Der römische Kaiser Caracalla, eigentlich Lucius Septimius Bassianus (188-217), tötete seinen jüngeren Bruder und Mitregenten Publius Septimius Geta in den Armen der Mutter, um die Alleinherrschaft im Römischen Reich an sich zu bringen. Getas Freunde und Gefährten ließ er auf grausame Art ermorden. Einer seiner ersten Erlasse als Kaiser war 212 die "Constitutio Antoniniana de Civitate", in der den Bewohnern des Römischen Reiches das Bürgerrecht zugestand. Caracalla identifizierte sich mit Alexander dem Großen und versuchte dessen Pläne eines Weltreichs zu verwirklichen. Unter seiner Herrschaft führte das römische Heer Kriege gegen die Alemannen (212 und 213) und die Parther (216-217). Caracalla wurde vom Präfekten der kaiserlichen Garde, Macrinus, am 4. April 217 im Partherkrieg ermordet.
Quelle: kalenderblatt.de
26.02.09
26.2.212: Brudermord in Rom
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25.02.09
Dokumentationsreihe über Kunst auf Arte
Vom 1. bis zum 22. März strahlt ARTE sonntags eine neue Dokumentationsreihe aus, die einen persönlichen, nicht chronologischen Überblick über die Kunstgeschichte geben will und dabei ganz bewusst auf Experteninterviews verzichtet. Zu sehen ist nur die pure Kunst.
ARTE präsentiert eine ehrgeizige Reihe, deren einzelne Folgen miteinander korrespondieren und parallel mehrere Thesen verteidigen. Das Projekt knüpft an den gesamtheitlichen Anspruch der großen Historiker des 19. Jahrhunderts an und will - unter Einsatz modernster HD-Qualität - einen nicht chronologischen, sondern persönlichen Überblick über die Kunstgeschichte geben.
Es gibt keine Interviews mit Experten, keine biografischen Einzelheiten und intime Enthüllungen, nur die Bilder werden detailgetreu und in HD-Qualität gefilmt. Die Erzählung von Hector Obalk gibt die Richtung vor, in der die Bilder vorbeiziehen, und regt den Zuschauer dazu an, sich nach dem Was und Wie der Malerei zu fragen. Dabei geht es nicht um kunstgeschichtliche Betrachtungen, sondern um reine Kunstkritik, die den Zuschauer immer wieder mit seinem eigenen ästhetischen Urteil konfrontiert.
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24.02.09
Das Rätsel um das zweite Bild
Das Gemälde "David und Goliath"
Als echter Michelangelo wurde es an Ludwig XIV. verschenkt, tatsächlich war es von Daniele da Volterra: Das Gemälde "David und Goliath" entstand vor über vier Jahrhunderten und birgt auch heute noch zahlreiche Geheimnisse. Das doppelseitige Bild verwischt die Grenzen zwischen Malerei und Skulptur und spiegelt das Verlangen wider, Bewegung bildlich darzustellen. Dieses Verlangen gibt es schon lange. Aus ihm entstand die Filmkunst. Hat Daniele da Volterra bereits davon geträumt? War sein Vorgehen rein formaler Natur oder wollte er seinem Freund und Meister Michelangelo das Glück der ewigen Bewegung schenken?
"David und Goliath" von Daniele da Volterra ist ein einzigartiges Werk, Gemälde und Skulptur in einem. Der Künstler bemalte eine Schiefertafel beidseitig, um dieselbe Szene von vorne und von hinten darzustellen und somit Raum, Geschehen und Gestik ganz neu zu erfassen. Es gibt kein anderes Werk dieser Art und kein weiteres Gemälde auf Schiefer in dieser Größe, von 1,80 auf 1,33 Metern.
"Das Rätsel um das zweite Bild" erzählt die Geschichte des Werks und geht den damit verbundenen künstlerischen, technischen und formalen Herausforderungen nach, die sich in der damaligen Zeit an den Künstler stellten. Außerdem handelt der Film von der Begegnung zwischen dem Schüler Daniele da Volterra und seinem Meister, dem großen Michelangelo.
Die beiden Künstler waren sich nahe. Da Volterra erhielt aus der Hand Michelangelos Zeichnungen für seine eigenen Bilder. Er stand am Sterbebett des Meisters und kümmerte sich um die Auflösung seines Ateliers. Den Tod Michelangelos beklagte er wie den eines Vaters.
Da Volterra war der Freund und Ziehsohn Michelangelos, und er rettete seine Fresken in der Sixtinischen Kapelle. Aber er war auch ein eigenständiger Künstler, der versuchte, die scheinbar unüberwindbaren Grenzen zwischen Malerei und Skulptur zu durchbrechen. Mit "David und Goliath" gelang ihm das so gut, dass das Werk mehr als 200 Jahre lang Michelangelo zugeschrieben und so auch an Ludwig XIV. verschenkt wurde.
Zwei Restauratorinnen untersuchen "David und Goliath" und enthüllen in minuziöser Detektivarbeit die Verbindung zwischen dem Gemälde und der Geschichte der beiden Künstler, ihrer Beziehung, ihrer Zeit. Der Zuschauer erhält Einblick in ein menschliches und künstlerisches Abenteuer und entdeckt ein Werk, das über vier Jahrhunderte nach seiner Entstehung nichts von seiner Kraft verloren hat.
Tags: Kultur, Kunst, Mittelalter
23.02.09
Archäologen stellen Chinas Seidenpatent in Frage
Cambridge/Aachen - Schon im Jahr 2450 vor Christus verwendeten Kulturen am Ganges die Seide und wussten um dessen Herstellung Bescheid. Das behaupten Archäologen der Harvard University http://www.harvard.edu , die Seidenfasern auf Schmuckobjekten altindischer Städten entdeckten. Damit stellt der Fund nicht nur die erste Seide dar, die in vorchristlicher Zeit außerhalb Chinas entdeckt wurde, sondern fordert auch Chinas Nationalstolz heraus. Denn das früheste dokumentierte Vorkommen der Faser im Reich der Mitte ist mit einem Alter von 4.570 Jahren kaum älter. Zudem ist dadurch die weit verbreitete Vorstellung, die Seidenraupenzucht sei eine rein chinesische Erfindung, in Frage gestellt. Das berichten die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Archaeometry.
Die Seidenfasern hefteten an Kupferhalsketten und Armreifen aus Speckstein, die bereits vor zehn Jahren in den historischen Indus-Städten Harappa und Chanhu-daro im heutigen Pakistan gefunden wurden. Aufgrund der großen Menge an Fundobjekten war die genaue Untersuchung erst jetzt erfolgt. Die Feinstruktur der Fasern zeigte unter dem Elektronenmikroskop die charakteristische Form, die nur Seidenspinner den Fasern verleihen. Die in Harappa gefundenen Seidenfäden stammen von der südasiatischen Schmetterlingsart Antheraea, während der Ursprung der Seide aus Chanhu-daro weniger eindeutig ist. Chinesische Seide wird hingegen vom Seidenspinner Bombyx mori produziert.
"Die Seide aus Harappa scheint durch einen Aufrollprozess hergestellt worden zu sein. Dabei werden die Fäden auf einer Spule gesammelt statt in kurzen Segmenten zu einem Garn verkettet zu werden", erklärt Studienautorin Irene Good. Bisher glaubte man, dass diese Methode der Seidenerzeugung in der Frühzeit nur in China beheimatet gewesen sei. Nun scheint der Beweis erbracht, dass dieses Wissen doch weiter verbreitet war. "Entweder züchteten die Zivilisationen am Indus selbst Seidenspinner oder sie handelten mit Menschen, die dies taten. Jedenfalls wussten sie einiges über Seide", so die Archäologin.
Die Therorie, dass Seide durch chinesische Händler nach Indien gekommen sein könnte, schließt der Aachener Archäologe Michael Jansen http://arch.rwth-aachen.de jedoch aus. "Die frühen Kulturen am Indus handelten zwar mit Mesopotamien, jedoch nicht mit China", so der Indienspezialist im pressetext-Interview. Zur besagten Zeit seien die Völker am Indus schon weiter fortgeschritten gewesen als in China, wo sich erst viel später eine Hochkultur entwickelte. Die Indus-Kulturen seien jedoch um das Jahr 1800 vor Christus zugrunde gegangen, was das Ende ihrer Traditionen bedeutete.
Quelle: de.news.yahoo.com
Tags: Antike, Ausgrabungen, China
23.2.1766: Lothringen an Frankreich
Das Herzogtum Lothringen wurde am 23. Februar 1766 Frankreich angegeliedert. Zuvor hatte Herzog Leopold von Lothringen die internationale Anerkennung einer Neutralität für sein Land erreicht. Sein Sohn, der spätere deutsche Kaiser Franz Stephan musste 1735 das Herzogtum Lothringen gegen das Großherzogtum Toskana tauschen. Neuer Herzog wurde Stanislaus Leszczynski, der polnische Schwiegervater des französischen Königs. So verließ Lothringen das Deutsche Reich, kam 1766 zunächst formell zu Frankreich und wurde 1801 auch völkerrechtlich den Franzosen zugesprochen. Seitdem hatte Elsass-Lothringen eine bewegte Geschichte zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich.
Eine Karte von Reichsland Elsaß-Lothringen auf den Seiten des "Deutschen Historischen Museums".
Quelle: kalenderblatt.de
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21.02.09
1000 Jahre Mainzer Dom - Das Symbol des zweiten Roms
Siebenmal abgebrannt, mehrfach beschossen, im Zweiten Weltkrieg bombardiert, aber doch immer wieder aufgebaut: Der 1000 Jahre alte Mainzer Dom gilt als „ewige Baustelle“. Und das zu Recht, weil selbst in Friedenszeiten immer etwas zu tun ist, damit die von Erzbischof Willigis begründete Kirche nicht Schaden nimmt oder verfällt.
Wann genau dereinst der Auftrag an die Baumeister erging, im damals mächtigen Mainz ein Gotteshaus nach dem Vorbild der alten Peterskirche in Rom zu errichten, ist nicht überliefert. Weil Kirchenhistoriker zunächst aber davon ausgegangen waren, dass dies wohl bald nach Willigis‘ Amtsantritt geschehen sein musste, wurde in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt im Jahr 1975 schon einmal eine „1000-Jahr-Feier“ organisiert. Inzwischen ist man klüger und geht von einem Baubeginn um die Jahrtausendwende aus.
So lang wie ein Fußballfeld
Als sicher kann wohl gelten, dass die gerade fertiggestellte Bischofskirche am 29. oder 30. August des Jahres 1009 – also kurz vor oder nach der Weihe, was nicht genau überliefert ist – einem verheerenden Brand zum Opfer fiel. Auf dieses Datum gehen jedenfalls die am Sonntag begonnenen Feierlichkeiten zum aktuellen Jubiläum „1000 Jahre Mainzer Willigis-Dom“ zurück.
Doch schon ist – gemessen am Alter des Doms – die nächste Gelegenheit nicht mehr so weit entfernt, das beeindruckende sechstürmige Gotteshaus abermals in den Mittelpunkt zu rücken: Am 10. November 2036 wird sich die Vollendung des nach dem Brand von 1009 unverzüglich begonnenen Wiederaufbaus der Kirche unter Erzbischof Bardo ebenfalls zum tausendstenmal jähren. Dazwischen bleibt dem Bistum Mainz mit seinen 790.000 Katholiken auf rheinland-pfälzischem und hessischem Gebiet genügend Zeit, um 2011 noch an den 1000. Todestag des Kirchengründers Willigis zu erinnern. Von dem ursprünglichen Bau, der auf sumpfigem Gelände hochgezogen worden war, ist überirdisch heute nur mehr Mauerwerk zu sehen; mit Ausnahme der beiden Bronzetüren des Marktportals, die tatsächlich noch aus der Anfangszeit stammen.
Mit seiner damals neue Maßstäbe setzenden Größe und einer aufwendigen Ausstattung war der am Rhein errichtete Dom zweifellos als unübersehbares Zeichen der Bedeutung des Erzbistums Mainz gedacht, das sich selbstbewusst als zweites Rom verstand. Wie die Nachbardome in Worms und Speyer ist die aus karolingischer Zeit übernommene Doppelchoranlage bis heute prägend für die gewaltige Kathedrale, die mit 116 Metern in etwa so lang ist wie ein Fußballfeld. Gut 83 Meter misst der herausragende Westturm, immerhin noch 55 Meter erreichen die östlichen Treppentürme des Doms, dessen Patrone der heilige Martinus und der heilige Stephanus sind.
Lazarett, Kaserne, Viehstall
In den 1000 Jahren ist viel passiert: So wurde das Gotteshaus längst nicht nur zur Feier von Gottesdiensten oder zur Krönung von Königen gebraucht, sondern etwa durch die französischen Besatzer Ende des 18. Jahrhunderts als Lazarett und Kaserne zweckentfremdet und später sogar als Viehstall missbraucht. Zwischen 1797 und 1803 blieb die Kirche geschlossen und sollte eigentlich abgerissen werden.
Weil es aber doch anders kam, steht das Gotteshaus noch immer im Herzen von Mainz – und zeigt dem kunsthistorisch interessierten Betrachter, welch vielfältige Baustile sich an einem einzigen Ort finden lassen: So bietet die Bischofskirche Beispiele für alle großen Stilepochen von der Frühromanik über die Gotik und die Renaissance bis zu Barock, Rokoko und Historismus.
Damit auch in Zukunft weitergebaut werden kann, was vorrangig Aufgabe der Dombauhütte ist, bemühen sich der 1999 gegründete Dombauverein und die 2004 eingerichtete Stiftung Hoher Dom auf vielfältige Weise um Spender und Sponsoren, die sich für den Fortbestand der „ewigen Baustelle“ einsetzen. Seit Herbst 2000 vergeht kein Jahr, in dem nicht an einer Stelle des Domes Gerüste stehen, um die Substanz des Denkmals zu bewahren. Ein Denkmal übrigens, das nicht nur kunstgeschichtliche Kostbarkeit ist, sondern sich als Kirche immer noch „im Gebrauch“ befindet.
Quelle: faz.net
20.02.09
20.2.1952: "African Queen" in den USA angelaufen
Humphrey Bogart erhielt für seine Rolle in John Hustons Abenteuerfilm "African Queen" seinen ersten und letzten Oskar. Der Film, der an diesem Tag in den USA in die Kinos kam, handelt von einem Kapitän (dargestellt von Bogart), der im Ersten Weltkrieg in Afrika eine Missionarstochter (gespielt von Katharine Hepburn) mit seinem alten Kahn aus dem Kampfgebiet rettet. Am Ende des Films geben sie einander das Ja-Wort. Die Verfilmung des Abenteuerromans von C.S. Forester ist einer der großen Klassiker Hollywoods. Dazu trugen die afrikanischen Originalschauplätze und das Zusammenspiel von zwei der größten Hollywoodlegenden entscheidend bei.
Inhalt und Filmplakat von "African Queen".(Englisch)
Quelle: kalenderblatt.de
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19.02.09
19.2.1803: Neue eidgenössische Verfassung
Frankreichs erster Konsul, Napoleon Bonaparte, übergab einem in Paris tagenden Gremium Schweizer Delegierter die Mediationsakte als neue eidgenössische Verfassung. Damit wurde die Souveränität der Kantonate wieder hergestellt, die 1798 nach dem Einmarsch Frankreichs abgeschafft wurde. Faktisch unterstand die Eidgenossenschaft jedoch weiterhin dem französischen Protektorat. 1800 hatte eine Reihe von Staatsstreichen begonnen, die Napoleon durch die Mediationsverfassung beendete. Innenpolitisch folgte eine ruhige Epoche, doch litt die Schweiz wirtschaftlich zusehends unter Frankreichs kostspieliger Kriegswirtschaft.
Quelle: kalenderblatt.de
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18.02.09
Der größte Schatz ist unsere Geschichte
Museum in der Kaiserpfalz zeigt Funde aus der Sammlung Lütkemeyer
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zeigt in seinem Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn 50 ausgewählte archäologische Funde aus den untergegangenen Siedlungen Wietheim und Dedinghausen bei Bad Lippspringe (Kreis Paderborn). Reitersporne und Gewandschließen, verzierte Beschläge und Kruzifixe sind im Foyer des Museums zu sehen.
Die Funde aus den beiden ländlichen Siedlungen spiegeln direkt die großen politischen Ereignisse der alten Kaiser- und Bischofsstadt Paderborn wider: Im Zuge der vier Heeresversammlungen zwischen 776 und 804 verloren ranghohe Krieger aus dem Heer Karls des Großen Teile ihrer Ausrüstung oder tauschten sie mit den Bewohnern der umliegenden Dörfer. So gelangten auch ein Schwertgurtbeschlag und das Bruchstück eines vergoldeten Reitersporns nach Wietheim und Dedinghausen.
Begehrt waren auch Metallobjekte mit einem Kreuz. Die Bauern fertigten daraus Gewandschließen und zeigten so ihren neu angenommenen christlichen Glauben. Und als Bischof Badurad im Jahr 836 die Reliquien des Heiligen Liborius nach Paderborn bringen ließ, kamen Fibeln mit Heiligendarstellung in Mode. Aus späterer Zeit bezeugen Emailfibeln mit Kreuz und Kruzifixe von Halsketten die Frömmigkeit der Dorfbewohner.
Die Funde zusammengetragen hat Jens Lütkemeyer als ehrenamtlicher Mitarbeiter der LWL-Archäologie für Westfalen. Mehrere Jahre lang hat er das Gebiet der im 14. Jahrhundert untergegangenen Siedlungen systematisch abgesucht. "Dabei wollte er nicht Goldschätze finden, sondern unsere Geschichte erforschen. Neben dem für die Geschichte der Region wichtigen Arbeitsergebnis ist aber auch das Engagement von Herrn Lütkemeyer zu würdigen. Sein Einsatz zeigt, wie wichtig die ehrenamtliche Unterstützung für die LWL-Archäologie ist und wie erfolgreich sie sein kann", lobt Prof. Dr. Michael M. Rind, Direktor der LWL-Archäologie für Westfalen, den erst 22-jährigen Sammler.
Die Funde, die den Alltag und die Geschichte der Menschen in unserer Region erhellen, sind bis zum 21. Juni täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr im Museum in der Kaiserpfalz zu sehen.
kaiserpfalz-paderborn.de
Quelle: archaeologie-online.de
Tags: Veranstalltungen
16.02.09
Inglourious Basterds
Originaltitel: Inglourious Basterds
Kriegs-Drama
USA 2009
Kinostart: 20.08.2009
Verleih: Universal
Die Geschichte von Inglourious Basterds beginnt im besetzten Frankreich, wo Shosanna Dreyfus (Mélanie Laurent) die Hinrichtung ihrer Familie durch den Nazi-Oberst Hans Landa (Christoph Waltz) miterleben muss. Shosanna entkommt in letzter Sekunde und flieht nach Paris, wo sie eine neue Identität als Kinobetreiberin annimmt.
Zur gleichen Zeit organisiert Leutnant Aldo Raine (Brad Pitt) eine Gruppe jüdisch-amerikanischer Soldaten, die gezielte Vergeltungsschläge gegen die Deutschen ausführen soll. Raine und seine Truppe, die gemeinhin als "The Bastards" bekannt sind, treffen auf die deutsche Schauspielerin und Geheimagentin Bridget von Hammersmark (Diane Kruger), um in gemeinsamer Mission die Führer des Dritten Reichs auszuschalten. Und sie treffen auf Shosanna, die die Gelegenheit wittert, einen eigenen Racheplan auszuführen ...
Die Starbesetzung umfasst Darsteller wie Brad Pitt, Diane Kruger, Mélanie Laurent, Christoph Waltz, Daniel Brühl, Eli Roth, Samm Levine, B.J. Novak, Til Schweiger, Gedeon Burkhard, Paul Rust, Michael Bacall, Omar Doom, Sylvester Groth, Julie Dreyfus, Jacky Ido, August Diehl, Martin Wuttke, Richard Sammel, Christian Berkel, Sönke Möhring, Michael Fassbender, Mike Myers, Rod Taylor, Denis Menochet und Cloris Leachman.
Bei Inglourious Basterds wird Tarantino auf ein Team aus bewährten Weggefährten zurückgreifen, darunter die Oscar-nominierte Cutterin Sally Menke, den Oscar-Gewinner und Kameramann Bob Richardson und den Production Designer David Wasco. Zum ersten Mal mit von der Partie bei einem Tarantino-Film ist die ebenfalls für einen Oscar nominierte Kostümbildnerin Anna Sheppard.
Inglourious Basterds wird vom Oscar-nominierten Produzenten Lawrence Bender produziert. Erica Steinberg und Lloyd Phillips, sowie Bob und Harvey Weinstein fungieren als Executive Producer. Die Co-Produzenten sind Charlie Woebcken, Christoph Fisser und Henning Molfenter. Pilar Savone ist Associate Producer.
The Weinstein Company (TWC) und Universal Pictures - mit ihrem neu gegründeten Produktionsarm 'International Studio' - teilen sich gemeinsam die Finanzierung und Distribution des Films. Während TWC den Verleih in den USA übernimmt, wird Universal Pictures International die internationale Distribution umsetzen. Die beiden Unternehmen sind Partner bei dem Projekt.
Ein Tochterunternehmen der Studio Babelsberg AG, die Zehnte Babelsberg Film, produziert Inglourious Basterds. Die Dreharbeiten finden in Studio Babelsberg sowie in Berlin, Sachsen und Paris statt.
Tags: Kino, Programmvorschau
15.02.09
Versunkene Fracht der Antike
ie Unterwasser-Archäologin Deborah Carlson versucht zusammen mit einem 30-köpfigen Team Fundstücke aus dem Wrack von Kizilburun zu bergen. Die Wissenschaftler vom texanischen Institute of Nautical Archaeology, die als Koryphäen der Unterwasserarchäologie gelten, haben bisher insgesamt rund 1500 Fundstücke gehoben. Die größte Sensation ist der Fund von Holzresten unter den tonnenschweren Säulenteilen, die wahrscheinlich mehr als 2000 Jahre alt sind. Sie könnten den Beweis dafür liefern, dass das Schiff einst als Frachter unterwegs war. War der Seehandel in der Antike viel verbreiteter und vielfältiger, als bisher angenommen? Gab es schon vor rund 2000 Jahren eine “globalisierte” Welt rund um das Mittelmeer?
Um die gigantischen Säuleteile überhaupt zu heben, bedarf es einer ausgeklügelten Tauchlogistik. Experte auf diesem Gebiet ist der amerikanische Bergungstaucher Richard Freyburg, der die Säulenteile mit Hilfe von gigantischen Ballons bewegen will. Direkt nach der Bergung der Fundstücke werden diese noch vor Ort in einem provisorisch errichteten Labor untersucht. Nur durch detaillierte Feinarbeit können die Forscher die nötigen Daten sammeln, um das Rätsel des Bestimmungsortes zu lösen. Deborah Carlson vermutet, dass die Reste des Tempels zirka 50 Kilometer von der Fundstelle entfernt stehen - in der Nähe von Izmir. Waren die Säulen des Wracks von Kizilburun möglicherweise für den Apollotempel des Orakelortes Klaros bestimmt, einer bedeutenden Kultstätte der Antike, in der sich unter anderen Alexander der Große beraten ließ? “Abenteuer Wissen” geht den neuen Erkenntnissen um “die Botschaft der Marmorsäule” nach.