keine geschlossene ethnische Gruppe, sondern lebten in verschiedenen Stämmen und Völkern in Skandinavien. Ursprünglich siedelten sie als Bauern in Küstennähe. Als Wikingerzeit wird vornehmlich die Zeit zwischen 793 und 1066 angesehen, in der Wikinger Küsten-, Flussgebiete und Inseln Europas plünderten, aber auch besiedelten und ein weitreichendes Handelsnetz errichteten. Aufgrund ihrer überlegenen Fähigkeiten im Schiffsbau waren die Wikingerschiffe gefürchtet, da sie schnell und wendig waren und somit ideal, um auf Raubzügen Angst und Schrecken zu verbreiten.
16.04.08
Die großen Krieger - Die Wikinger
14.04.08
Machtlose Götter der Germanen
Um die heidnischen Friesen von der Machtlosigkeit ihrer Götter zu überzeugen, fällte der heilige Bonifatius im Jahr 723 in der Nähe der thüringischen Stadt Geismar eine dem Gott Donar (Thor) geweihte Eiche.
Die Szene ist vielfach dargestellt worden, vor allem in historisierenden Gemälden des 19. Jahrhunderts. Natürlich war sie auch Bestandteil des aufwändigen Freskenschmucks, mit dem die Basilika St. Bonifatius in München um 1840 ausgestattet wurde. Insgesamt 22 Episoden aus dem Leben des Heiligen hat der Maler Heinrich von Hess dort in monumentalen Fresken festgehalten. Die durch alliierte Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kirche wurde zwar in den 1950er Jahren wieder aufgebaut, doch wurden die Fresken dabei nicht rekonstruiert. Allerdings gibt es einen Lithographie-Zyklus nach den Fresken in der Bonifatius-Kirche, der sich im Besitz des Vonderau Museums in Fulda befindet.
Die Szene, in der Bonifatius die Donareiche fällt, hat der Maler besonders dramatisch ausgestaltet. Im Vordergrund ist der Heilige zu sehen, wie er zu einem kraftvollen Schlag ausholt. Im Hintergrund hebt ein heidnischer Priester abwehrend die Hand, weil er den Zorn Donars fürchtet, wie auch die Menschen hinter ihm, die vor Angst davonlaufen. Auf einem Stein liegt ein Widder, den der heidnische Priester in diesem Augenblick wohl opfern wollte. Zur Feier dieses Opfers ist die Eiche mit Girlanden umwunden. Natürlich blieb der Zorn Donars aus, was die Friesen umso mehr verwundert haben mag, als er doch der Gott des Donners war. Mit solchen spektakulären Aktionen gewann Bonifatius die Menschen für das Christentum, die germanischen Götter und ihre Kultstätten verschwanden in der Geschichte. Und doch verwenden die Menschen nicht nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern auch in England und den skandinavischen Ländern noch immer seinen Namen, wenigstens einmal in der Woche. Denn von dem germanischen Gott Donar ist der deutsche „Donnerstag“ ebenso abgeleitet wie das englische „Thursday“ oder das dänische „torsdag“. Das hätte dem heiligen Bonifatius kaum gefallen…
Der aus dem Südwesten Englands stammende „Apostel der Deutschen“ wurde bereits als siebenjähriges Kind von seinen Eltern in ein Kloster gegeben. Im Alter von etwas über 30 Jahren unternahm er 716/17 seine erste Missionsreise zu den Friesen, kehrte aber bald wieder nach England zurück, wo er zum Abt seines Klosters gewählt wurde. Doch sein eigentliches Streben galt fortan der Mission. Zu aller erst aber reiste er nach Rom. Für Bonifatius war Rom das Zentrum, an dem sich alle Christen orientieren sollten. Vor diesem Hintergrund ist es zu verstehen, dass Bonifatius von Papst Gregor II. persönlich den Auftrag zur Missionierung Germaniens erhalten hat. In der Folge predigte Bonifatius neuerlich bei den Friesen, danach bei den Hessen, wo er 744 in Fulda ein Kloster gegründet hat, das in der Folge zum Ausgangspunkt seiner Missionstätigkeit wurde. Doch die Missionierung allein genügte ihm nicht; er wollte die Kirche Germaniens von Grund auf organisieren und an Rom ausrichten. Daher reiste er 722 ein weiteres Mal in die „ewige Stadt“, wo er zum Bischof geweiht wurde. Wieder im Norden angekommen, setzte er sein Missionswerk bei den Hessen fort. 725 zog Bonifatius weiter nach Thüringen, das wie Hessen in bedrohlicher Nähe zu den heidnischen Sachsen lag.
Wie man sich im 19. Jahrhundert die Missionsreisen des Heiligen vorgestellt hat, zeigt ein weiteres Bild aus dem Fuldaer Lithographie-Zyklus. Mit erhobenem Kreuz spricht Bonifatius zu friesischen Familien, die ihm aufmerksam zuhören. Wilde Haare und Bärte weisen sie als Angehörige eines von der westlichen Zivilisation noch nicht erreichten Volkes aus. Am rechten Bildrand knien zwei Männer, denen ein Mönch offensichtlich gerade die Taufe spendet.
In Rom wusste man um den Wert Bonifatius’ und ernannte ihn 732 zum Erzbischof. Dies war die Voraussetzung dafür, dass Bonifatius die kirchliche Landschaft in den missionierten Gebieten durch die Weihe von Bischöfen und die damit verbundene Gründung neuer Bistümer noch eindeutiger an Rom ausrichten konnte, so wie es seinem Traum von einer universalen christlichen Kirche entsprach. So verdanken unter anderem die Bistümer Erfurt, Würzburg und Eichstätt ihre Gründung dem heiligen Bonifatius. 737 brach Bonifatius zu seiner dritten Reise nach Rom auf, die ihm die Ernennung zum päpstlichen Legaten für Germanien einbrachte. Im Alter von fast 80 Jahren kehrte er noch einmal zu seinen Wurzeln zurück: Er predigte den Friesen das Wort Gottes. Am 5. Juni 754 wollte er in Dokkum das Sakrament der Firmung spenden. Doch in den frühen Morgenstunden wurde das Lager des Erzbischofs überfallen, Bonifatius getötet. Der Missionar Germaniens war wohl nicht wegen seines Glaubens getötet worden, sondern einem Raubmord zum Opfer gefallen…
Auch diese Episode ist natürlich Bestand des Lithographie-Zyklus im Vonderau Museum. Ein nur spärlich bekleideter Friese, der sich ein Wildschweinfell samt Kopf umgehängt hat, sticht auf Bonifatius ein. Andere Mönche werden mit Axthieben und Speeren ermordet. Der Heilige ist bereits zusammengesunken. In seiner Hand hält er ein Buch, mit dem er sich vor den tödlichen Hieben schützen wollte. Tatsächlich ist im Dom-Museum in Fulda das Faksimile einer Evangelienhandschrift des 7. Jahrhunderts mit deutlichen Hiebspuren zu sehen, die einer Legende zufolge ebenjenes Buch ist, das Bonifatius schützend über sich gehalten hat.
Quelle: Arte.Tv (Uwe A. Oster )
14.4.1191: Kaiserkrönung Heinrichs VI.
Am 14. April 1191 wurde der deutsche König Heinrich VI. von Papst Coelestin III. zum Kaiser des heiligen römischen Reiches gekrönt. Damit billigte der widerstrebende Papst das Vorgehen Heinrichs, der versuchte, seinen Erbanspruch auf das sizilianische Reich durchzusetzen. Wegen der Revolte deutscher Fürsten musste Heinrich seinen Sizilien-Feldzug aber abbrechen und nach Deutschland zurückkehren. Bei einem zweiten Italienzug gelang Heinrich die Eroberung und im Jahr 1194 wurde er König von Sizilien. Damit erreichte die Macht der Staufer ihren Höhepunkt. Heinrich gelang es aber nicht, gegen den Widerstand des Papstes und der deutschen Fürsten das deutsche Königtum erblich zu machen. Im Dezember 1196 wurde sein Sohn Friedrich auf die herkömmliche Weise zum deutschen König gewählt.
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13.04.08
Hightech der Antike - Erfindungen zwischen Tiber + Tigris
Bereits die Alten Griechen und Römer bauten Maschinen. Ihre technischen Errungenschaften wurden nicht nur zu kriegerischen Zwecken verwertet, sondern auch, um das Leben leichter zu gestalten. Experimente mit der berühmten Bagdad-Batterie deuten sogar darauf hin, dass die Menschen vor mehr als 2.000 Jahren bereits elektrischen Strom zu industriellen Zwecken einsetzten.
Vitruvius lebte im 1. Jahrhundert vor Christus. Als Architekt und Ingenieur wirkte er bei der Entwicklung und dem Bau des Wasserversorgungssystems von Rom mit. Sowohl unter der Herrschaft von Cäsar als auch unter Augustus war Vetruvius aber auch für den Bau von Kriegsmaschinenen verantwortlich. Im Alter betätigte sich der Pensionär als Schriftsteller. Zwischen 33 und 22 vor Christus entstand sein Werk "Zehn Bücher über Architektur". Der letzte Band ist den Maschinen gewidmet. Detailliert beschreibt der Römer Pumpen und etliche andere Geräte, um Wasser zu bewegen. Eine relativ hoch entwickelte Technik trug maßgeblich zur Macht des Römischen Reiches bei. Über massive Aquädukte leiteten sie Wasser über große Entfernungen. Eine Getreidemühle, wie sie bei Vetruvius beschrieben ist, wurde in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts in der Provence freigelegt. Die Mühlen von Barbegal gelten als technisches Wunderwerk der Spätantike. In industrieller Massenproduktion erzeugten sie Mehl für das tägliche Brot der 12.000 Einwohner.
Ihre technischen Erfindungen exportierten die Römer bis nach England. Bei Ausgrabungen entdeckte Wasserspülklos zeugen vom hohen sanitären Standard der römischen Kompanien. Aber nicht nur die Energie des Wasser, auch Solarenergie war bereits in der Antike modern. Archimedes soll eine römische Flotte mit Hilfe von Spiegeln in Brand gesteckt haben. Ob der Spiegel des Archimedes eine historische Tatsache ist oder ins Reich der Fabeln gehört, überprüfen Wissenschaftler in einem aufwändigen Experiment. Mit Hilfe von Versuchen konnten Forscher auch nachweisen, dass die 1936 gefundene "Batterie von Bagdad" Strom erzeugen kann. Befüllt man die Tongefäße aus dem 3. Jahrhundert vor Christus beispielsweise mit Essig erzeugen sie elektrische Energie. Vermutlich benutzten die Parther im 3. Jahrhundert vor Christus bereits das Galvanische Prinzip zur Vergoldung von Münzen.
Der Dokumentarfilm beleuchtet die technischen Errungenschaften der Antike.
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13.4.1598: Ende der Hugenottenkriege
Mit dem Edikt von Nantes beendete der französische König Heinrich IV. die seit 1562 andauernden Hugenottenkriege. In diesen acht aufeinanderfolgenden Kriegen kämpften die protestantischen Hugenotten gegen die herrschenden Katholiken. Im Zuge der Auseinandersetzungen wurden die Hugenotten aus allen politischen und gesellschaftlichen Machtstellungen entfernt. Mit dem Edikt erhielten die Protestanten die vollen Bürgerrechte zurück. Sie durften ihren Glauben wieder ausüben und öffentliche Ämter bekleiden. Das Edikt galt bis ins Jahr 1685, als der französische König Ludwig XIV. das Edikt von Nantes wieder zurücknahm.
Erläuterung der Hugenottenkriege
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13.4.1204: Plünderung Konstantinopels
Sie befanden sich auf dem Vierten Kreuzzug, die Kreuzritter, die am 13. April 1204 die Stadt Konstantinopel plünderten. Wie die Ritter, die an den drei vorherigen Kreuzzügen teilgenommen hatten, sollten eigentlich auch diese Ritter - diesmal auf den Aufruf Papst Innozenz III. hin - das Heilige Land erobern. Auf Initiative der Venezianer aber wich das Kreuzfahrerheer im Jahr 1203 von seinem ursprünglichen Vorhaben ab. Sie eroberten statt dessen die Stadt Konstantinopel und setzten einen Herrscher ein. Nach dessen Ermordung fielen die Ritter über die Stadt her. Die Plünderungen dauerten jahrelang an. In der Zeit der lateinischen Herrschaft wurden alle Wertgegenstände aus Konstantinopel entfernt und heilige Relikte nach Westeuropa gebracht.
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Wer war Johanna von Orleans?
Jeanne d'Arc, die "Heilige Johanna von Orléans", gehört als Bezwingerin der Engländer im Hundertjährigen Krieg zu den Nationalhelden Frankreichs. Zahlreiche Geheimnisse ranken sich um die Tochter eines lothringischen Bauern, die 1431 als Ketzerin auf dem Scheiterhaufen in Rouen starb. Fünf Jahre nach der Hinrichtung erschien eine junge Frau, die behauptete, die Flammen überlebt zu haben und Jeanne d'Arc zu sein. Der Dokumentarfilm versucht, diesem Rätsel auf den Grund zu gehen.
n der Erinnerung der Franzosen hat Jeanne d'Arc, die auf dem Scheiterhaufen starb, nachdem sie im Hundertjährigen Krieg die Engländer verjagt und Frankreich die Unabhängigkeit zurückgegeben hatte, einen festen Platz.
Wer war die Schäferin aus Lothringen, die zur französischen Nationalheldin wurde, und wie kam es zu ihrer öffentlichen Hinrichtung am 30. Mai 1431 in Rouen? Und wer verbarg sich hinter der von den Historikern die "Falsche Jeanne" genannten Frau, die fünf Jahre später behauptete, Jeanne d'Arc zu sein und den Flammen des Scheiterhaufens getrotzt zu haben?
Jeanne d'Arcs Geschichte war so außergewöhnlich, dass ihrer Person sehr viel Geheimnisvolles und Rätselhaftes zugeschrieben wurde. Anhand historischer Quellen gehen die Forscher in dem Dokumentarfilm von Martin Meissonnier diesen vielen, noch heute offenen Fragen nach und rekonstruieren das Schicksal einer ungewöhnlichen Frau.
Tags: Dokumentation, Mittelalter, Mythos